Expertenlounge / 20.09.2017 | 10:20:27 Werbung

Dow Jones mit neuen Rekorden - auch die Marktbreite passt!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Dem altehrwürdigen Dow Jones Industrial Average ist es in der vergangenen Woche gelungen, den Anfang August dieses Jahres erreichten bisherigen Höchststand zu überwinden. Begleitet wurde dieser trendkonforme Ausbruch von einer dazu passenden Marktbreite. Das könnte für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung sprechen.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Der Dow Jones Industrial Average ist eines der ältesten Aktienkursbarometer. Im Jahr 1896 erstmals berechnet, hat er seither schon einige Hochs und Tiefs erlebt. In der jüngeren Vergangenheit zeigte der übergeordnete Trend dabei klar aufwärts. Der seit 2009 generell am US-Aktienmarkt auszumachende Bullenmarkt hat naturgemäß auch den Dow Jones beflügelt, der 30 etablierte, traditionsreiche US-Firmen enthält, die in ihrer Branche (außer Transport und Versorger) eine führende Rolle spielen. Die im Vergleich zum S&P 500 überschaubare Zahl an Indexmitgliedern und der Mix aus namhaften und soliden Konzernen mit gut verständlichen und etablierten Geschäftsmodellen sind Faktoren, die dazu führen, dass der Index auch heute noch in Anlegerkreisen beliebt ist. Dafür spricht auch die hohe Zahl an verschiedenen Derivaten auf den Index, mit denen Investoren an dessen Entwicklungen partizipieren können.

 

Aktuell sehen wir weiteres Kurspotenzial vor allem auf der Long-Seite. Der Dow Jones zeigt im übergeordneten Bild einen langfristig intakten Aufwärtstrend. Vorläufiger Höhepunkt dieser übergeordneten Bewegung war das am 8. August dieses Jahres markierte bisherige Allzeithoch bei 22.179 Punkten. Daran schloss sich zunächst eine Korrektur an, die den Index auf 21.600 Zähler führte. Der Rücksetzer fiel mit einem Abschlag von 2,6% aber vergleichsweise verhalten aus und es entwickelte sich kein nachhaltiges Abwärtsmomentum. Stattdessen kam es zu einer Konsolidierungsphase. In der vergangenen, wegen des Feiertages am Montag verkürzten Handelswoche nahm der Dow Jones dann Fahrt auf und löste die Konsolidierung nach oben auf. Gleichzeitig wurde das bisherige Allzeithoch von 22.179 Punkten egalisiert und es wurden neue Spitzenwerte erreicht. Mit dem Rekord auf Schlusskursbasis am Montag dieser Woche hatte das Kursbarometer im bisherigen Jahresverlauf 2017 bereits zum 41. Mal in noch nie dagewesenen Höhen geschlossen. Begleitet wurde die zuletzt positive Entwicklung des Index von einer ebenfalls steigenden Advance-Decline-Linie (AD-Linie), die ihrerseits neue Hochs bildete.

 

Die AD-Linie dient als Maß für die sogenannte Marktbreite. Daraus lässt sich ablesen, ob nur einige wenige Werte maßgeblich den Index bewegen, oder ob die Bewegungen von der breiten Masse getragen werden. Während Letzteres als Bestätigung des vorherrschenden Trends gewertet werden kann, ist eine fehlende Marktbreite ein Indiz dafür, dass der Trend möglicherweise an Kraft verliert, woraus sich letztlich eine Trendumkehr entwickeln könnte. Beispielsweise sollte in einem Aufwärtstrend die steigende Entwicklung des Index von einer ebenfalls steigenden AD-Linie begleitet werden. Gleiches gilt für neue Hochpunkte. Eine solche parallele Entwicklung kann dahingehend gewertet werden, dass nach wie vor bei der Mehrheit der Indexmitglieder Kaufinteresse besteht.

 

Anders verhält es sich, wenn Index und AD-Linie Divergenzen aufweisen, ihre Entwicklungen somit voneinander abweichen, beispielsweise neue Hochs im Index nicht durch neue Hochs der AD-Linie bestätigt werden. Ein solches Szenario ist möglich, wenn vor allem die im Index vergleichsweise hoch gewichteten Werte steigen und damit eine eventuell mäßige Performance der anderen Indexmitglieder kompensieren. In diesem Zusammenhang ist die Besonderheit bei der Berechnung des Dow Jones im Vergleich zu anderen Aktienindizes zu beachten. Hier spielen Marktkapitalisierung und Handelsvolumen keine Rolle. Als preisgewichteter Index wird der Dow Jones allein durch die Kurse der im Index enthaltenen Aktien bestimmt. Vereinfacht gilt dabei: Je höher der jeweilige Aktienkurs, umso höher ist das Gewicht im Index. Derzeit sind die Top-3 Boeing, Goldman Sachs und 3M. Bei der Berechnung der AD-Linie spielt die Gewichtung der jeweiligen Indexmitglieder allerdings keine Rolle. Es wird lediglich gezählt, wie viele Aktien am Handelstag gestiegen und gefallen sind. Daraus wird dann die Differenz gebildet und kumuliert fortgeschrieben.

 

Die aktuell mit dem Dow Jones steigende AD-Linie sowie die dort ebenfalls gebildeten neuen Hochs bestärken uns in der Annahme, dass der aktuelle Ausbruch des Index über sein bisheriges Allzeithoch weiter steigende Kurse nach sich ziehen könnte. In unserem daraus abgeleiteten trendfolgenden Long-Szenario stellt dabei die Marke von 22.758 Zählern ein erstes potenzielles Ziel dar, das sich aus der Breite der letzten Konsolidierung ableiten lässt. Ein Stop-Loss bietet sich u.E. knapp unter dem Tief vom 05.09.2017 bei 21.709 Punkten an.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Dow Jones Industrial Average die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Index gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 17.610,39 Punkte) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 19.09.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 17.978,06 open end: Basiswert Dow Jones

DD11YG / //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.02. 14:24:32, Brief 21.02. 14:24:32
DD11YG // Quelle: DZ BANK: Geld 21.02. 14:24:32, Brief 21.02. 14:24:32
56,80
Geld in EUR
56,82
Brief in EUR
0,07%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 24.964,75 PKT
Quelle : DJ-Index, 20.02.
  • Basispreis 17.978,06 PKT
  • Abstand zum Basispreis in % 27,99%
  • Knock-Out-Barriere 17.978,06 PKT
  • Abstand zum Knock-Out in % 27,99%
  • Hebel 3,57x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,01

News / Dow Jones

20.02.2018 | 22:31:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schwach - Chipbranche stützt Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Start in die neue Börsenwoche ist den US-Aktien am Dienstag missglückt. Nach dem feiertagsbedingt handelsfreien Montag büßte der Dow Jones Industrial <US2605661048> 1,01 Prozent auf 24964,75 Punkte ein. Anleger könnten Gewinne mitgenommen haben, vermutete ein Händler. Immerhin war der Dow zuletzt sechs Handelstage in Folge um insgesamt rund 8 Prozent nach oben geklettert. Belastet wurde der Leitindex am Dienstag auch vom Kurseinbruch der Aktien von Wal-Mart <US9311421039>. Nach schwachen Ergebnissen des Handelsriesen sackten sie um mehr als 10 Prozent ab.

Der marktbreite S&P-500-Index hielt sich mit einem Abschlag von 0,58 Prozent auf 2716,26 Punkte etwas besser als der Dow. Der Nasdaq-100 rettete sogar ein bescheidenes Plus von 0,13 Prozent auf 6779,70 Zähler aus dem Handel. Der technologielastige Index profitierte von der fortdauernden Übernahmefantasie und steigenden Kursen in der Halbleiterbranche.

Ausgesprochen optimistisch für die Wall Street zeigte sich unterdessen der Vermögensverwalter Blackrock. Dessen Chefstratege Richard Turnill erhöhte die taktische Einstufung von US-Aktien von "Neutral" auf "Overweight". Die positiven Auswirkungen niedrigerer Steuern und höherer staatlicher Investitionen der US-Regierung für die Unternehmen würden noch immer unterschätzt, begründete der Experte seine Einschätzung. Deren Gewinne hätten noch reichlich Wachstumspotenzial.

Eine enttäuschende Gewinnprognose des Handelsriesen Wal-Mart <US9311421039> schickte die Aktien auf Talfahrt. Sie brachen um 10,18 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte November ein. Im vierten Geschäftsquartal hatte sich zudem das Wachstum der im Internet erzielten Umsätze abgeschwächt. Dieses Segment gilt im Gegensatz zu den Ladengeschäften als Umsatz- und Gewinntreiber. Im Sog der Wal-Mart-Aktien büßten auch die Papiere des Handelskonzerns Target 3,75 Prozent ein.

Die Baumarktkette Home Depot <US4370761029> <US4370761029> hatte dagegen vom Aufschwung am US-Häusermarkt profitiert. Der Umsatz war im vierten Quartal stärker gestiegen als erwartet. Die Finanzchefin von Home Depot sprach zudem von positiven Effekten niedrigerer Steuern in den USA für den Häuserbau. Die Titel lagen lange Zeit im Plus, drehten aber am Ende mit dem schwachen Markt leicht ins Minus.

Ungebrochen ist die Übernahmefantasie in der US-Halbleiterbranche. Der Chip-Hersteller Qualcomm <US7475251036> besserte die Offerte für den niederländischen Konkurrenten NXP auf. Um die Gunst der NXP-Aktionäre zu gewinnen, erhöhte Qualcomm <US7475251036> das Angebot von 110 US-Dollar je Aktie auf 127,50 Dollar. NXP-Aktien zogen daraufhin um knapp 6 Prozent auf 125,56 US-Dollar an. Qualcomm <US7475251036> fielen um 1,33 Prozent.

Die Transaktion würde damit 44 Milliarden Dollar schwer. Qualcomm hat verbindliche Vereinbarungen mit neun NXP-Großaktionären geschlossen, die zusammen fast 30 Prozent der ausstehenden Aktien halten. Das sorgte branchenweit für Interesse: So legten die Papiere der Chip-Hersteller Analog Devices, Xilinx, KLA-Tencor und Applied Materials <US0382221051> <US0382221051> um zwischen 2,69 und 3,13 Prozent zu und führten die Liste der Kursgewinner im Nasdaq 100 Index an.

Leicht positiv auf diesen möglichen Deal reagierte auch der Kurs von Broadcom, der um 0,23 Prozent stieg. Das Unternehmen will seinerseits Qualcomm für 121 Milliarden Dollar übernehmen, war damit jedoch abgeblitzt, weil die Offerte als zu niedrig eingestuft wurde. Mit einer Übernahme von NXP durch Qualcomm würde sich dieses Vorhaben für Broadcom noch erheblich verteuern - und somit noch unwahrscheinlicher. Entsprechend erleichtert reagierten Broadcom-Anleger.

Papiere von Merck & Co <US58933Y1055> waren mit einem Minus von 2,33 Prozent drittgrößter Verlierer im Dow. Ein Bundesrichter hatte ein vorangegangenes Urteil aufgehoben, dem zufolge Merck vom Kontrahenten Gilead eine Zahlung von 2,54 Milliarden US-Dollar erhalten sollte. In dem Rechtsstreit geht es um Patente für Medikamente gegen Hepatitis.

Der Eurokurs gab nach, zuletzt wurde der Euro mit 1,2335 US-Dollar bezahlt. Damit setzte sich nach dem Dreijahreshoch vom Freitag die Kurskorrektur des Euro fort. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2340 (Montag: 1,2410) Dollar festgesetzt. Staatsanleihen der USA gaben am Freitag moderat nach. Richtungweisende zehnjährige Papiere verloren 3/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Ihre Rendite stieg auf 2,89 Prozent./bek/he

20.02.2018 | 22:17:31 (dpa-AFX)
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20.02.2018 | 20:07:33 (dpa-AFX)
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20.02.2018 | 16:47:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Schwacher Wochenauftakt - Nasdaq trotzt den Verlusten
20.02.2018 | 16:12:16 (dpa-AFX)
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20.02.2018 | 14:51:59 (dpa-AFX)
Aktien New York Ausblick: Moderate Verluste - Wal-Mart sehr schwach erwartet
19.02.2018 | 13:58:42 (dpa-AFX)
Aktien New York: US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen

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