Expertenlounge / 01.11.2017 | 09:23:35 Werbung

DMI und ADX - dem Trend auf der Spur

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Der Directional Movement Index (DMI) ist ein vielseitig einsetzbarer technischer Indikator. Mit ihm können Anleger die Trendrichtung objektiv bestimmen. Außerdem ermöglicht er Aussagen über die Stärke des vorherrschenden Trends. Bei der Aktie der Deutschen Post signalisiert der DMI aktuell einen Aufwärtstrend mit zunehmender Stärke.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Der Amerikaner J. Welles Wilder, Jr. hat eine Reihe von Konzepten und Indikatoren entwickelt, die Eingang in die technische Analyse der Finanzmärkte gefunden haben. Einige von seinen „Erfindungen“ gehören zum Standardrepertoire vieler technischer Analysten und werden in vielen verschiedenen Handelsansätzen und Analysemethoden eingesetzt. Dazu gehört der Directional Movement Index (DMI). Der Indikator basiert auf den von Wilder formulierten Grundbedingungen, wonach in einem Aufwärtstrend das heutige Hoch über dem gestrigen Hoch und in einem Abwärtstrend das heutige Tief unter dem gestrigen Tief liegt.

 

Konkret besteht das Konzept des DMI aus drei einzelnen Indikatoren. Zunächst berechnete Wilder einen Index für die Aufwärtsbewegung (+DI) und einen Index für die Abwärtsbewegung (-DI). Beide bilden die Basis für den DMI. Weil der DMI sehr unruhig verläuft, erfolgt eine Glättung. Dieser geglättete DMI wird schließlich als Average Directional Movement Index (ADX) bezeichnet. ADX sowie +DI und -DI lassen sich im Charttool auf Ihrem Derivateportal dzbank-derivate.de schnell und einfach zum ausgewählten Basiswert hinzufügen. Wählen Sie dazu den Button „Indikator“ und dann „ADX“. Wenn Sie den Indikator im Chart mit der linken Maustaste anklicken, können Sie ihn anschließend durch einen Klick auf die rechte Maustaste individuell anpassen. Standardeinstellung für den DMI sind 14 Perioden.

 

Den vorherrschenden Trend bestimmen

Mit den beiden Indikatoren +DI und -DI können Anleger den vorherrschenden Trend im Basistitel objektiv bestimmen. Liegt die +DI-Linie über der -DI-Linie, wird ein Aufwärtstrend unterstellt. Ein Abwärtstrend wird angenommen, wenn die -DI-Linie über der +DI-Linie notiert. Keine Rolle spielen die absoluten Werte der jeweiligen DI-Linien. Allerdings kann mittels der Betrachtung des Abstandes zwischen beiden Linien eine wichtige Aussage getroffen werden: Je weiter beide Linien auseinanderliegen, umso stärker ist die Trendintensität. Dieser Zusammenhang spiegelt sich schließlich im konkreten Wert des DMI bzw. ADX wider.

 

Mit dem ADX haben Anleger somit ein Hilfsmittel zur Hand, um die Trendintensität einzuschätzen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass mit dem ADX nur Aussagen über die Stärke eines Trends getroffen werden können. Hinweise auf die Trendrichtung liefert er nicht. Dementsprechend deutet ein steigender ADX auf eine sich verstärkende Trendintensität, was gleichermaßen für Aufwärts- als auch für Abwärtstrends gilt. Ein sinkender ADX zeigt wiederum eine nachlassende Trendintensität an. An den ADX lassen sich zudem Extremzonen einzeichnen, die allerdings nicht konkret definiert sind und für jeden Basiswert individuell angepasst werden müssen. Taucht der Index in die untere Extremzone ein, kann damit eine trendlose Phase definiert sein. Erreicht der ADX seine obere Extremzone, kann dies wiederum ein Indiz dafür sein, dass sich der Trend seinem Ende nähert.

 

Die Einsatzbereiche des ADX sind äußerst vielfältig. Er kann als Filter für andere Indikatoren genutzt werden. Zudem ist der ADX grundsätzlich ein gutes Hilfsmittel bei der Wahl des Handelsansatzes. So können bei einem fallenden ADX bzw. sehr niedrigen ADX-Werten Oszillatoren zur Signalgenerierung präferiert werden. Bei einem steigenden ADX bieten sich wiederum Trendfolgemodelle an.

 

ADX signalisiert Trendstärke bei Aktie der Deutschen Post

Bei der Aktie der Deutschen Post zeigte sich zuletzt ein solcher steigender ADX. Gleichzeitig notiert der +DI über dem -DI, was folglich einen Aufwärtstrend unterstellt. Die Informationen aus dem vorgestellten DMI-Konzept sprechen somit für den Einsatz von Trendfolgemodellen, wie beispielsweise dem MACD. Dieser Indikator bildete zuletzt ein Long-Signal aus, indem er seine Signallinie von unten nach oben kreuzte. Wir erwarten daher weiter steigende Notierungen und gehen damit von einer Fortsetzung des übergeordneten langfristigen Aufwärtstrends aus.

 

Innerhalb dieser bereits seit dem Allzeittief von März 2009 währenden Bewegung hatte sich dabei seit dem Korrekturtief von Februar 2016 ein Aufwärtsimpuls ausgebildet, der nach wie vor aktuell und intakt ist. Im Dezember 2016 wurde dabei das bis dahin gültige Allzeithoch von 31,19 Euro erreicht und überschritten. Anschließend folgten weitere historische Spitzenwerte. Vorläufiger Höhepunkt der Rekordjagd war der am vergangenen Freitag bei 39,72 Euro festgestellte Kurs. Sollte er überschritten werden, stehen der Aktie der Deutschen Post naturgemäß keine weiteren, aus dem Chart ableitbaren Widerstände im Weg. Für mittelfristig orientierte Long-Investments bietet sich unserer Meinung nach ein Stop-Loss bei 36,50 Euro an, das somit knapp unter dem kleinen Korrekturtief von Anfang Oktober dieses Jahres bei 37,00 Euro liegt.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf die Deutsche Post die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 32,0428 Euro) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 01.11.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

> Zum Archiv

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 11)

Endlos Turbo Long 32,2005 open end: Basiswert Deutsche Post

DD1VU4 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.01. 23.01., Brief 23.01. 23.01.
DD1VU4 // Quelle: DZ BANK: Geld 23.01. 23.01., Brief 23.01. 23.01.
0,80
Geld in EUR
0,81
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 40,250 EUR
Quelle : Xetra, 23.01.
  • Basispreis 32,2005 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 20,00%
  • Knock-Out-Barriere 32,2005 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 20,00%
  • Hebel 4,96x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Deutsche Post AG

23.01.2018 | 16:56:12 (dpa-AFX)
Noch kein Arbeitgeber-Angebot zum Start der Post-Tarifverhandlungen

NIEDERKASSEL (dpa-AFX) - Zum Auftakt der Tarifverhandlungen bei der Post hat es keine Annäherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegeben. Verdi fordert sechs Prozent mehr Geld für die 130 000 Beschäftigten in Deutschland, bei den Verhandlungen am Dienstag in Niederkassel bei Bonn machten die Arbeitgeber aber kein Angebot. Dies war allerdings auch nicht wirklich erwartet worden. Die Gespräche sollen am 6. und 7. Februar in Berlin fortgesetzt werden. Dann erwarte man konkrete Ergebnisse, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Die Gewerkschaftsforderung nannte sie "nachvollziehbar und berechtigt".

Dem Bonner Konzern geht es gut, dies liegt zum großen Teil an dem boomenden Online-Handel. Die Briefmenge hingegen entwickelt sich seit Jahren rückläufig. Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie sagte nach den Gesprächen, es bestehe "kein großer Spielraum für Einkommenssteigerungen, wenn wir Arbeitsplätze nachhaltig absichern wollen". Nur ein Plus in Höhe der Inflationsrate wäre betriebswirtschaftlich vertretbar.

Der Tarifvertrag von 2015 hatte zunächst ein Plus von 2 und später von 1,7 Prozent vorgesehen. Rund 10 000 Paketboten sind nicht von den jetzigen Tarifverhandlungen betroffen - ihre Jobs wurden in eine Tochterfirma ausgelagert, wo sie im Schnitt schlechter bezahlt werden. Diese Auslagerung hatte im Rahmen der letzten Tarifgespräche im Jahr 2015 zu scharfer Kritik aus Arbeitnehmerreihen geführt. Damals gab es einen mehrwöchigen Streik. Ein ähnliches Aufregerthema ist in den diesjährigen Tarifverhandlungen nicht absehbar./wdw/DP/stk

23.01.2018 | 05:50:06 (dpa-AFX)
Auftakt der Post-Tarifverhandlungen - Verdi fordert 6 Prozent plus
18.01.2018 | 06:50:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Presse: Beschwerden über die Post mehren sich
17.01.2018 | 18:43:28 (dpa-AFX)
Beschwerden über die Post mehren sich
14.01.2018 | 15:04:42 (dpa-AFX)
Dritte gefährliche Postsendung - Polizei sucht DHL-Erpresser
10.01.2018 | 15:46:18 (dpa-AFX)
Gewerkschaften fordern kräftige Tarifspritze für Deutsche-Post-Beschäftigte
10.01.2018 | 15:01:33 (dpa-AFX)
Volkswagen-Nutzfahrzeuge steigern Auslieferungen auf Rekordhoch

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.