Idee der Woche / 31.01.2020 | 08:32:28 Werbung

Bayer vor Trendwende?

Oliver Saake
Autor Oliver Saake

Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte

Bei Bayer hat es in den vergangenen Jahren massive Änderungen gegeben. Das Geschäft wurde kräftig umgebaut und neu ausgerichtet. Die Geschäftsstrategie besitzt unseres Erachtens langfristig Potenzial.

Oliver Saake
Autor Oliver Saake

Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte

Profitables Pharmageschäft

Der Traditionskonzern aus Leverkusen hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Übernahmen und Verkäufe waren Teil dieser Strategie. Beispielsweise wurden das klassische Chemiegeschäft und andere Bereiche abgestoßen. Nun agiert das Unternehmen in drei operativen Geschäftsbereichen. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für seine Arzneimittel.

In der Sparte Pharmaceuticals entwickelt Bayer verschreibungspflichtige Medikamente in den Therapiegebieten Herz-Kreislauf, Onkologie, Gynäkologie, Hämatologie und Augenheilkunde. In diesem Bereich meldete der Konzern zuletzt eine Zulassung des Krebsmedikamentes Darolutamid in Japan. Nach den USA und Brasilien ist das ein weiterer Markt, auf dem das Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs verkauft werden darf. Die Nachricht unterstreicht unsere positive Einschätzung zur Produktpipeline.

Freiverkäufliche Arzneimittel und Gesundheitsprodukte sind das Betätigungsfeld der Konzernsparte Consumer Health. Rechnet man die Umsätze aus den beiden Medizinsparten zusammen, machen sie mit rund 53% nach wie vor den größten Umsatzanteil aus. Die Sparte Pharmaceuticals ist außerdem weiterhin die profitabelste.

 

Wie teuer wird der Vergleich?

Durch Übernahmen, wie die von Monsanto, hat der Konzern den Bereich Crop Science (u.a. Herbizide, Insektizide und Saatgut) massiv erweitert, weshalb dieser von den drei Sparten inzwischen zur größten Umsatzquelle geworden ist. In den vergangenen Jahren belasteten allerdings die negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Monsanto-Herbizid Glyphosat den Kurs der Bayer-Aktie. Insbesondere Schadensersatzklagen und die damit verbundenen ungewissen finanziellen Belastungen haben zu Unsicherheit geführt. Dieses Risiko bleibt weiterhin bestehen.

Allerdings haben sich zuletzt die Hoffnungen auf einen baldigen Vergleich verstärkt. Demnach könnte in den nächsten Wochen eine Einigung zwischen Bayer und den Klägern erzielt werden. Ein Risiko bleibt jedoch die Höhe möglicher Zahlungen. Sollten sie jedoch im Rahmen bleiben, könnte dieses Kapitel abgeschlossen werden. Die Investoren könnten sich dann wieder auf die operativen Geschäfte konzentrieren. Und diesbezüglich sehen wir das Life-Science-Unternehmen gut positioniert. Es dürfte langfristig von Megatrends wie einer weltweit kontinuierlich wachsenden und immer älter werdenden Bevölkerung profitieren. Das schließt auch den steigenden Bedarf an einer effizienten Erzeugung von Nahrungsmitteln mit ein, die das Geschäftsfeld Crop Science adressiert. Finanziell erwartet Bayer in den nächsten Jahren zudem, massive Synergiepotenziale zu heben. Zudem sollte der Cashflow von 2019 bis 2022 deutlich anziehen, was dem Unternehmen unter anderem den Spielraum gibt, die relativ hohe Verschuldung zu senken.

 

Produktidee: Aktienanleihe auf Bayer

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Bayer AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 28.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 65,00 Euro und einer Zinszahlung von 5,70% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 28.12.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Bayer AG. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 6,07 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Bayer AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Bayer AG an der Börse XETRA Frankfurt am 18.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 65,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (15,385) bestimmte Anzahl von Aktien der Bayer AG. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Bayer AG am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 31.01.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DF9DDQ (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DF9DDQ (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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(Bewertungen: 49)

Aktienanleihe Classic 5,7% 2020/12: Basiswert Bayer

DF9DDQ / //
Quelle: DZ BANK: Geld 28.02. 18:59:06, Brief 28.02. 18:59:06
DF9DDQ // Quelle: DZ BANK: Geld 28.02. 18:59:06, Brief 28.02. 18:59:06
93,12 %
Geld in %
93,52 %
Brief in %
-1,62%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 65,21 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:02
  • Basispreis 65,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 0,32%
  • Zinssatz in % p.a. 5,70% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 15,385
  • Max Rendite in % p.a. 14,57% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 11,86%

News / Bayer AG

28.02.2020 | 06:35:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Chemiekonzern BASF legt Zahlen für 2019 vor - Konzern in Bewegung

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> legt am Freitag (10.30 Uhr) in Ludwigshafen seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2019 vor. Bei dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr mit einem Rückgang von bis zu 30 Prozent. Auch der Umsatz soll leicht schrumpfen. 2018 hatte der Konzern insgesamt 62,7 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus von gut zwei Prozent. Allerdings schrumpfte der Nachsteuergewinn um mehr als ein Fünftel auf 4,7 Milliarden Euro.

Der seit fast zwei Jahren amtierende Unternehmenschef Martin Brudermüller krempelt BASF um. Ende 2018 setzte er ein Sparprogramm auf, um den Konzern durch schlankere Strukturen und einfachere Abläufe profitabler zu machen. Dazu gehören auch Stellenstreichungen.

2018 stärkte Brudermüller zudem das Agrarchemiegeschäft mit einem milliardenschweren Kauf von Teilen des Saatgutgeschäfts von Bayer <DE000BAY0017>, das der Rivale im Zuge der Übernahme von Monsanto abgeben musste. Vor Kurzem bekam BASF grünes Licht für die Übernahme eines großen Teils des weltweiten Nylongeschäfts der belgischen Solvay-Gruppe. Das Material wird etwa für Kleidung, Sportschuhe oder Teppiche verwendet.

Gleichzeitig trennt sich BASF von Geschäftsbereichen. So haben die Ludwigshafener 2019 ihre Kasseler Öl- und Gastochter Wintershall mit dem Konkurrenten Dea fusioniert. Zudem ist BASF dabei, sein Pigment- und Bauchemiegeschäft zu veräußern. Beide Transaktionen sollen im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Des Weiteren hat BASF im südchinesischen Guangdong mit dem Bau eines neuen Verbundstandortes begonnen. BASF schätzt die Investitionssumme bis zum Abschluss des Projekts um 2030 auf zehn Milliarden US-Dollar (rund 9,2 Mrd Euro).

Schlechte Nachrichten gab es für BASF derweil bezüglich der geplanten Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Die jetzige Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea ist an der umstrittenen Pipeline, die Gas direkt von Russland nach Deutschland transportieren soll, finanziell beteiligt. Das Projekt ist den USA ein Dorn im Auge. Deshalb drohen den Firmen, die an der Pipeline mitbauen, Sanktionen. Der Bau liegt auf Eis.

Zudem steht BASF wegen des Unkrautvernichters Dicamba in den Schlagzeilen. Ein Geschworenengericht in den USA verurteilte BASF und Bayer zu einer millionenschweren Strafzahlung. Der Vorwurf: Durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern habe der betroffene Bauer Ernteverluste erlitten, da Teile des Unkrautvernichters auf seine Plantagen geweht worden seien. Beide Konzerne kündigten Berufung an. Sorgen dürfte BASF auch das Coronavirus bereiten. Dauere die Situation länger an, könne es zu Auswirkungen kommen, die über das erste Quartal hinaus strahlten, betonte der Branchenverband VCI./mne/wo/DP/zb

28.02.2020 | 05:50:06 (dpa-AFX)
Chemiekonzern BASF legt Geschäftszahlen für 2019 vor
27.02.2020 | 13:08:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Bayer-Ausblick unter Erwartungen - Glyphosat-Streit weiter im Fokus
27.02.2020 | 13:00:37 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Bayer auf 'Neutral' - Ziel 75 Euro
27.02.2020 | 12:52:36 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS 2: Vorsichtiger Ausblick und schwacher Markt setzen Bayer zu
27.02.2020 | 11:16:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bayer zeigt sich für 2020 vorsichtig - Glyphosat-Streit weiter im Fokus
27.02.2020 | 10:17:23 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Pareto belässt Bayer auf 'Buy' - Ziel 84 Euro

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