Idee der Woche / 09.08.2019 | 09:49:27 Werbung

Allianz: Milliardengewinn trotz schwierigem Marktumfeld

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Allianz präsentierte für das zweite Quartal überraschend starke Zahlen. Vor allem das Geschäft mit Lebensversicherungen lief blendend. In Zukunft wollen die Münchener auch online verstärkt Versicherungen verkaufen - eine Nachricht, die der Konkurrenz kaum gefallen dürfte. 

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Starkes Wachstum bei Lebens- und Krankenversicherungen

Nach einem guten Start in das laufende Jahr konnte Europas größter Versicherungskonzern auch im zweiten Quartal sein Wachstum fortsetzen und so manche Analystenschätzung übertreffen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Gesamtumsatz um 6,1% auf 33,2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 5,4% auf 3,2 Mrd. Euro. Die Allianz konnte somit in den ersten sechs Monaten bereits mehr als die Hälfte des prognostizierten Gesamtjahresgewinns erwirtschaften. Das Ergebnis pro Aktie liegt nach dem Halbjahr bei 9,76 Euro. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist dies ein Plus von über 10%. Vorstandschef Oliver Bäte äußert sich im Rahmen der Vorstellung der Zahlen optimistisch für das weitere Jahr und geht davon aus, dass der Versicherungsriese die Jahresziele erreicht.

Verantwortlich für dieses gute Ergebnis ist überraschenderweise das Geschäft mit Lebensversicherungen. So wuchs das Neukundengeschäft um 8,5% - vor allem in Deutschland und den USA herrschte eine hohe Nachfrage nach den Versicherungen. Ebenfalls Positives gibt es aus dem Asset Management zu vermelden. Der Vermögensverwaltung mit den beiden Fondsgesellschaften Pimco und Allianz Global Investors flossen von April bis Juni 20,3 Mrd. Euro neue Gelder zu. Das gesamte verwaltete Vermögen stieg dadurch auf 2,2 Mrd. Euro und erreichte ein Allzeithoch.

 

Perspektive: Allianz will mit Direktversicherer durchstarten

Seit Mitte Februar läuft ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Mrd. Euro. Bis zum 30. Juni wurden rund 6,2 Mio. Aktien erworben. Auf Basis des aktuellen Kurses ist somit nahezu das ganze Programm ausgeschöpft. Ob und wann es weitere Rückkäufe geben wird, ist fraglich. Vor weiteren Aktienkäufen will der Vorstand erst nach neuen Übernahmezielen Ausschau halten und Möglichkeiten für anorganisches Wachstum prüfen.

Zudem will die Allianz das Online-Geschäft ausbauen und die Konkurrenz mit einem neuen Direktversicherer unter Druck setzen. Der Internet-Versicherer Allianz Direct soll im Herbst - rechtzeitig zur Wechselsaison der Kfz-Versicherungen - an den Start gehen. Finanzchef Giulio Terzariol ließ verlauten, dass die Allianz in den ersten Jahren durchaus auf Gewinne verzichten könnte. Diese Aussage kann als Kampfansage an die Konkurrenz gedeutet werden, welche sich womöglich auf eine Preisschlacht einstellen muss.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes für Versicherer entwickelt sich das Geschäft der Allianz sehr erfreulich. Wir denken, dass mögliche Akquisitionen in den nächsten Monaten für weiteres Wachstum sorgen könnten. Zudem könnten mit dem zukünftigen Direktversicherer neue Kundengruppen gewonnen werden, auch wenn dies anfangs das Konzernergebnis belasten dürfte. Risiken sehen wir vor allem in der wieder lockerer werdenden Geldpolitik der großen Notenbanken. Ein noch niedrigeres Zinsniveau könnte sich negativ auf die Finanzergebnisse auswirken.

 

Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Allianz

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Allianz SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 28.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 210,526 Euro und einer Zinszahlung von 6,20% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 28.12.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Allianz SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Allianz SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten: 1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Allianz SE an der Börse Xetra Frankfurt am 18.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 210,526 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. 2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (4,75) bestimmte Anzahl von Aktien der Allianz SE. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Allianz SE am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 1,53 Euro.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 09.08.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 31)

Aktienanleihe Classic 6,2% 2020/12: Basiswert Allianz

DF4WDM / //
Quelle: DZ BANK: Geld 20.08., Brief 20.08.
DF4WDM // Quelle: DZ BANK: Geld 20.08., Brief 20.08.
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 200,45 EUR
Quelle : Xetra , 20.08.
  • Basispreis 210,526 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -5,03%
  • Zinssatz in % p.a. 6,20% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 4,75
  • Max Rendite in % p.a. 9,05% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 7,47%

News / Allianz SE

20.08.2019 | 06:34:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Allianz: Defekte Produkte häufigster Schaden bei Bauprojekten

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Auf großen Baustellen deutscher Unternehmen sind defekte Produkte und schlechte Qualitätskontrollen der häufigste Grund für einen Versicherungsschaden. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Allianz <DE0008404005>, die die Versicherung am Dienstag in München vorstellt. Demnach gehen 22 Prozent der Schäden bei Bauprojekten auf fehlerhafte Produkte und unzureichende Kontrollen zurück, dreimal mehr als auf Feuer. Auch was die Schadenshöhe angeht, stehen fehlerhafte Produkte und Kontrollmängel - ein Beispiel sind Schweißfehler - auf Rang Eins: Diese machen der Auswertung zufolge 30 Prozent der Schadensummen aus - mehr als jeder andere Schadensgrund.

Zwischen 2013 und 2018 hat die Allianz weltweit fast 14 000 Schadensfälle auf großen Baustellen von Ingenieur- und Bauprojekten ausgewertet, die bei dem Dax <DE0008469008>-Konzern versichert worden waren. Beispiele sind Flughäfen, Kraftwerke oder Autofabriken. Gut 2500 der untersuchten Fälle passierten bei Projekten deutscher Firmen - aber nicht zwangsläufig auch auf Baustellen in Deutschland.

So sind neben der zunehmenden Bedeutung von Defekten und Kontrollversagen auch die immer größeren Baustellen ein Trend, den die Autoren beobachtet haben. Die Projekte werden in der Tendenz immer umfangreicher, und der Bau dauert länger - was wiederum auch die Versicherungssumme und den potenziellen Schaden steigen lässt.

Ein Riesen-Airport wie in Dubai, dessen aktueller Ausbau bei der Allianz versichert sei, koste beispielsweise 32 Milliarden Euro. "Infolgedessen sind die Versicherungssummen jetzt viel größer - Projekte mit einem Wert von vier bis neun Milliarden Euro sind keine Seltenheit, Schäden in dreistelliger Millionenhöhe sind deshalb nicht auszuschließen", sagte Robert Maurer, der sich für die Allianz um die Versicherung von großen Bauprojekten in Zentral- und Osteuropa kümmert.

Auch politische Risiken wie Sanktionen oder Handelsstreitigkeiten hätten zugenommen - und die Schäden erhöht. Einen sehr großen Teil der Schäden bei Bauprojekten richten weltweit auch Feuer an: Ein prominentes Beispiel sei der Brand auf der Baustelle eines großes Hochhauses in Warschau im Juni, das auch bei der Allianz versichert sei. Weltweit verursachen laut der Untersuchung nicht defekte Produkte, sondern Brände und Explosionen die höchsten Schadenssummen (27 Prozent). Die häufigste Schadensquelle seien aber auch global gesehen defekte Produkte (27 Prozent).

Ein weiterer Trend seien die immer komplexeren Lieferketten: Früher seien etwa Flughäfen oder Kraftwerke zu einem Großteil von nationalen Auftraggebern und lokalen Lieferanten gebaut worden. Inzwischen liefern Unternehmen aus der ganzen Welt Maschinen und Anlagen. Geht etwa eine Turbine kaputt, dauert es mitunter Monate, bis sie getauscht oder repariert wird - und das kostet./juc/DP/stk

20.08.2019 | 06:01:14 (dpa-AFX)
Allianz: Bei Bauprojekten richten defekte Produkte meisten Schaden an
15.08.2019 | 14:58:36 (dpa-AFX)
VERMISCHTES: Verletzte bei starkem Taifun in Japan
14.08.2019 | 14:20:04 (dpa-AFX)
Studie: Gewinn der Dax-Konzerne im zweiten Quartal eingebrochen
14.08.2019 | 12:21:10 (dpa-AFX)
Allianz baut Stellung auf Heimatmarkt aus
12.08.2019 | 18:40:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Neues Übernahmeangebot für Osram löst geteiltes Echo aus
11.08.2019 | 14:24:17 (dpa-AFX)
Versicherer erwägen Lagerung von Kundengeld in Tresoren

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