Expertenlounge / 07.02.2018 | 11:00:20 Werbung

Deutsche Börse: GD 200 signalisiert Aufwärtstrend

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • gleitende Durchschnitte helfen beim Erkennen des vorherrschenden Trends
  • Aktie der Deutschen Börse notiert über ihrem langfristigen gleitenden Durchschnitt
  • Anlageidee: Endlos Turbo Long auf Deutsche Börse
DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Das Expertenwissen: Gleitende Durchschnitte

Ein häufig eingesetztes Instrument der Technischen Analyse, um das Trendverhalten von Aktien, Indizes oder Rohstoffen zu beurteilen, sind gleitende Durchschnitte (engl.: Moving Average, Abk.: MA). Gleitende Durchschnitte (GDs) sind einfach zu berechnen, leicht zu interpretieren und vielseitig anwendbar. In erster Linie dienen sie dazu, die Kursbewegungen z.B. einer Aktie zu glätten. Dazu wird der Mittelwert aus den Kursen innerhalb eines bestimmten Betrachtungszeitraums gebildet. Bei der Berechnung des Durchschnittswertes gibt es unterschiedliche Ansätze. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, das arithmetische Mittel zu bilden. Dadurch erhält man den einfachen gleitenden Durchschnitt (Simple Moving Average, SMA).

 

Über die Einstellung der betrachteten Periode lassen sich mit den GDs vorherrschende Trends und deren Ausprägungen in sämtlichen Zeitebenen darstellen. So eignen sich kürzere Periodeneinstellungen bis etwa 20 Tage für den Einsatz beim kurzfristigen Handeln. Längere Periodeneinstellungen, ab etwa 100 Tagen, werden in der Regel für längerfristige Betrachtungen und Analysen genutzt. Eine vielbeachtete Einstellung ist der 200-Tage-GD. Er bildet den Durchschnittswert der zurückliegenden 200 Handelstage ab.

 

Eine Einsatzmöglichkeit des 200-Tage-GD besteht darin, ihn als Filter für die aktuelle Marktlage zu nutzen. So verwendet Profi-Trader Simon Betschinger die 200-Tage-GDs in unserem Trading-Event als „Marktampel“. Seine Regeln sehen vor, dass die trendstabilsten Werte eines Index nur dann gekauft werden, wenn der Index selbst über seinem 200-Tage-GD notiert. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht darin, mit GDs einen Trend objektiv zu definieren. Beispielsweise kann bei einer Aktie dann von einem Aufwärtstrend ausgegangen werden, wenn ihr Kurs über dem 200-Tage-GD notiert. Solange dies der Fall ist, können Chancen auf der Long-Seite gesucht werden.

 

Die Lage: Deutsche Börse notiert über 200-Tage-GD

Eine Aktie, die aktuell über ihrem 200-Tage-GD notiert, ist die Aktie der Deutschen Börse. Das Unternehmen wird am 20. Februar 2018 vorläufige Zahlen für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2017 vorlegen. Die Gewinnprognosen für 2018 und 2019, die ein jährliches Wachstum von 10% bis 15% vorsehen, wurden im vierten Quartal 2017 mit Vorlage der Neunmonatszahlen bestätigt.

 

Bei der Aktie der Deutschen Börse sehen wir einen intakten langfristigen Aufwärtstrend, dessen Ausgangspunkt das Tief vom Juni 2012 bildet. Am 26. Januar dieses Jahres wurde mit 104,95 Euro der vorläufige Höhepunkt dieser übergeordneten Aufwärtsbewegung markiert. Der Kurs notierte damit auf dem höchsten Niveau seit Mai 2008. Im Zuge der jüngsten Korrektur am Gesamtmarkt kam es auch bei der Aktie des Börsenbetreibers zu einem Kursrückgang, den wir als normale Konsolidierung bewerten. Dabei wurde der 20-Tage-GD erreicht und getestet. Der 20-Tage-GD bewährte sich als Unterstützung und die Aktie setzte sich zu Beginn der neuen Handelswoche von der kurzfristigen Durchschnittslinie wieder nach oben ab.

 

Die Perspektive: Anstieg über 104,95 Euro würde Aufwärtstrend bestätigen

Aus charttechnischer Sicht rückt damit die Marke von 104,95 Euro wieder in den Fokus. Ein Anstieg über 104,95 Euro würde u.E. für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung sprechen. Deren nächstes Ziel stellt dann der Bereich von 109 Euro dar. Das Ziel lässt sich aus der Konsolidierung vom Sommer 2017 ableiten, die die Aktie von einem Hoch bei 98,42 Euro auf 87,83 Euro führte.

 

Sollte die Aktie der Deutschen Börse vor dem Hintergrund des aktuell schwächeren Gesamtmarktes ihre Konsolidierung fortsetzen, finden sich erste Unterstützungen bei 100,90/100,00 Euro. Weitere Unterstützungen sehen wir in Gestalt des Zwischenhochs vom Juni 2017 bei 98,42 Euro sowie im Bereich von 96,00 Euro. Der Marke von 96,00 Euro nähert sich auch der 200-Tage-GD (aktuell: 93,73 Euro) in den kommenden Tagen an, weshalb diesem Bereich besondere Bedeutung für das Stop-Management zukommt.

 

Die Anlageidee: Endlos Turbo Long auf Deutsche Börse

Die Aktie der Deutschen Börse gehört zu den DAX-Werten, die aktuell über ihrem 200-Tage-GD notieren. Unserer Einschätzung nach ist der langfristige Aufwärtstrend intakt, sodass Trading-Chancen weiterhin trendfolgend auf der Long-Seite zu suchen sind. Stops für mögliche Long-Positionen bieten sich unterhalb des Unterstützungsbereichs bei 96,00 Euro an.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf die Deutsche Börse die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 83,2838 Euro) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 07.02.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Salesteam

 

> Mehr Expertenwissen

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 12)

Endlos Turbo Long 81,8254 open end: Basiswert Deutsche Boerse

Endlos Turbo Long 81,8254 open end: Basiswert Deutsche Boerse

DD1PLQ / //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.05. 08:15:17, Brief 24.05. 08:15:17
DD1PLQ // Quelle: DZ BANK: Geld 24.05. 08:15:17, Brief 24.05. 08:15:17
2,82 EUR
Geld in EUR
2,85 EUR
Brief in EUR
-2,42%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 110,15 EUR
Quelle : Xetra, 23.05.
  • Basispreis 81,8254 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 25,71%
  • Knock-Out-Barriere 81,8254 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 25,71%
  • Hebel 3,86x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Deutsche Boerse AG

22.05.2018 | 18:05:02 (dpa-AFX)
Deutsche Börse beendet Dotcom-Ära mit Index-Öffnung für Techwerte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse <DE0005810055> lässt die Dotcom-Ära hinter sich. Die strikte Trennung zwischen reinen Technologieunternehmen und klassischen Industriebranchen bei der Zusammensetzung der Dax-Indizes endet im September. Vorausgegangen war eine Umfrage unter Marktteilnehmern durch den Börsenbetreiber aus Eschborn. "Die Index-Welt der Deutschen Börse wird moderner und attraktiver", lautet das Urteil der Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank.

Die Unterscheidung von klassischen Branchen auf der einen und Tech-Unternehmen auf der anderen Seite entstand vor rund 20 Jahren, als Internetfirmen wie Pilze aus dem Boden schossen und ihre Bewertungen in schwindelerregende Höhen schnellten. Damals wurde der Neue-Markt-Index Nemax 50 gegründet. Bald brach der Neue Markt zusammen und der TecDax entstand, auch um den in Verruf geratenen Nemax 50 vergessen zu machen.

Den TecDax wird es auch künftig geben, allerdings passt die Deutsche Börse ihr Regelwerk internationalen Standards an. Konkret bedeutet dies, dass Technologiewerte künftig auch in den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax oder den Kleinwerteindex SDax <DE0009653386> aufgenommen werden können.

Zudem werden Dax <DE0008469008>-Konzerne aus der Technologiebranche dann auch im TecDax zu finden sein. Die Dax-Familie - Dax, MDax, SDax und TecDax - wird aus insgesamt 190 statt aus 160 Mitgliedern bestehen. Wirksam werden die Änderungen am Montag, 24. September, nach der jährlichen Index-Überprüfung.

"Wir werden immer technologielastiger und die Abgrenzung zwischen klassischen Branchen und Technologie wurde immer schwieriger", bringt Expertin von Kerssenbrock die geplanten Anpassungen auf den Punkt. "Das ganze Hin und Her hat eh keiner mehr verstanden", ergänzt Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg. Er nennt beispielhaft die Aufnahme der Start-Up-Schmiede Rocket Internet <DE000A12UKK6> in den SDax 2016 oder den Kampf des Lichtspezialisten Osram <DE000LED4000> 2013 gegen dessen Aufnahme in den TecDax.

Positiv sehen die beiden Index-Experten, dass künftig Platzhirsche aus der ersten Börsenliga auch im Technologie-Index gelistet werden. "Das dürfte den TecDax attraktiver machen, da nun auch die wichtigsten deutschen Techwerte dort abgebildet sein werden", sagt von Kerssenbrock. Sie erwartet dort neben Infineon <DE0006231004> und SAP <DE0007164600> auch die Deutsche Telekom <DE0005557508>. Siemens <DE0007236101> hingegen sieht sie wegen der breiten Aufstellung des Konzerns dort nicht unbedingt.

Kritik an der neuen TecDax-Konstruktion kommt vom Vermögensverwalter Uwe Eilers von der Frankfurter Vermögen. "Wenn drei oder gar vier Dax-Werte in den TecDax kommen und man sie zu den dortigen Schwergewichten wie Wirecard <DE0007472060> oder United Internet <DE0005089031> hinzurechnet, werden mit nur wenigen Unternehmen 50 Prozent oder mehr des Index abgebildet. Das ist alles andere als ausgewogen." Selbst mit der üblichen Kappung der Gewichte großer Unternehmen auf 10 Prozent des auf dem Streubesitz basierenden Börsenwerts entstehe "eine zu starke Abhängigkeit von nur wenigen Werten".

Zudem werde eine Einbeziehung von Technologie-Aktien in den MDax und den SDax die Schwankungsanfälligkeit der Indizes erhöhen, gibt Eilers zu bedenken. Denn Techwerte schwanken gewöhnlich stärker als der Gesamtmarkt. "Und das ist etwas, das wertorientierte Anleger wie Fondsgesellschaften oder auch Privatanleger in der Regel gar nicht mögen."

Die Aufstockung des MDax von 50 auf 60 und des SDax von 50 auf 70 Mitglieder sieht Analystin von Kerssenbrock als "gute Größen", zumal dadurch "mehr Werte unterhalb des SDax eine Heimat bekommen und so die Investierbarkeit und Handelbarkeit unterstützt wird." Schließlich ist es ein echtes Qualitätsmerkmal zur Dax-Familie zu gehören. Viele institutionelle Anleger meiden tendenziell Kleinwerte unterhalb des SDax.

Dem LBBW-Experten Streich gehen die Aufstockungen indes nicht weit genug. "Eine Erweiterung der Dax-Mitglieder von 30 auf 50 wäre im Zuge der aktuellen weitreichenden Änderungen wünschenswert gewesen", moniert er. Er verweist auf die gestiegene Anzahl großer Unternehmen. Inzwischen hätten 57 deutsche Unternehmen einen auf dem Streubesitz basierenden Börsenwert von über vier Milliarden Euro.

Auch Vermögensverwalter Eilers sieht dies so: "In der zweiten Reihe haben wir genügend Werte, die in den Dax passen."/ck/mis/she

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.05.2018 | 13:05:04 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Deutsche Börse AG (deutsch)
18.05.2018 | 22:18:49 (dpa-AFX)
Deutsche Börse ändert Index-Regeln
18.05.2018 | 10:19:35 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Deutsche Börse AG (deutsch)
18.05.2018 | 09:09:57 (dpa-AFX)
ANALYSE: Berenberg rät zu Gewinnmitnahmen bei Aktie der Deutschen Börse
18.05.2018 | 07:12:06 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Deutsche Börse auf 'Sell' - Ziel 109 Euro
16.05.2018 | 16:03:31 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Reaktion auf Kritik: Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef erwägt Rückzug

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.