Währungs-Trading / 11.07.2018 | 11:04:30 Werbung

EUR/USD: Rekordhoch feiert Zehnjähriges

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Handelsstreit drückt Stimmung in der Industrie
  • USA sind größter Abnehmer von EU-Waren
  • Anlageidee: Mini-Future Short auf den EUR/USD
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Das Expertenwissen: chronisches US-Handelsdefizit

In den vergangenen Wochen haben sich die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, aber auch zwischen den USA und dem Euroraum verschärft. Im gleichen Zuge nahmen die Sorgen vor einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Konjunktur zu, sollte der Konflikt weiter eskalieren. Diese Befürchtungen spiegeln sich in einigen Frühindikatoren wider. Beispielsweise hatten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juni merklich von -8,2 auf -16,1 Punkte verringert. Das war der schlechteste Wert seit September 2012.

 

Auch in der Eurozone hat sich die Stimmung in der Industrie deutlich eingetrübt. Der IHS Markit Einkaufsmanagerindex für die Industrie markierte im Juni ein 18-Monatstief. Bereits seit dem Jahreswechsel hat sich das Wachstum der Industrie kontinuierlich abgeschwächt, was auf die verringerten Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang zurückzuführen war. „Am besorgniserregendsten“ bewerteten die Markit-Analysten jedoch die starke Abschwächung des Exportneugeschäfts seit Jahresbeginn und befürchten zudem, dass sich diese Entwicklung fortsetzen könnte. Die befragten Unternehmen zeigen sich demnach zunehmend besorgt über die Auswirkungen von Zöllen und Handelskrieg.

 

Ursache der neuen Bestrebungen der USA nach einem stärkeren Protektionismus ist das chronische Defizit in der US-Handelsbilanz. 2017 hatten die USA Waren im Umfang von 807,5 Mrd. US-Dollar mehr eingeführt als exportiert. Die größte Lücke (375,6 Mrd. US-Dollar) gab es dabei mit dem Handelspartner China. Das Defizit mit der EU lag bei 151,4 Mrd. US-Dollar. Den Bärenanteil daran hat Deutschland mit fast 64 Mrd. US-Dollar.

 

Für die EU sind die Vereinigten Staaten der größte Handelspartner bei den Exporten und der zweitgrößte bei den Importen. 2017 lieferte die EU Waren im Umfang von 375,5 Mrd. Euro in die USA. Gemessen an den gesamten EU-Exporten von etwa 1.879 Mrd. Euro entspricht dies einem Anteil von 20%. Zweitgrößter Handelspartner in Sachen Exporten ist China mit einem Anteil von etwa 11%. Die Importe aus den USA summierten sich auf 255,5 Mrd. Euro und damit auf knapp 14% aller EU-Einfuhren. Einen größeren Anteil hat nur China mit mehr als 20%.

 

Im internationalen Handel eine wichtige Rolle spielen die Wechselkurse, also die Preise, zu denen zwei Währungen ausgetauscht werden. Vereinfacht ausgedrückt gilt dabei: Für den Exporteur bietet eine Schwäche der eigenen Währung einen Wettbewerbsvorteil, weil dadurch die ausgeführten Produkte relativ günstiger sind. Bei der Betrachtung der geschäftlichen Perspektiven der Unternehmen in der EU, die stark von ihren Exporten abhängen, werden daher naturgemäß die Entwicklungen auf den Devisenmärkten berücksichtigt. Hierzulande einen besonders großen Stellenwert hat der Wechselkurs Euro/US-Dollar, da die USA der zweitgrößte Handelspartner außerhalb der Eurozone sind.

 

Die Lage: langfristig intakter Abwärtstrend

Vor fast genau zehn Jahren, im Juli 2008, markierte der Euro gegenüber dem US-Dollar mit mehr als 1,60 US-Dollar seinen bisherigen Rekord. Seither hat sich im übergeordneten Bild ein langfristiger Abwärtstrend gebildet. Der Tiefpunkt wurde im Januar 2017 mit weniger als 1,04 US-Dollar erreicht. Ausgehend von diesem Mehrjahrestief, es war das niedrigste Niveau seit Januar 2003, bildete sich ein dynamischer Anstieg, der den Euro bis in den Februar dieses Jahres hinein auf mehr als 1,25 US-Dollar und damit in die Nähe der langfristigen Abwärtstrendlinie führte, die aus der Verbindung des Allzeithochs sowie des Zwischenhochs von Mai 2014 resultiert. Die Abwärtstrendlinie erwies sich einmal mehr als Widerstand, woraufhin der Euro einen weiteren Abwärtsimpuls startete. Im Zuge des Abwärtsimpulses fiel der Euro im Mai dieses Jahres unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung von Januar 2017 bis Februar 2018 und erreichte damit gleichzeitig die massive Unterstützung im Bereich von 1,1555 US-Dollar.

 

Die Perspektive: Gegenbewegung bietet Trading-Chance

Wir gehen davon aus, dass das Währungspaar EUR/USD im Zuge der seit Ende Mai laufenden Konsolidierung noch eine Gegenbewegung bis in die Region von 1,20 US-Dollar ausbilden könnte. Hier befinden sich das 50%-Retracement (1,2033 US-Dollar) des aktuellen Korrekturimpulses sowie der 200-Tage-EMA bei 1,1983 US-Dollar. Beides zusammen erachten wir als markanten Widerstandsbereich, an dem der Euro seine vorangegangene Abwärtsbewegung gegenüber dem US-Dollar wieder aufnehmen sollte. Vor dem Hintergrund des im übergeordneten Bild langfristig intakten Abwärtstrends könnte der Bereich um 1,20 US-Dollar somit eine interessante Gelegenheit für einen Short-Einstieg bieten, um trendfolgend an einem weiteren Rückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar zu partizipieren. Das erste Kursziel bildet u.E. dann der Bereich um 1,15 US-Dollar. Ein Stop-Loss bietet sich in diesem Szenario knapp über der Marke von 1,216 US-Dollar an.
 

Sollte der Euro bereits an dem Widerstandsbereich um 1,18 US-Dollar nach unten abprallen und anschließend unter 1,15/1,1448 US-Dollar zurückfallen, ist mit einer unmittelbaren Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends in Richtung 1,1187 US-Dollar zu rechnen.

 

Die Anlageidee: Mini-Future Short auf EUR/USD

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Short auf den Basiswert EUR/USD die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Währungspaares gehebelt nach. Auf den Basiswert EUR/USD stehen Anlegern verschiedene Mini-Future Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Short mit einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 1,2202 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es zu hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Mini-Future: Im Gegensatz zu Turbos sind bei Mini-Futures Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch. Berührt der Kurs des Basiswerts die im Voraus definierte Knock-Out-Barriere, kann die Emittentin nach billigem Ermessen den Mini-Future fällig stellen und innerhalb einer Bewertungsfrist einen noch vorhandenen Restbetrag errechnen und dem Zertifikateinhaber auszahlen. Dadurch kann ein Totalverlust vermieden werden. Trotz dieser „Stop-Loss“-Einrichtung kann es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen.

 

Stand: 11.07.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
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Der bezüglich des öffentlichen Angebots von der DZ BANK erstellte Basisprospekt wird zusammen mit den zugehörigen Endgültigen Bedingungen
sowie etwaigen Nachträgen zum Basisprospekt im Internet unter www.dzbank-derivate.de veröffentlicht. Kopien der vorgenannten
Unterlagen in gedruckter Form sind außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt
am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

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> Mehr Expertenwissen

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(Bewertungen: 11)

Mini-Future Short 1,2202 open end: Basiswert EUR/USD

DD7NEJ / //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.11. 15:36:33, Brief 21.11. 15:36:33
DD7NEJ // Quelle: DZ BANK: Geld 21.11. 15:36:33, Brief 21.11. 15:36:33
7,88 EUR
Geld in EUR
7,89 EUR
Brief in EUR
-4,02%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 1,14032 USD
Quelle : FX and PM, 15:36:56
  • Basispreis 1,2302 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 7,88%
  • Knock-Out-Barriere 1,2202 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 7,01%
  • Hebel 12,67x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 100,00

News / EUR/USD

21.11.2018 | 13:22:16 (dpa-AFX)
Devisen: Euro legt etwas zu - EU-Entscheidung zu Italien belastet nicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Mittwoch um die Marke von 1,14 US-Dollar bewegt. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1402 Dollar. Das war etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1421 Dollar festgesetzt.

Erneut dominierte die italienische Haushaltspolitik das Geschehen. Berichte laut denen Italiens Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini im gewissen Umfang bereit ist, Änderungen am umstrittenen Entwurf für den Haushalt zu erwägen, haben den Euro etwas gestützt. Vertreter der Regierungsparteien betonten jedoch, dass die gesamte Regierung hinter dem Haushaltsplan stehe. Auch die Renditen italienischer Staatsanleihen gingen merklich zurück.

Die Entscheidung der EU-Kommission den italienischen Budgetplänen für das kommende Jahr eine Absage zu erteilen, belastete den Euro nicht. Die Entscheidung war erwartet worden. Die Kommission attestierte der Regierungskoalition, gegen die in der Eurozone geltenden Schuldenregel zu verstoßen. EU-Kommissar Valdis Dombrovskis warnte, dass Italien "schlafwandelnd" in eine Instabilität hineingehe.

In den USA stehen einige Wirtschaftsdaten an, weil an diesem Donnerstag das Fest "Thanksgiving" beginnt. Die meisten der normalerweise erst im Wochenverlauf anstehenden Daten werden deshalb vorgezogen. Besonders beachtet werden dürften die Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Güter und Zahlen zu dem zuletzt schwächelnden Häusermarkt./jsl/jkr/jha/

21.11.2018 | 09:58:34 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs steigt über 1,14 US-Dollar
21.11.2018 | 07:40:37 (dpa-AFX)
Devisen: Euro leicht erholt von Vortagsverlusten
20.11.2018 | 21:02:52 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs sinkt wegen neuer Italien-Sorgen unter 1,14 US-Dollar
20.11.2018 | 16:54:44 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs sinkt wegen neuer Italien-Sorgen unter 1,14 US-Dollar
20.11.2018 | 16:13:52 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1421 US-Dollar
20.11.2018 | 13:18:37 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs sinkt wegen neuer Italien-Sorgen

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