Expertenlounge / 17.05.2017 | 11:08:17 Werbung

Marktführer bevorzugt - Anheuser-Busch InBev beim Bier die Nr. 1

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Mit dem vergangenen warmen Wochenende ist nun die Biergartensaison eröffnet. Hochkonjunktur für Brauereien wie Anheuser-Busch InBev. Der internationale Konzern ist dank geschickter Übernahmen und Fusionen die weltweite Nr. 1 unter den Brauereien.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Das beliebteste Bier der Deutschen ist das Pils. Davon hat auch der weltweit größte Bierbrauer Anheuser-Busch InBev diverse Marken im Sortiment. Mit Beck’s und Hasseröder finden sich gleich zwei Marken des Konzerns unter den Top Ten der meistverkauften Biere in Deutschland. Weitere hierzulande bekannte Marken des in Belgien firmierenden Konzerns sind unter anderem Franziskaner Weissbier, Diebels und Löwenbräu. Im deutschen Biermarkt rangiert Anheuser-Busch InBev gemessen an den Absatzzahlen auf dem zweiten Platz. Deutschland zählt zudem zu den Top-Märkten des Unternehmens. Mit rund 2% des im vergangenen Geschäftsjahr weltweit abgesetzten eigenen Biervolumens von 433,9 Mio. Hektolitern entfällt aber nur ein kleiner Teil auf die hiesigen Gefilde. Denn Anheuser-Busch InBev ist regional sehr breit aufgestellt. Seine mehr als 500 Biermarken verkauft der Konzern in mehr als 150 Ländern. Die USA und Brasilien gehören dabei zu den größten Absatzmärkten.

 

Durch Übernahmen und Fusionen zum Weltmarktführer

Die aktuelle Größe des Konzerns und seine Führungsposition auf dem Weltmarkt kommen nicht von ungefähr. Der Konzern ging 2008 aus der Übernahme der amerikanischen Brauerei Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe hervor und ist in den vergangenen Jahren sehr stark durch Fusionen und Zukäufe gewachsen. Zuletzt verstärkte sich das Unternehmen durch die im Oktober 2015 angekündigte und ein Jahr später vollzogene Übernahme des Konkurrenten SABMiller. Damit verbreiterte der Konzern seine weltweite Präsenz, insbesondere in Afrika, Indien und Australien. Aber auch das Portfolio wurde damit sowohl geografisch als auch mit seiner Produktvielfalt noch breiter diversifiziert. Das große Sortiment sowie die regional breite Streuung erachten wir als klaren Pluspunkt, um mögliche Absatzschwankungen in den unterschiedlichen Märkten auszugleichen und sehen darin eine gute Basis für eine langfristig weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Insbesondere der Ausbau der Aktivitäten in Afrika gilt als wichtiger Eckpfeiler für künftiges Wachstum.

 

Starkes Markenportfolio

Bei der Expansion ist das starke Markenportfolio von Vorteil. Zu den globalen Premium-Marken des Konzerns gehören neben Beck's vor allem Stella Artois, Corona und die US-Marke Budweiser (Bud). Mit einigen seiner Produkte belegt das Unternehmen dabei in 19 Schlüsselmärkten die Marktpositionen 1 oder 2. Eine starke Marktposition und starke Marken bieten einem Unternehmen größeren Spielraum bei der Preisgestaltung. Viele Verbraucher sind bereit, für Markenprodukte mehr Geld auszugeben. Außerdem zeichnen sich starke Marken durch eine hohe Kundenbindung aus, d.h. Verbraucher greifen immer wieder gerne auf bekannte und bewährte Produkte zurück. Darüber hinaus erleichtern starke, global bekannte Marken die Erschließung neuer Märkte.

 

Die Marktführerschaft von Anheuser-Busch InBev sowie die inzwischen erreichte Konzerngröße spiegeln sich auch in der Börsenkapitalisierung von derzeit 183,2 Mrd. Euro wider. Die Aktie ist daher in „großen“ Blue-Chip- und Branchenindizes enthalten, wie dem belgischen Leitindex BEL 20, dem EURO STOXX 50, dem MSCI World und dem STOXX Europe 600 Food & Beverage. In Letzterem ist sie der drittschwerste Wert. Durch die hohe Marktkanalisierung steht die Aktie auch bei vielen Analysten und Investoren im Fokus.

 

Synergien heben

Durch die Übernahme des direkten Wettbewerbers SABMiller, der derzeit mit Hochdruck in den Konzern integriert wird und erste Fortschritte zeigt, sollen Synergien erzielt werden. Die Prognosen für die erwarteten langfristigen Einsparungen aus dem Zusammenschluss wurden dabei zuletzt von 2,45 auf 2,8 Mrd. US-Dollar erhöht. Davon wurden im ersten Quartal 2017 bereits 252 Mio. US-Dollar gehoben. Und auch die operativen Geschäfte zum Jahresauftakt liefen gut. Anheuser-Busch InBev verzeichnete ein organisches Umsatzplus von 3,7% auf 12,92 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,8% auf 4,81 Mrd. US-Dollar. Der Nachsteuerprofit summierte sich auf 1,77 Mrd. US-Dollar, nach 419 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte daher von 0,08 auf 0,71 US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erhöhte sich das Nachsteuerergebnis von 0,84 auf 1,46 Mrd. US-Dollar. Daraus resultierte ein von 0,51 auf 0,74 US-Dollar gestiegener Gewinn je Aktie.

 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit weiteren Herausforderungen in einigen der Schlüsselmärkte, geht jedoch konzernweit von einem beschleunigten Umsatzwachstum aus. Dazu beitragen sollen solide Zuwächse bei den globalen Kernmarken. Während der Konzern aus unserer Sicht langfristig vom zunehmenden Trend zu Premium-Marken und der geografischen Expansion profitieren sollte, stellen kurz- bis mittelfristig die schleppende Erholung im wichtigen Markt Brasilien und der hohe Verschuldungsgrad Belastungsfaktoren dar.

 

Gelingt der Sprung über das 61,8%-Fibonacci-Retracement?

Charttechnisch betrachtet sehen wir bei der Aktie von Anheuser-Busch InBev seit dem Tief vom November 2008 (9,96 Euro) einen intakten langfristigen Aufwärtstrend, dessen Höhepunkt - gleichzeitig das bisherige Allzeithoch - im November 2015 bei 123,85 Euro markiert wurde. Der Rekordkurs wurde zeitlich in etwa in der Mitte einer breit angelegten Konsolidierung erreicht, die im April 2015 begonnen hat. Die Spanne, in der die Aktie dabei pendelte, reichte von 89,04 bis 123,85 Euro. Innerhalb dieser Bewegung bildete sich dabei ausgehend von dem im September 2016 bei 120,55 Euro markierten Zwischenhoch ein dynamischer Abwärtsimpuls, im Zuge dessen der Kurs bis Anfang Dezember 2016 auf 92,20 Euro gedrückt wurde.

 

Seither sehen wir eine Gegenbewegung. Zuletzt wurde dabei begleitet von einem steigenden Umsatzvolumen das 50%-Retracement der im Schlussquartal 2016 verzeichneten Korrektur überwunden sowie das 61,8%-Fibonacci-Retracement erreicht. Gelingt der Anstieg über das 61,8%-Fibonacci-Retracement (109,72 Euro), werten wir dies als weiteres Long-Signal. Die nächsten Etappenziele sehen wir dann bei 120,55 Euro und 123,85 Euro. Um das Szenario einer Fortsetzung der Erholung nicht zu gefährden, sollte die Aktie nicht mehr nachhaltig unter den Unterstützungsbereich bei 105,15/104,66 Euro zurückfallen. Long-Positionen sollten spätestens bei einem Rückfall unter 101,40/101,15 Euro geschlossen werden.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf Anheuser-Busch InBev die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 94,541 Euro) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 17.05.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 94,931 open end: Basiswert Anheuser-Busch InBev

DGV0NJ / DE000DGV0NJ6 // Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 21.07., Brief 21.07. 21.07.
0,44
Geld in EUR
0,48
Brief in EUR
-8,33%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 98,50 EUR
Quelle: N Euxt CMI, 21.07.
  • Basispreis 94,931 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 3,62%
  • Knock-Out-Barriere 94,931 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 3,62%
  • Hebel 20,69x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

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