Idee der Woche / 11.12.2019 | 09:44:59 Werbung

Airbus: Auf Kurs zur Nummer 1

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Airbus und der US-Konkurrent Boeing sind die unangefochtenen Marktführer im zivilen Flugzeugbau. Während die Amerikaner derzeit in einer schweren Krise stecken, können die Europäer mit ihren Jets punkten.

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Airbus muss die Produktion hochfahren

Airbus hat in der vergangenen Woche einen neuen Großauftrag aus den USA erhalten. Die Fluggesellschaft United Airlines orderte 50 neue Langstreckenjets vom Typ A321XLR. Damit haben die Europäer im Heimatmarkt des Erzrivalen einmal mehr Stärke gezeigt. Aufträge gab es in den vergangenen Wochen aber nicht nur aus den USA. Airbus meldete aus diversen Ländern eine Reihe von neuen Bestellungen. Diese Entwicklungen unterstreichen den anhaltenden Aufwärtstrend in der Luftfahrtbranche, der sich u.E. in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen dürfte.

Für diese Entwicklung und die sich damit bietenden Chancen sehen wir Airbus mit seiner Modellpalette bestens gerüstet. Allerdings läuft auch bei den Europäern nicht alles rund. Zuletzt hatte es Produktionsprobleme beim wichtigsten Modell, dem A320neo, gegeben. Weil der Einbau der neuartigen Kabinenausstattung deutlich länger dauert als bei der herkömmlichen Version, musste der Konzern sein Produktionsziel für 2019 kürzen. Um die Produktion hochzufahren, sollen künftig verstärkt Roboter zum Einsatz kommen. Mit einem höheren Herstellungstempo sollte es dem Konzern dann gelingen, den riesigen Auftragsbestand zunehmend zügiger zu monetisieren, also die Bestellungen in Einnahmen und damit in Gewinne zu transformieren. Ende September hatte Airbus insgesamt 7.133 Bestellungen für zivile Flugzeuge in den Auftragsbüchern stehen. Der aktuelle Jahresausstoß liegt bei mehr als 800 Stück. Damit ist die Produktion bis ins Jahr 2024 ausgebucht.

 

Fokus auf erfolgreiche Modelle

Für 2019 hat sich Airbus zum Ziel gesetzt, 860 Maschinen auszuliefern. Damit stehen die Chancen gut, dass der Konzern in diesem Jahr den Kampf um den Titel „größter Flugzeugbauer der Welt“ für sich entscheidet. Das dürfte über den Rückschlag beim A380 hinwegtrösten. Der Großraumjet verkaufte sich schon seit längerem nicht mehr gut. Die Konsequenz daraus ist, dass die Produktion des Modells im Jahr 2021 auslaufen wird. Wir begrüßen die Entscheidung. Denn Airbus kann sich damit noch stärker auf die erfolgreichen Modelle konzentrieren.

Dazu gehören in erster Linie die modernisierten und treibstoffeffizienteren Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe sowie der Großraumjet Airbus A350. Sie verkaufen sich nach wie vor prächtig. Hier scheint Airbus zudem mit der längeren Version A321neo bzw. den Langstreckenvarianten des Fliegers (A321LR und A321XLR) den Nerv bei der Kundschaft getroffen zu haben. Airbus sollte u.E. daher in den nächsten Jahren weitere Fortschritte bei den Ergebnissen machen. Jüngst ein Belastungsfaktor für den Aktienkurs war die Einschätzung der Welthandelsorganisation WTO, dass Airbus weiterhin unzulässige Subventionen von EU-Ländern erhält. Damit ist der jahrelange Subventionsstreit zwischen Airbus und Boeing wieder aufgeflammt. Darin sehen wir einen potenziellen Risikofaktor, wie auch in den generellen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Europa. Sollte es dem Konzern zudem nicht gelingen, die Erwartungen hinsichtlich der geplanten Ausweitung der Produktion zu erfüllen, könnte dies ebenfalls belastend wirken.

 

Produktidee: Aktienanleihe auf Airbus

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Airbus SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 23.09.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 121,212 Euro und einer Zinszahlung von 9,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 23.09.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Airbus SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 18,13 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Airbus SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Airbus SE an der Börse Euronext Paris am 16.09.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 121,212 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,25) bestimmte Anzahl von Aktien der Airbus SE. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Airbus SE am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 11.12.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DF7QNC (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

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Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DF7QNC (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

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(Bewertungen: 13)

Aktienanleihe Classic 9,75% 2020/09: Basiswert Airbus Group

DF7QNC / //
Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 17:28:46, Brief 27.01. 17:28:46
DF7QNC // Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 17:28:46, Brief 27.01. 17:28:46
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Geld in %
101,84 %
Brief in %
-1,05%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 132,88 EUR
Quelle : Euronext Par , 17:14:21
  • Basispreis 121,212 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 8,78%
  • Zinssatz in % p.a. 9,75% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 8,25
  • Max Rendite in % p.a. 6,92% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 4,36%

News / Airbus Group SE

24.01.2020 | 13:31:24 (dpa-AFX)
LOT-Chef will Condor-Langstreckenflotte erneuern und ausbauen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die polnische Fluggesellschaft LOT will die veraltete Langstreckenflotte von Condor nach der Übernahme so schnell wie möglich erneuern und ausbauen. "Die Langstreckenflugzeuge müssen in den nächsten zwei bis drei Jahren ersetzt werden", sagte LOT-Chef Rafal Milczarski am Freitag in Frankfurt. Der Ferienflieger Condor betreibt neben seinen Airbus <NL0000235190>-Mittelstreckenjets bisher 16 Langstreckenjets vom Typ Boeing <US0970231058> 767, die deutlich mehr Treibstoff verbrauchen als modernere Modelle.

Weil Condor in der Vergangenheit zusätzlich Maschinen der kanadischen Air Transat im Einsatz hatte, fasst Milczarski den Kauf von 20 neuen Langstreckenjets für Condor ins Auge. LOT hat auf der Langstrecke derzeit 15 moderne Boeing-Jets vom Typ 787 "Dreamliner" im Einsatz. Deren Einführung habe den Treibstoffverbrauch um 20 Prozent gesenkt, sagte Milczarski.

Condor könnte künftig auch aus weiteren Ländern starten, sagte der Manager weiter. "Wir haben große Pläne, aber wir müssen sicherstellen, dass das Wachstum sinnvoll ist und profitabel bleibt", so Milczarski. Als mögliche weitere Länder, in denen Condor aktiv werden könne, lägen Österreich und die Schweiz auf der Hand, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup. Milczarski hat Urlauber aus Polen und Ungarn als mögliche künftige Condor-Kunden im Auge.

Weitere Stellen sollen bei Condor nach der Übernahme nicht wegfallen. "Ich brauche alle diese Mitarbeiter, um das Geschäft und die Zukunft von Condor zu entwickeln", sagte Milczarski. Condor-Chef Ralf Teckentrup stellte klar, über den bereits bekannten Personalabbau hinaus seien keine Kürzungen geplant./stw/DP/jha

24.01.2020 | 11:46:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Ryanair dementiert Bericht über mögliche Airbus-Bestellungen
24.01.2020 | 08:27:55 (dpa-AFX)
WDH/'Wiwo': Ryanair will Bestellung von bis zu 100 Airbus-Flugzeugen aufgeben
24.01.2020 | 07:44:48 (dpa-AFX)
'Wiwo': Ryanair will Bestellung von bis zu 100 Flugzeugen bei Airbus aufgeben
23.01.2020 | 16:06:46 (dpa-AFX)
Lufthansa-Airbus muss wegen Feueralarms über dem Atlantik umkehren
22.01.2020 | 13:52:01 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Airbus auf Rekordhoch - Analysten sehen weiteren Spielraum
21.01.2020 | 21:23:54 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP/Aktie unter Druck: Boeing rechnet mit 737-Max-Flugverbot bis Sommer

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