Idee der Woche / 20.11.2020 | 11:26:55 Werbung

Bechtle: krisenfestes Geschäftsmodell hat geliefert

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Der IT-Dienstleister hat im dritten Quartal starke Ergebnisse verzeichnet. In einem schwierigen Umfeld schlug er sich damit weiterhin wacker. Außerdem stimmen die mittel- bis langfristigen Perspektiven.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Wacker geschlagen

Der MDAX-Wert Bechtle hat auch im dritten Quartal Umsatz und Gewinne gesteigert. Er zeigte damit unserer Einschätzung nach weiterhin eine sehr solide Entwicklung in dem von Unsicherheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Davon zeugt auch das Abschneiden in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020. Im Zeitraum Januar bis September steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 6,9% auf 4,04 Mrd. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab es sogar ein Plus von 14,7% auf 185,5 Mio. Euro. Daraus resultierte eine von 4,3% auf 4,6% verbesserte EBIT-Marge.

Die vorgelegten Ergebnisse verdeutlichen unserer Ansicht nach den robusten Charakter des Geschäftsmodells. Es hat sich auch während der Corona-Krise als tragfähig und stabil erwiesen. Nachdem die Geschäfte von Bechtle im ersten Quartal durch Lieferschwierigkeiten im Hardware-Bereich und einige Projektverschiebungen beeinträchtigt wurden, führte anschließend der durch Corona verstärkte Digitalisierungstrend (u.a. Homeoffice) zu einer soliden Nachfrage. Der Konzern konnte in diesem Zusammenhang seine Wettbewerbsstärke unter Beweis stellen.

 

Gefragte Dienste

Bechtle setzt bei seinen Aktivitäten auf zwei Säulen. Das mit einem Umsatzanteil von rund 66% größte Geschäftsfeld sind Systemhaus-Dienstleistungen (Beratung, Finanzierung, Implementierung, Managed Services). Hier gab es zuletzt eine starke Nachfrage nach modernen Arbeitsplatzlösungen, dem Aufbau von Cloud-Strukturen, aber auch nach grundsätzlichen IT-Infrastruktur- und IT-Sicherheits-Dienstleistungen. Nach dem Rückgang im Vorquartal hat auch das zweite Segment wieder angezogen, der Direktvertrieb von IT-Produkten (IT-E-Commerce).

Bei Vorlage der Zahlen blickte der Vorstand zuversichtlich auf das Schlussquartal. Dieses ist traditionell von großer Bedeutung, weil zum Jahresende oft viele IT-Projekte angestoßen werden. Ein Risiko sehen wir nach wie vor durch die konjunkturellen Unsicherheiten in Deutschland, aber auch in den von Bechtle bedienten anderen europäischen Märkten. Das Unternehmen will jedoch seine bislang genannten Ziele, die wir als konservativ bewerten, erreichen. Angesichts der positiven Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf wurden zudem die Gewinnprognosen für das Gesamtjahr erhöht.

Wir sind zudem weiterhin davon überzeugt, dass die Gesellschaft dank ihrer Wettbewerbsstärke mittel- und langfristig von den strukturellen Wachstumstreibern wie Digitalisierung und IT-Sicherheit profitieren wird. Dabei sehen wir eine Zunahme der rentableren Dienstleistungen, insbesondere Managed Services (IT-Outsourcing), sowie positive Skaleneffekte, was sich in konzernweit steigenden Gewinnmargen manifestieren sollte.

Zu Beginn des nächsten Jahres besteht u.E. jedoch das Risiko einer abnehmenden Wachstumsdynamik. Das begrenzt vor dem Hintergrund der bereits ambitionierten Bewertung das Kurspotenzial der Aktie.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Bechtle

Eine interessante Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine breite Auswahl an entsprechenden Produkten der DZ BANK auf den Basiswert Bechtle AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 24.09.2021 fällig wird (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount von rund 18% zum Kurs der Aktie der Bechtle AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 160,00 EUR begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Bechtle AG an der Börse XETRA Frankfurt am 17.09.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 160,00 EUR.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 24.09.2021 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert Bechtle AG am 17.09.2021 auf oder über 160,00 EUR liegen wird.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 20.11.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

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(Bewertungen: 27)

Discount 160 2021/09: Basiswert Bechtle

DFT98C / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.11., Brief 23.11.
DFT98C // Quelle: DZ BANK: Geld 23.11., Brief 23.11.
148,98 EUR
Geld in EUR
149,76 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 180,60 EUR
Quelle : Xetra , 23.11.
  • Max Rendite 6,84%
  • Max Rendite in % p.a. 8,26% p.a.
  • Discount in % 17,08%
  • Cap 160,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -11,41%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Bechtle AG

11.11.2020 | 13:05:44 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Bechtle begeistert Anleger mit Zahlen und höherem Gewinnziel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim IT-Dienstleister Bechtle <DE0005158703> setzen die Anleger nach einem optimistischeren Jahresausblick auf weiter gut laufende Geschäfte. Einige Experten hatten zwar schon damit gerechnet, dass der IT-Dienstleister beim Vorsteuerergebnis mutiger werden könnte. Doch nun fällt dieses 2020 wohl noch etwas höher aus als bisher gedacht.

Nach einem Sprung bis auf 171 Euro behaupteten die Aktien um die Mittagszeit noch einen Kurszuwachs von rund zwölfeinhalb Prozent auf 169,30 Euro. Damit machten sie die deutlichen Verluste der beiden vergangenen Tage mehr als wett und waren klarer Spitzenreiter im starken MDax <DE0008467416>.

Zudem nähern die Bechtle-Papiere sich wieder dem knapp einen Monat alten Rekordhoch bei 181,80 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus aktuell auf mehr als ein Drittel. Beim Index der mittelgroßen Börsenunternehmen steht für diesen Zeitraum nur ein minimaler Anstieg von wenigen Punkten zu Buche.

Bechtle profitierte im dritten Quartal davon, dass viele Unternehmen und Behörden ihre IT-Systeme aufrüsten, um Arbeitsprozesse auch im Home-Office oder Mobiles Arbeiten zu verbessern. Den mehr als siebenprozentigen Umsatzanstieg hatte das Unternehmen schon vorab berichtet. Auch dank Kosteneinsparungen legten das Vorsteuerergebnis und der Nettogewinn um jeweils rund ein Viertel zu.

Da Vorstandschef Thomas Olemotz mit einem branchentypisch guten Schlussquartal rechnet, traut er seinem Unternehmen nun für das Gesamtjahr einen mehr als zehnprozentigen Anstieg des Vorsteuerergebnisses zu. Bisher hatte Bechtle hier fünf bis zehn Prozent angepeilt und die Markterwartung am oberen Ende dieser Spanne gelegen.

Die Analystenreaktionen fielen überwiegend positiv aus. Knut Woller von der Baader Bank sah sich in seiner schon nach den Eckdaten geäußerten Einschätzung bestätigt, dass die Jahresziele zu konservativ gewesen seien. Bechtle schlage sich im schwierigen Umfeld weiter sehr gut, so Woller. Sein Kollege Martin Comtesse vom Analysehaus Jefferies sprach von einem "weiteren starken Signal in einem schwierigen Jahr".

Andreas Wolf vom Analysehaus Warburg Research betonte den Gewinn weiterer Marktanteile sowie die operativ starke Geschäftsentwicklung. Sein Kollege Woller hob positiv hervor, dass der Online-Handel im dritten Quartal wieder in die Wachstumsspur gefunden habe.

Etwas zurückhaltender fiel indes das Urteil des Bankhauses Lampe aus. Deren Experte Wolfgang Specht sprach zwar von einem beeindruckenden Wachstum und verwies darauf, dass die letzten sechs Wochen des Jahres traditionell für rund 40 Prozent der Jahresumsätze und -gewinne stünden. Zum Beginn des neuen Jahres befürchtet er aber eine schwindende Wachstumsdynamik. Denn sowohl Übernahmefantasien als auch der Rückenwind durch die Corona-Pandemie dürften dann nachlassen.

Am Montag hatten das Mainzer Biotech-Unternehmen Biontech <US09075V1026> und sein Partner, der US-Pharmariese Pfizer <US7170811035>, mit Nachrichten zu einem möglichen Corona-Impfstoff für Begeisterung an den Aktienmärkten weltweit gesorgt./gl/tih/mis

11.11.2020 | 10:14:49 (dpa-AFX)
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