Idee der Woche / 12.07.2019 | 10:24:16 Werbung

BMW forciert E-Mobilität

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Eine Offensive bei Modellen mit Elektroantrieb soll BMW in Sachen E-Mobilität zurück auf die Überholspur bringen. Hierfür sowie bei einem anderen Zukunftsthema setzen die Münchener auch auf Kooperationen mit der Konkurrenz.

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Lage: Offensive bei Elektromodellen angekündigt

Der Münchener Premiumhersteller drückt in Sachen E-Mobilität aufs Tempo. Dem Vorstandsvorsitzenden Harald Krüger zufolge soll der Absatz an rein elektrisch angetriebenen und Hybrid-Fahrzeugen bis 2025 um mehr als 30% pro Jahr zulegen. Schon bis 2021 will man den Absatz elektrifizierter Fahrzeuge gegenüber 2019 verdoppeln. Im Jahr 2023, und damit zwei Jahre früher als geplant, soll die Angebotspalette dann 25 Fahrzeuge mit Elektroantrieb umfassen, über die Hälfte davon rein batteriegetrieben. Die Margen der batteriebetriebenen Fahrzeuge sollen spätestens 2025 das Margenniveau der aktuellen Modelle erreichen. Krüger selbst wird das Erreichen der Ziele allerdings nicht mehr überwachen, da er vergangene Woche bekanntgab, sich nach dem Auslaufen seines Vertrags im April 2020 neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Als Favorit für seinen Nachfolger gilt der amtierende Produktionsvorstand Oliver Zipse.

 

Perspektive: Kooperationen bei E-Mobilität und autonomem Fahren

Um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, setzt BMW auch auf Kooperationen. So gab man Anfang Juni bekannt, die nächste Generation von Elektroantrieben gemeinsam mit dem britischen Automobilkonzern Jaguar Land Rover zu entwickeln. Durch die Bündelung des Know-hows soll die Entwicklungszeit verkürzt und die Technologie schneller zur Marktreife gebracht werden. Mit Daimler hat BMW im Juli eine langfristige strategische Zusammenarbeit im Bereich des automatisierten Fahrens vereinbart. Die Kooperation sieht die gemeinsame Entwicklung von Fahrassistenzsystemen, Systemen für das automatisierte Fahren auf Autobahnen sowie automatisierten Parkfunktionen vor, die ab dem Jahr 2024 verfügbar sein sollen.

Die Kooperation mit Daimler beim autonomen Fahren erachten wir auch im Hinblick auf die Entwicklung einheitlicher Standards als sehr sinnvoll. Positiv werten wir zudem die Bestrebungen des Konzerns zur Kostenkontrolle, durch die bis Ende 2022 mindestens 12 Mrd. Euro eingespart werden sollen. Allerdings bleibt das Umfeld herausfordernd. So dürfte nach unserer Einschätzung im Automobilsektor die erhoffte Erholung im zweiten Halbjahr 2019 ausbleiben. Risiken sehen wir auch mit Blick auf den in Oxford produzierten Mini mit Elektroantrieb in einem harten Brexit. Zudem ist das Thema Zölle auf Auto-Importe aus Mexiko und Europa in die USA noch nicht vom Tisch. Eine Abschwächung der globalen Konjunktur sowie eine Verschärfung regulatorischer Anforderungen (Stichwort CO2-Emissionen) könnten sich darüber hinaus bremsend auf den Autoabsatz auswirken.

 

Anlageidee: Discount-Zertifikat Classic auf BMW

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine breite Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert BMW AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 24.07.2020 fällig wird (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount von rund 11% zum Kurs der Aktie der BMW AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 65,00 Euro begrenzt. Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der BMW AG an der Börse Xetra Frankfurt am 17.07.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 65,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 12.07.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 27)

Discount 65 2020/07: Basiswert BMW

DF4DY7 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 19.07. 21:24:34, Brief 19.07. 21:24:34
DF4DY7 // Quelle: DZ BANK: Geld 19.07. 21:24:34, Brief 19.07. 21:24:34
59,00 EUR
Geld in EUR
59,02 EUR
Brief in EUR
0,10%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 66,57 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:22
  • Max Rendite 10,13%
  • Max Rendite in % p.a. 9,96% p.a.
  • Discount in % 11,34%
  • Cap 65,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -2,36%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / BMW AG

19.07.2019 | 14:08:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Neuer BMW-Chef für klare Ansagen in stürmischen Zeiten

(neu: mehr Hintergrund)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Tesla <US88160R1014>, Jaguar, Audi <DE0006757008> und Mercedes sind mit attraktiven E-Autos auf dem Markt, BMW fährt hinterher - diesen Vorwurf müssen sich die Münchner Autobauer inzwischen oft anhören. In vier Wochen übernimmt der bisherige BMW-Produktionschef Oliver Zipse die Führung des Konzerns. "Zusätzliche Impulse bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft" lautet der Auftrag, den ihm Aufsichtsratschef Norbert Reithofer bei seiner Berufung am Donnerstag mit auf den Weg gab.

Auch Aktionäre drängen. "BMW muss mehr Elektro-Modelle anbieten. Es kann doch nicht sein, dass Tesla BMW die Kunden wegschnappt", sagt Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Das koste zwar zunächst viel Geld. "Aber mir ist es lieber, unser Unternehmen ist hochmodern und spielt in der Weltliga vorne mit, als dass wir jetzt hohe Dividenden kassieren und das Unternehmen langfristig abgehängt wird."

Der Branchenexperte Stefan Bratzel sagt, das E-Auto sei zwar weniger profitabel und mache "in zehn Jahren 15 bis 20 Prozent der Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie überflüssig". Aber ohne E-Autos drohen den Unternehmen in Europa enorme Geldstrafen, in China sogar Verkaufsverbote. "BMW müsste sich heute viel stärker auf batterie-elektrische Autos fokussieren. BMW setzt zu stark auf Plug-in-Hybride", kritisiert der Professor mit Blick auf immer strengere Umweltvorgaben.

"BMW könnte vielleicht mit Daimler <DE0007100000> eine Elektro-Plattform aufbauen, um die Kosten zu senken, wie Audi das im VW <DE0007664039>-Konzern macht", sagt Bratzel. Richtig sei es auch, die Entwicklung des Wasserstoff-Antriebs voranzutreiben. Der könnte nach 2025 eine Alternative werden für große Fahrzeuge und auf der Langstrecke.

Heute setzt BMW vor allem auf Hybride, derzeit neun Automodelle mit Benzin- und Elektromotor - und damit sind sie gut unterwegs. Jedes fünfte elektrifizierte Fahrzeug in Europa ist ein BMW. Zipse, seit vier Jahren Produktionschef, hat schon viele BMW-Werke weltweit so umgerüstet, dass sie Verbrenner, Hybride und Elektroautos auf einem Band bauen können. So kann BMW flexibel auf die Entwicklung der Nachfrage reagieren. Der Aufsichtsrat hat es abgesegnet.

Reithofer fordert von Zipse zusätzliche Impulse - keine Neuausrichtung, keine neue Strategie. Dieses Jahr kommt der Elektro-Mini, nächstes Jahr der erste vollelektrische SUV iX3, und im Juni erst hat der Vorstand als neues Ziel ausgegeben, 25 elektrifizierte Modelle schon 2023 auf die Straße zu bringen.

Aber Zipse soll mit breiterer Brust auftreten als sein Vorgänger Harald Krüger und nach innen und außen offensiver deutlich machen, dass BMW die richtige Strategie hat. "Mit Oliver Zipse übernimmt ein führungsstarker Stratege und Analytiker den Vorstandsvorsitz der BMW AG", sagte Reithofer.

Denn niemand weiß, ob die Kunden die angebotenen E-Autos auch kaufen. Gerade mal 2,8 Prozent beträgt ihr Marktanteil heute, die Nachfrage ist regional völlig unterschiedlich. Zipse werde nicht von heute auf morgen alles über den Haufen werfen, heißt es aus dem Unternehmen. Angesichts der langen Entwicklungszeiten, der Zulieferketten, der Organisation wäre das eh unmöglich - wer wüsste das besser als der Produktionsvorstand.

Die Liste der Herausforderungen für den neuen Chef ist ohnedies gewaltig. BMW rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinneinbruch - und steht damit nicht allein in der Branche: Daimler schreibt gerade rote Zahlen, Volvo meldet eine Halbierung des Gewinns und streicht Stellen, Audi unterbietet die schwachen Zahlen des Vorjahres. Konjunktur und Nachfrage schwächeln - zugleich müssen die Autobauer Milliarden in E-Mobilität, aber auch in Mobilitätsdienste und selbstfahrende Autos investieren.

Bei diesen Zukunftsthemen sieht Bratzel BMW gut auf Kurs. "Mit ihrem Mobilitätsdienst Free Now sind BMW und Daimler am weitesten in Europa. Zusammen könnten sie es schaffen, Uber <US90353T1007> und Co. auf Distanz zu halten", sagt er. Und auch die Partnerschaft mit Daimler beim Autonomen Fahren sei sinnvoll. "Wenn sie ihren Standard durchsetzen, lässt sich damit gutes Geld verdienen." Und sie hätten die Chance, den Vorsprung des Google <US02079K1079>-Ablegers Waymo aufzuholen. Das sei wichtig, denn "da entstehen in zehn Jahren ganz neue Geschäftsmodelle".

Betriebsratschef Manfred Schoch mahnte Zipse, "die gute Partnerschaft zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung" fortzusetzen. Bratzel betonte: "Das ist bei strategischen Entscheidungen wichtig. Das muss ihm auch gelingen." Aber mit Blick auf Autobosse wie Dieter Zetsche oder Elon Musk erwartet er, dass der neue Mann an der BMW-Spitze mehr nach außen geht: "Der Chef muss sein Unternehmen und seine Strategie verkörpern."/men/rol/DP/fba

19.07.2019 | 10:55:53 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt BMW auf 'Underweight' - Ziel 60 Euro
19.07.2019 | 09:03:02 (dpa-AFX)
BMW und Tencent bauen Datenzentrum für selbstfahrende Autos in China
19.07.2019 | 06:35:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Neuer BMW-Chef Oliver Zipse soll für frischen Schwung sorgen
18.07.2019 | 21:20:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: BMW macht Produktionschef Oliver Zipse zum neuen Konzernchef
18.07.2019 | 20:53:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Oliver Zipse wird neuer BMW-Chef
18.07.2019 | 20:45:43 (dpa-AFX)
Zipse wird neuer BMW-Chef

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