Expertenlounge / 26.07.2017 | 10:41:51 Werbung

Volatilität - größere Kursausschläge nutzen

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die NORMA Group, Spezialist für hochentwickelte Verbindungstechnik, hob am 13. Juli ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2017 an. Die Aktie reagierte deutlich und verzeichnete am Berichtstag ein Plus von mehr als 12%. Solche starken Bewegungen sind zwar nicht die Regel, gleichwohl gehörte der MDAX-Wert in der jüngsten Vergangenheit zu den volatilsten Papieren im Index. Er bietet damit Anlegern Chancen, die von größeren Ausschlägen profitieren wollen und die sich der damit einhergehenden Risiken bewusst sind.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Investmententscheidungen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Jeder Anleger hat dabei hinsichtlich der Kriterien zur Auswahl des Basiswerts und der darauf fußenden Derivate eigene Präferenzen. Folglich passt nicht jeder Basiswert zum eigenen Risikoprofil. Beispielsweise kann ein Investor Werte bevorzugen, die sich rückwirkend betrachtet durch vergleichsweise geringe Schwankungen auszeichnen, also weniger volatil sind als andere. Ein anderer Investor kann dagegen bei seinen Strategien gerade auf der Suche nach Aktien sein, für die größere Bewegungen charakteristisch sind, um an solchen dynamischen Entwicklungen zu partizipieren.

 

Gemessen werden können die zurückliegenden Schwankungen mittels der historischen Volatilität, die als Standardabweichung der Kursveränderungen einer Aktie oder eines anderen Finanzproduktes in einem bestimmten Zeitraum definiert ist. Aus einer solchen statistischen Betrachtung können zwar keine Rückschlüsse über künftige Entwicklungen gezogen werden, gleichwohl hat man einen objektiven Anhaltspunkt, um das Risiko des potenziellen Investments einzuordnen. Vereinfacht gilt dabei: Je höher die historische Volatilität, umso höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit von größeren Ausschlägen. Ermittelt werden kann die historische Volatilität für unterschiedliche Betrachtungszeiträume, beispielsweise 20, 60 oder 250 Handelstage. Damit lässt sich die historische Volatilität in punkto Anlagehorizont für unterschiedliche Strategien bzw. Risikoeinschätzungen einsetzen. Bei der historischen Volatilität handelt es sich aber lediglich um eine Momentaufnahme und die jeweiligen aktuellen Werte ändern sich, abhängig von der Kursentwicklung der Aktie, kontinuierlich. Naturgemäß kommt es dabei in kürzeren Betrachtungszeiträumen zu stärkeren Veränderungen als in längeren Betrachtungszeiträumen.

 

Zu den volatilsten Werten (Top 5) im MDAX gehörte in den zurückliegenden 20 und 60 Handelstagen die Aktie der NORMA Group. Das Unternehmen hatte am 13. Juli seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2017 angehoben. Es geht nun von einem organischen Wachstum, also ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, von etwa 4% bis 7% aus. Bislang hatte der Vorstand ein moderates Plus von rund 1% bis 3% in Aussicht gestellt. Gleichzeitig bestätigte das Management die Prognose für die Marge auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA). Es geht damit, wie in den Vorjahren, weiterhin von einem Wert von mehr als 17% aus. 2016 hatte die NORMA Group bei einem bereinigten Umsatzwachstum von 0,9% auf 894,9 Mio. Euro eine bereinigte EBITA-Marge von 17,6% erzielt. Daraus resultierte ein bereinigtes Nachsteuerergebnis von 94,6 Mio. Euro, das um 6,6% höher war als im Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Aktie (EPS) hatte sich von 2,78 auf 2,96 Euro verbessert. Die Aktionäre durften daher über eine erneute Anhebung der Dividende abstimmen. Auf der Hauptversammlung im Mai befürworteten sie die Erhöhung von 0,90 auf 0,95 Euro je Aktie. Seit dem Börsengang 2011 hatte das Unternehmen damit kontinuierlich und somit zum fünften Mal hintereinander die Dividende erhöht und damit an seiner Ausschüttungsquote von 30% bis 35% am bereinigten Nachsteuerergebnis festgehalten.

 

Als Grund für die jüngste Anhebung der Umsatzprognose nannte das Unternehmen neben der positiven Erwartungshaltung für das zweite Halbjahr die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal. Nach vorläufigen Berechnungen hatten die Erlöse in der Periode April bis Juni organisch um 4,9% auf etwa 263 Mio. Euro zugelegt. Damit summierten sich die Einnahmen im ersten Halbjahr auf 518 Mio. Euro (+4,8%). Angaben zu den Erträgen hatte die NORMA Group noch nicht gemacht. Wir sind aber zuversichtlich, dass die für den 9. August angesetzte Veröffentlichung des Halbjahresberichtes auch bei den Gewinnen eine positive Entwicklung offenbart. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, trotz vergleichsweise geringer organischer Wachstumsraten beim Umsatz sehr solide Margen zu erzielen. Wir sehen derzeit keinen Grund, warum sich dies im zweiten Quartal geändert haben sollte. Und auch mittel- bis langfristig sind wir bezüglich der geschäftlichen Perspektiven des Unternehmens weiterhin zuversichtlich gestimmt.

 

Die NORMA Group ist Spezialist für hochentwickelte Verbindungstechnik und bietet in diesem Betätigungsfeld ein breites Sortiment an Lösungen und Technologien, das sich in die drei Produktkategorien Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme einteilen lässt. Zum Einsatz kommen die mehr als 35.000 verschiedenen Produkte, die die Firma an Kunden in mehr als 100 Ländern verkauft, in Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen, im Wassermanagement sowie in Produktionsanlagen der Pharmaindustrie und Biotechnologie. Der deutsche Konzern sollte unserer Ansicht nach künftig weiterhin von globalen Megatrends profitieren, wie dem Trend zur Emissionsreduktion. Insbesondere in den strengeren Abgasvorschriften sehen wir mittelfristig einen weiteren Wachstumstreiber. Eine zusätzliche Wachstumschance bietet sich beim Thema Hybridfahrzeuge.

 

Um sein Sortiment auszubauen und die Marktposition zu festigen, dürfte der Konzern zudem weitere Akquisitionen tätigen. Im Juli hatte er die Übernahme von 80% der Anteile an der chinesischen Firma Fengfan Fastener abgeschlossen, die Verbindungsprodukte aus Edelstahl und Kunststoff sowie Spezialtextilien herstellt. Der Zukauf reiht sich in die konsequent verfolgten internationalen Expansionsaktivitäten der vergangenen Jahre ein. Mit den Übernahmen erweitert der Konzern im Produktportfolio sowie regional hinsichtlich seiner Fertigung bzw. seiner Endmärkte seine ohnehin breite Diversifizierung, was die Grundlage für eine stabile Geschäftsentwicklung ist. Als einen weiteren Pluspunkt sehen wir die nachhaltig hohe Profitabilität sowie den stabilen operativen Cashflow.
Zu den Risiken gehören aufgrund der fortschreitenden Internationalisierungsstrategie und des inzwischen erreichten Auslandsanteils von 78,8% am Konzernumsatz mögliche negative Wechselkurseffekte. Zwar setzt die Gesellschaft Absicherungsinstrumente ein. Zudem ist die Gesellschaft in den eigenen wichtigsten Fremdwährungsländern operativ tätig, sodass dort Währungsreserven vorliegen, wodurch kurzfristige Währungsschwankungen durch eine entsprechende Steuerung abgefangen werden können. Gleichwohl bietet eine zunehmende Volatilität vieler Hauptwährungen entsprechende Fremdwährungsrisiken.

 

Aufwärtstrend vor Fortsetzung?

Charttechnisch betrachtet sahen wir bei der Aktie der NORMA Group seit April 2015 eine breit angelegte Konsolidierung mit am Ende korrektivem Charakter. Das Tief wurde dabei im November 2016 mit 35,20 Euro markiert. Dann bildete sich eine Aufwärtsbewegung, die im Mai bei 50,78 Euro zunächst endete. Der Kurs war damit im oberen Bereich der eingangs erwähnten breiten Konsolidierung angekommen. Kurz vor Erreichen des Widerstands bei 50,91 Euro (Zwischenhoch von Mai 2015) setzte dann Verkaufsdruck ein und es kam zu einer Verschnaufpause. Mit dem dynamischen Aufwärtsimpuls im Zuge der erfolgten Anhebung der Umsatzprognose im Juli wurde dieser Rücksetzer jedoch mehr als ausgeglichen. Der Kurs sprang zudem über die Widerstände bei 50,91 Euro, 51,91 Euro (Zwischenhoch von April 2015) und 53,30 Euro (bisheriges Rekordhoch von Dezember 2015), wodurch auch die übergeordnete Korrektur wieder ausgeglichen wurde und das Papier neue Rekorde markierte. Es erfolgte zudem der Versuch, die breite Konsolidierung nach oben aufzulösen.

 

Bislang kam es allerdings noch nicht zu einem nachhaltigen Ausbruch. Nach dem dynamischen Aufwärtsimpuls zeigte die Aktie eine kleine Korrektur und bewegte sich zuletzt im Bereich zwischen 51,91 und 53,30 Euro. Wir sehen darin eine normale Entwicklung und trauen dem Papier ausgehend von dem aktuellen Niveau eine Fortsetzung des nach wie vor intakten mittelfristigen Aufwärtstrends seit November 2016 zu. Entsprechend können Anleger, die sich der Risiken der vergleichsweise volatilen Aktie der NORMA Group bewusst sind, auf steigende Notierungen setzen. Mittel- bis langfristige Kursziele sehen wir bei den Marken von 60,22 und 64,49 Euro, die aus den Fibonacci-Extensions 138,2% und 161,8% der Abwärtsbewegung von Dezember 2015 bis November 2016 abgeleitet werden können. Einen Stop-Loss erachten wir knapp unter der Marke von 50,09 Euro als sinnvoll. Er resultiert aus dem 50%-Retracement des jüngsten dynamischen Aufwärtsimpulses, ausgehend vom Zwischentief bei 45,20 Euro.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf NORMA Group die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Index gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 44,529 EUR) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 26.07.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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(Bewertungen: 7)

Endlos Turbo Long 44,892 open end: Basiswert Norma Group

DD036C / DE000DD036C3 //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.11. 24.11., Brief 24.11. 24.11.
DD036C DE000DD036C3 // Quelle: DZ BANK: Geld 24.11. 24.11., Brief 24.11. 24.11.
0,99
Geld in EUR
1,03
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 54,62 EUR
Quelle: Xetra, 24.11.
  • Basispreis 44,892 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 17,81%
  • Knock-Out-Barriere 44,892 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 17,81%
  • Hebel 5,32x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Norma Group AG

24.11.2017 | 10:25:54 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)

NORMA Group SE: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

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DGAP Stimmrechtsmitteilung: NORMA Group SE

NORMA Group SE: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der

europaweiten Verbreitung

24.11.2017 / 10:25

Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung übermittelt durch DGAP - ein

Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

NORMA Group SE

Edisonstr. 4

63477 Maintal

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Registrierter Sitz und Staat:

Allianz Global Investors Fund SICAV Senningerberg

Luxemburg

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

16.11.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Anteil Summe Anteile Gesamtzahl

Stimmrechte Instrumente (Summe 7.a. + Stimmrechte des

(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.) Emittenten

7.b.2.)

neu 3,04 % 0,00 % 3,04 % 31.862.400

letzte N/A % N/A % N/A % /

Mittei-

lung

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %

direkt zugerechnet direkt zugerechnet

(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)

DE000A1H8BV3 969.853 0 3,04 % 0,00 %

Summe 969.853 3,04 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Fälligkeit / Ausübungszeitraum Stimmrechte Stimmrech-

Instruments Verfall / Laufzeit absolut te in %

%

Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Fällig- Ausübungs- Barausgleich oder Stimm- Stimm-

Instru- keit / zeitraum / physische rechte rechte

ments Verfall Laufzeit Abwicklung absolut in %

%

Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht

Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten

Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der

obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden

Unternehmen:

Unternehmen Stimmrechte in Instrumente in %, Summe in %, wenn

%, wenn 3% oder wenn 5% oder höher 5% oder höher

höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:

Gesamtstimmrechtsanteil nach der % (entspricht

Hauptversammlung: Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

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24.11.2017 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: NORMA Group SE

Edisonstr. 4

63477 Maintal

Deutschland

Internet: www.normagroup.com

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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632449 24.11.2017

°

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