Idee der Woche / 22.02.2019 | 08:39:02 Werbung

Airbus: auch ohne A380 gut aufgestellt

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Auslieferungsziel 2018 erreicht
  • Wachstumstreiber: Fliegen wird für immer mehr Menschen erschwinglich
  • Anlageidee: Discount-Zertifikat Classic auf Airbus SE
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Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Auslieferungsrekord beflügelt Ergebnis

Mit 800 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen schaffte Airbus im Geschäftsjahr 2018 eine Punktlandung und einen neuen Rekord (2017: 718 Flugzeuge). Dabei schien das Auslieferungsziel im ersten Halbjahr noch in weiter Ferne, denn technische Probleme bei den Lieferanten der Triebwerke für Maschinen der Typen A320neo, A321neo und A330neo führten zu Verzögerungen, die Airbus nur dank eines Schlussspurts im vierten Quartal 2018 wieder aufholen konnte.

Der Auslieferungsrekord machte sich positiv beim Konzernumsatz bemerkbar, der sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 8% von 59,0 auf 63,7 Mrd. Euro erhöhte. Das konsolidierte bereinigte EBIT stieg im gleichen Zeitraum um 83% von rund 3,2 auf 5,8 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand bei Airbus belief sich Ende Dezember 2018 auf 7.577 Flugzeuge. Airbus-Chef Tom Enders, der den Konzern im April 2019 verlässt, sprach mit Blick auf den Auftragsbestand davon, die Produktion noch weiter hochfahren zu wollen. Insgesamt befinde sich Airbus auf einem soliden Wachstumskurs, denn auch das Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft sei gut aufgestellt. Zugleich bereitet sich das neue Management-Team unter dem künftigen CEO Guillaume Faury auf den Führungswechsel vor.

 

Die Perspektive: Wachstumstrend intakt, neue Aufträge winken

Für das laufende Geschäftsjahr plant Airbus die Auslieferung von 880 bis 890 Verkehrsflugzeugen. Das bereinigte EBIT soll um ca. 15% gegenüber 2018 steigen und der Free Cash Flow vor Fusionen und Akquisitionen sowie Kundenfinanzierungen rund 4 Mrd. Euro erreichen (2018: rund 3,0 Mrd. Euro). Der Ausblick für 2019 basiert auf der Erwartung, dass die Weltwirtschaft und der Luftverkehr weiterhin wachsen. Wir sehen den Wachstumstrend in der Luftfahrtbranche als intakt. So wird aufgrund wachsender Mittel- und Oberschichten, insbesondere in Asien, das Fliegen für immer mehr Menschen erschwinglich. Airbus selbst rechnet aufgrund einer anziehenden Nachfrage aus den Schwellenländern für den Zeitraum von 2018 bis 2037 mit einem weltweiten Bedarf an voraussichtlich 37.390 neuen Passagier- und Frachtmaschinen.

Besonders Mittelstreckenjets und mittelgroße Langstreckenjets wie die A320neo-Familie und der A350 sind bei Fluglinien aufgrund ihrer Sparsamkeit gefragt. Kaum mehr gefragt ist dagegen der einstige Prestigeflieger A380. Nach Aussage von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sei ein profitabler Einsatz der A380 nur auf extrem nachgefragten Strecken möglich. Nachdem die australische Fluglinie Qantas die Bestellung für acht Maschinen des Typs A380 stornierte und Hauptkunde Emirates seine Bestellung von 162 auf 123 Maschinen reduzierte, verkündete Tom Enders vergangene Woche, dass Airbus die Produktion des A380 einstellt. Die letzten Maschinen sollen im Jahr 2021 ausgeliefert werden.

Wir beurteilen die Entscheidung zur Einstellung des A380-Programms aus wirtschaftlicher Sicht positiv, denn Airbus wird seine Kapazitäten künftig stärker auf gefragte Modelle wie die A320neo oder den A350 konzentrieren. Zugleich kann sich der Konzern Hoffnungen darauf machen, dass Qantas anstelle des A380 andere Flugzeugtypen bestellt. Emirates hat dies bereits getan und 40 Maschinen des Typs A330 sowie 30 Maschinen des Typs A350 geordert. In der Verteidigungssparte winken neue Bestellungen der Bundeswehr. Um die überalterten Tornados abzulösen, prüft das Verteidigungsministerium derzeit, ob F/A-18-Jets von Boeing oder Eurofighter von Airbus als Ersatz geordert werden. Zwar präferiert die Verteidigungsministerin die Weiterentwicklung des Eurofighter, eine Entscheidung steht aber noch aus. Den Auftrag, 33 ältere Eurofighter-Maschinen der Luftwaffe durch moderne Maschinen zu ersetzen, dürfte Airbus bereits sicher haben.

Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung können unseres Erachtens von einem unkontrollierten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ausgehen. Konzern-Chef Tom Enders zufolge könnte dadurch die Zertifizierung für Tausende Teile wegfallen, die Teil der Wertschöpfungskette der Flugzeuge sind. Dies könnte letztlich zu einem Stillstand der Produktion führen. Um diesem Fall vorzubeugen, zieht das Management die Suche nach Alternativen wie eine Verlagerung der Produktion ernsthaft in Erwägung.

 

Die Anlageidee: Discount-Zertifikat Classic auf Airbus SE

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Discount-Zertifikate mit der Aktie der Airbus SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 28.12.2020 fällig wird (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount (Abschlag) von rund 11% zum Kurs der Aktie der Airbus SE notiert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 120,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Airbus SE an der maßgeblichen Börse Euronext Paris am 18.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 120,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag in Euro, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Zertifikats liegt.

 

Der Anleger erhält während der Laufzeit keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert. Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Airbus SE am 18.12.2020 auf oder über 120,00 Euro liegen wird.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 22.02.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 24)

Discount 120 2020/12: Basiswert Airbus Group

DDV05M / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:56:16, Brief 22.03. 11:56:16
DDV05M // Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:56:16, Brief 22.03. 11:56:16
101,89 EUR
Geld in EUR
101,91 EUR
Brief in EUR
-0,67%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 116,82 EUR
Quelle : Euronext Par , 11:41:16
  • Max Rendite 17,75%
  • Max Rendite in % p.a. 9,66% p.a.
  • Discount in % 12,76%
  • Cap 120,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 2,72%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Airbus Group SE

22.03.2019 | 05:24:11 (dpa-AFX)
Indonesien storniert Bestellung von 49 Boeing 737 Max

JAKARTA (dpa-AFX) - Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda hat eine Milliarden-Bestellung über 49 Passagiermaschine des Typs Boeing <US0970231058> 737 Max rückgängig gemacht. Die Fluglinie begründete dies am Freitag mit verlorenem Vertrauen nach dem Absturz von zwei baugleichen Flugzeugen mit insgesamt mehr als 340 Toten innerhalb der vergangenen sechs Monate. Eine der abgestürzten Maschinen gehörte der indonesischen Billigfluglinie Lion Air, die andere der äthiopischen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines.

Garuda ist die größte Fluggesellschaft des südostasiatischen Landes. Der Wert der jetzt stornierten Bestellung liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro. Bislang hat Garuda nur eine einzige solche Maschine des US-Konzerns Boeing in ihrer Flotte. Vermutet wird, dass das Flugzeug jetzt verkauft oder an Boeing zurückgegeben wird. Der Auftrag über insgesamt 50 Maschinen stammte aus dem Jahr 2014.

Viele Fluggesellschaften weltweit lassen die Boeing 737 Max inzwischen sicherheitshalber am Boden. Die Boeing 737 Max 8 des Konkurrenten Lion Air war am 29. Oktober kurz nach dem Start in Indonesiens Hauptstadt Jakarta ins Meer gestürzt. Alle 189 Insassen kamen ums Leben. Beim Absturz einer baugleichen Maschine in Äthiopien starben in diesem Monat 157 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Vermutet wird, dass in beiden Fällen ähnliche technische Probleme Grund dafür waren./cs/apa/DP/zb

20.03.2019 | 13:23:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Blick auf die Erde beflügelt Geschäft bei Satellitenbauer OHB
20.03.2019 | 11:11:16 (dpa-AFX)
KORREKTUR: Satellitenbauer OHB macht Geschäfte für mehr als eine Milliarde Euro
19.03.2019 | 06:20:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Wehrbeauftragter und US-Botschafter kritisieren Verteidigungsetat
19.03.2019 | 06:16:28 (dpa-AFX)
Streit um Wehretat - Wehrbeauftragter sieht Ministerin in der Pflicht
18.03.2019 | 06:20:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Vereinigung Cockpit wendet sich gegen autonome Flugzeuge
18.03.2019 | 06:13:46 (dpa-AFX)
Neuer Chef der Vereinigung Cockpit gegen autonome Flugzeuge

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