Expertenlounge / 08.03.2017 | 08:50:10 Werbung

NASDAQ-100 – Mehr als nur Hightech

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Apple, Microsoft oder die Google-Mutter Alphabet - wer kennt sie nicht, die großen, international tätigen Hightech-Konzerne. Die namhaften Branchenprimusse gehören zu den Mitgliedern des NASDAQ-100, der aus der Historie gewachsen als Technologieindex bezeichnet wird und daher als wichtigster Gradmesser für die Branche gilt. Das Kursbarometer hat jedoch weitaus mehr zu bieten. In den vergangenen Jahren hat sich das Kräfteverhältnis bei den Branchen geändert. Der Performance hat dies aber nicht geschadet. Zuletzt konsolidierte der Index etwas, nachdem er zuvor im Rally-Modus war und von einem Rekord zum nächsten jagte.

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Das Platzen der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende hatte zwar tiefe Scharten im Kursverlauf hinterlassen, dennoch hat sich der NASDAQ-100 in den vergangenen Jahren regelmäßig besser entwickelt als der S&P 500. Im Zeitraum von 2001 bis 2016 erzielte der Technologieindex in 10 von 15 Fällen eine bessere Jahresperformance. Seit 2009 liegt die Quote bei 7 von 8. Dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen ist, bewies das vergangene Jahr. Mit einem Plus von 5,9% entwickelte sich der NASDAQ-100 zwar solide, unter den US-Indizes verzeichnete er damit jedoch die schwächste Performance. Anders verhält es sich im bisherigen Jahresverlauf 2017. Seit Jahresbeginn ist das Kursbarometer im Rally-Modus und führt mit einem Zuwachs von bis dato mehr als 10% die Rangliste an.

 

IT-Sektor wiegt am schwersten

Bei den Investoren standen die Technologiewerte somit offenbar hoch im Kurs, darunter auch Schwergewichte wie Apple oder Microsoft. Aber auch andere Vertreter der Branche entwickelten sich positiv. Gleichwohl spielt die Technologie in dem Technologieindex nicht mehr eine ganz so große Rolle wie noch vor einiger Zeit. Zwar ist der Index noch immer stark geprägt von Firmen aus diesem Bereich, insbesondere aus dem IT-Sektor. Gewicht und Anzahl der entsprechenden Branchenvertreter haben sich in den vergangenen Jahren jedoch verringert. Waren im Jahr 2001 noch 60 Firmen aus dem Technologiesektor für rund 67% der Marktkapitalisierung des NASDAQ-100 verantwortlich, sind heute 39 Unternehmen aus den Bereichen Computer, Software und Ähnlichem enthalten und bringen zusammen rund 57% auf die Waagschale.

 

Mehr als Technologie

Die breitere Diversifizierung resultiert aus dem Umstand, dass sowohl Gesellschaften mit relativ neuen als auch mit klassischen Geschäftsmodellen den Aufstieg in den Index schafften, nachdem sie sich getrieben vom geschäftlichen Erfolg bzw. vielversprechenden Perspektiven bei den Anlegern einer großen Beliebtheit erfreuten. Das manifestierte sich wiederum in einer steigenden Marktkapitalisierung. Typische Beispiele sind der Internet-TV-Anbieter Netflix, das soziale Netzwerk Facebook oder auch der weltweit größte Onlinehändler amazon.com, der nach Apple und Microsoft anteilsmäßig der drittgrößte Wert im Index ist. Ferner gehören andere Einzelhändler, Pharma- und Biotechwerte sowie Vertreter aus weiteren klassischen Branchen zu den Indexmitgliedern, darunter Nahrungsmittelhersteller, Konsumgüterproduzenten oder die Elektroautoschmiede Tesla Motors. Keinen Zutritt zum Index haben dagegen Finanzwerte oder Investmentgesellschaften.

 

Nicht nur US-Werte

Insgesamt bildet der NASDAQ-100 die Aktien der gemessen an der Marktkapitalisierung größten und gemessen an der Handelsaktivität liquidesten 100 Unternehmen ab, die am NASDAQ Stock Market gelistet sind. Weil manche Firmen mehrere Aktiengattungen haben, wie beispielsweise die Google-Mutter Alphabet, enthält das Kursbarometer derzeit insgesamt 107 verschiedene Aktien und ADRs. Die Indexmitglieder stammen dabei nicht alle aus den USA. Mit Vodafone, Shire, Liberty Global, NetEase, JD.com, Ctrip.com International und Norwegian Cruise Line Holdings sind sieben britische Firmen vertreten. Ihren Firmensitz im Ausland haben ferner Seagate Technology (Irland), Mylan (Niederlande), Broadcom (Singapur) und Baidu (China). Damit ist der Index kein reiner US-Index. Die Berechnung des Kursbarometers erfolgt als Kurs-, Performance- und Net-Return-Index, wobei in der Regel der Kursindex als Basiswert für Derivate genutzt wird.

 

Antizyklisch auf ausgedehnte Korrektur setzen

Charttechnisch betrachtet zeigt der NASDAQ-100 einen intakten mehrjährigen Aufwärtstrend. Innerhalb dieser langfristigen Bewegung bildet sich nach der Konsolidierungsphase von August bis Anfang Dezember 2016, in der das Kursbarometer um das alte Allzeithoch von März 2000 (4.816 Punkte) pendelte, ein sehr dynamischer Aufwärtsimpuls. Dieser führte den Index in den vergangenen Wochen von einem Rekord zum nächsten. Bisheriger Höhepunkt war das am 1. März markierte Allzeithoch bei 5.398 Punkten. Davon ist der Kurs zuletzt etwas zurückgekommen.

 

Nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Wochen sehen wir aktuell mehrere Hinweise auf eine mögliche Korrektur. So bildete der RSI, der seit dem 7. Februar über 70 Punkten und damit im überkauften Bereich notierte, zuletzt eine bearische Divergenz aus. Jüngst wurde die 70-Punkte-Marke von oben nach unten geschnitten und damit ein Verkaufssignal generiert. Ebenfalls eine bearische Divergenz zeigte zuletzt der MACD, der Anfang März zudem seine Signallinie von oben nach unten schnitt und somit gleichfalls ein Verkaufssignal setzte.

 

Ein erstes Kursziel unserer antizyklischen, bearischen Einschätzung liegt im Bereich von 5.304 Punkten, das auf dem „kleinen“ Zwischentief vom 24. Februar 2017 fußt. Knapp darunter, bei 5.299 Zählern befindet sich außerdem das mittlere Bollinger-Band. Wird dieses vom Index unterschritten, kann sich die Korrektur unserer Ansicht nach bis in den Bereich von 5.172 bis 5.165 Punkten ausdehnen. Dieses potenzielle Unterstützungsniveau basiert auf dem Zwischenhoch von Januar 2017 sowie dem unteren Bollinger-Band.
Obsolet wird unsere antizyklische Erwartungshaltung, wenn der NASDAQ-100 sein bisheriges Allzeithoch nachhaltig überwindet. Entsprechend erachten wir einen Stop-Loss im Bereich der Marke von 5.500 Punkten für sinnvoll.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Short auf den NASDAQ-100 die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Index gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 6.319,69 Punkten) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 07.03.2017, Emittentin: DZ BANK.

DZ BANK, Online-Vertrieb

 

> Zum Archiv

  •  
  •  
  •  
  •  
(0 Bewertungen)

Endlos Turbo Short 6.260,14 open end: Basiswert NASDAQ 100

DGK6L7 / DE000DGK6L70 // Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 21.07., Brief 21.07. 21.07.
3,01
Geld in EUR
3,02
Brief in EUR
0,67%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 5.921,52 PKT
Quelle: NASDAQ GIDS, 21.07.
  • Basispreis 6.260,14 PKT
  • Abstand zum Basispreis in % 5,72%
  • Knock-Out-Barriere 6.260,14 PKT
  • Abstand zum Knock-Out in % 5,72%
  • Hebel 16,78x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,01
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / NASDAQ 100

21.07.2017 | 22:28:27 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordjagd unterbrochen - GE auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab um 0,04 Prozent auf 2472,54 Punkte nach. Der Nasdaq 100 stieg dank eines Schlussspurts noch minimal um 0,01 Prozent auf 5921,53 Punkte. Damit konnte sich der Index hauchdünn den elften Tag mit Gewinnen hintereinander sichern.

Schwächer zeigte sich der Dow Jones Industrial <US2605661048>, der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,15 Prozent auf 21 580,07 Punkte. Im Wochenvergleich hat der Dow damit 0,27 Prozent verloren.

MICROSOFT IM MINUS

Börsianern zufolge drückten enttäuschende Geschäftszahlen von einigen US-Unternehmen auf die Stimmung. Dazu zählte vor allem ein Gewinneinbruch bei General Electric <US3696041033> im zweiten Quartal. Der Siemens-Rivale rechnet nun damit, dass der Gewinn im Gesamtjahr eher das untere Ende der bisher angepeilten Spanne erreichen wird. Die Papiere des Industriekonzerns rutschten am Dow-Ende um fast drei Prozent ab.

Schwäche zeigten im Dow auch die Aktien von Microsoft <US5949181045>, die zuletzt um gut ein halbes Prozent fielen, obwohl der Software-Riese mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatte. Laut Analyst Mark Murphy von JPMorgan blieb der Ausblick auf 2018 bei der Marge aber etwas hinter den Erwartungen zurück.

VISA AN DOW-SPITZE

Die Aktien der Online-Handelsplattform Ebay <US2786421030> sackten nach durchwachsenen Resultaten an der Nasdaq um eineinhalb Prozent ab. Auch hier machten sich ein Gewinneinbruch wegen einer Steuer-Sonderbelastung und ein enttäuschend aufgenommener Ausblick negativ bemerkbar.

Mit Abstand größter Gewinner und somit eine positive Ausnahme waren im Dow die Visa-Aktien <US92826C8394>, die um eineinhalb Prozent anzogen. Der Kreditkartenkonzern hatte seinen guten Lauf im vergangenen Quartal fortgesetzt. Auch die am Vortag noch schwachen Aktien von American Express <US0258161092> verspürten davon Rückenwind: sie stiegen um 0,3 Prozent.

Der Eurokurs <EU0009652759> lag zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1666 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1642 (Donnerstag: 1,1485) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8707) Euro. Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Papiere um 7/32 Punkte auf 101 7/32 Punkte und rentierten mit 2,234 Prozent./he/tih/he

21.07.2017 | 22:21:43 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Rekordjagd unterbrochen - General Electric auf Talfahrt
21.07.2017 | 20:05:19 (dpa-AFX)
Aktien New York: Rekordjagd vorerst unterbrochen - GE-Aktien im Dow auf Talfahrt
21.07.2017 | 16:39:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordjagd - GE auf Talfahrt
21.07.2017 | 16:15:14 (dpa-AFX)
Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordjagd - Zahlen belasten
21.07.2017 | 14:50:48 (dpa-AFX)
Aktien New York Ausblick: Zurückhaltung nach Rekordjagd - Zahlen belasten
20.07.2017 | 22:31:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Kaum verändert - Rekorde bei S&P und Nasdaq

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.