Expertenlounge / 16.05.2018 | 11:14:09 Werbung

Auf Buffetts Pfaden: Burggraben als Investmentansatz

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Warren Buffett favorisiert Burggraben-Aktien
  • FMC peilt 2018 erneut Rekordwerte an
  • Anlageidee: Discount-Zertifikat Classic auf FMC
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Das Expertenwissen: nicht einfach zu kopieren

Warren Buffett ist eine Investorenlegende. Für die Auswahl seiner Anlagen hat er eine ganz eigene Philosophie entwickelt, die auf mehreren Grundsätzen basiert. Beispielsweise bevorzugt er bei seinen Investments Aktien von Unternehmen, die einen Burggraben (engl.: moat) besitzen. Den Begriff Burggraben verwendete Buffett bereits 1987 in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre. Heute sind die sogenannten Burggraben-Aktien (moat-stocks) ein fester Begriff in der Finanzwelt. Es handelt sich dabei um Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle nicht so einfach von anderen Firmen kopiert werden können, weil die Markteintrittsbarrieren sehr hoch sind. Diese so „geschützten“ Gesellschaften haben damit ein vergleichsweise stabiles Geschäftsmodell, das gerade langfristig orientierten Anlegern aussichtsreiche Renditechancen in Form von potenziellen Kurssteigerungen und Dividenden bietet. Doch welche Burggräben gibt es?

 

Unter einem Burggraben werden in erster Linie einzigartige Wettbewerbsvorteile verstanden. Dazu gehören beispielsweise Patente, Rezepturen, Produktionsverfahren, der exklusive Zugriff auf Ressourcen, Skaleneffekte, große etablierte Marken, staatliche Monopole und führende Marktpositionen. Ein typisches Burggraben-Unternehmen ist Coca-Cola, das natürlich auch zu den langjährigen Investments von Warren Buffett gehört. Die wohlgehüteten Rezepturen des Getränkeherstellers, die starke, weltweit bekannte Marke sowie die überragende Marktposition bilden zusammen eine sehr hohe Markteintrittsbarriere. Unter den deutschen Aktien besitzen beispielsweise SAP, die Deutsche Post und Fresenius Medical Care (FMC) einen Burggraben.

 

Die Lage: FMC weltweit führender Anbieter im Bereich Dialyse

Fresenius Medical Care bietet Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Beispielsweise stellt die Gesellschaft Dialyseprodukte wie Dialysegeräte und Dialysefilter her. Außerdem betreut sie in einem Netz aus 3.790 Dialysezentren weltweit mehr als 320.000 Patienten. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung, seinen zukunftsweisenden Technologien bei Therapien und Produkten sowie einem großen Kundenstamm hat sich der Konzern eine weltweit führende Marktposition erarbeitet. Die starke Stellung im Kerngeschäft nutzt FMC, um das Geschäftsmodell um zusätzliche medizinische Leistungen zu erweitern. In diesem sogenannten Versorgungsmanagement geht es beispielsweise um Versicherungsleistungen für Dialysepatienten, den Vertrieb von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren.

 

Den regionalen Schwerpunkt seiner Tätigkeit hat FMC in Nordamerika. Dort wurde im Geschäftsjahr 2017 mit 73% der Großteil der Erlöse erwirtschaftet. In Deutschland lag der Umsatzanteil bei 2,5%. Aufgrund der überwiegenden Aktivitäten außerhalb der Eurozone haben Wechselkurseffekte und dabei insbesondere die Entwicklung des Wechselkurses Euro/US-Dollar einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Spürbar war dies auch 2017. Insgesamt hatte das Unternehmen mit seinen Produkten und Services Umsätze von 17,78 Mrd. Euro (+7%) erzielt. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 9%. Gestiegen sind auch die Gewinne. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um 4% auf 2,49 Mrd. Euro. Das bereinigte Nachsteuerergebnis legte um 5% auf 1,2 Mrd. Euro zu.

 

Mit diesen Ergebnissen setzte FMC seinen profitablen Wachstumskurs fort und erzielte erneut Rekordergebnisse. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Auf der Hauptversammlung am 17.05.2018 schlägt der Vorstand eine Anhebung der Dividende von 0,96 auf 1,06 Euro je Aktie vor. Das ist ebenfalls ein neuer Spitzenwert in der Firmengeschichte.

 

Die Perspektive: Weitere Rekordergebnisse erwartet

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung zeigt sich FMC zuversichtlich, die Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden dazu mit der Akquisition der Cura Group in Australien und der geplanten Übernahme von NxStage Medical in den USA weitere Weichen innerhalb der langfristigen Wachstumsstrategie gestellt. Mit den Akquisitionen baut FMC sein Kerngeschäft Dialyse und den Bereich Versorgungsmanagement weiter aus. Hintergrund dieser Maßnahmen ist die Erwartung, dass die weltweite Zahl der Patienten mit Nierenerkrankungen bis 2025 von derzeit 3,2 auf etwa 4,9 Millionen zunehmen wird.

 

Die Maßnahmen zur Erweiterung des Geschäfts sehen wir als zielführend an. Angesichts der bereits erarbeiteten Marktstellung ist FMC in einer sehr guten Position, den weltweit steigenden Bedarf an Dialyseprodukten und -Dienstleistungen entsprechend zu bedienen. Dabei ist es Teil der Strategie, das eigene Geschäft auch regional auszubauen. Diesbezüglich sollte der Gesellschaft ihre umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der Dialyse zugutekommen, angefangen bei Produkten bis hin zur ganzheitlichen Versorgung von Patienten. Dazu kann FMC außerdem auf ein umfangreiches Know-how im Bereich Dialyse zurückgreifen, das durch eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit, als fester Bestandteil der Wachstumsstrategie, kontinuierlich erweitert wird. Alles in allem sind wir daher bezüglich der längerfristigen Wachstumsperspektiven von FMC zuversichtlich. Auch 2018 sollte das Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung zeigen.

 

FMC selbst strebt für das Geschäftsjahr 2018 erneut Rekorde an. Die Zahlen für das erste Quartal unterfüttern die Zuversicht des Managements, obgleich Umsatz und Gewinne von Währungseffekten sowie Änderungen im US-Gesundheitssystem negativ beeinflusst wurden. FMC rechnet im Gesamtjahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von währungsbereinigt 5% bis 7%. Im April hatte der Vorstand das bisherige Ziel von 8% gesenkt. Wesentlicher Grund für diese Anpassung ist die Neubewertung der Dosierungen eines Medikamentes zur Steuerung des Kalziumspiegels. Die Reduzierung der Dosierungen resultiert in einem geringeren Beitrag zum Umsatzwachstum als ursprünglich angenommen. Das Konzernergebnis soll 2018 bereinigt um Währungs- und Sondereffekte um 7% bis 9% steigen. In diesen Prognosen sind der geplante Erwerb von NxStage Medical sowie der im April eingeleitete Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Sound Inpatient Physicians allerdings noch nicht berücksichtigt.

 

Die Anlageidee: Discount-Zertifikat Classic auf FMC

Die Aktie von FMC sehen wir in einem übergeordneten Aufwärtstrend, der von hohen Schwankungen geprägt ist. Vor diesem Hintergrund könnte ein Discount-Zertifikat eine interessante, alternative Anlagemöglichkeit zum Direktinvestment darstellen. Anlegern stehen verschiedene Discount-Zertifikate mit dem Basiswert Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 29.04.2019 fällig wird (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount (Abschlag) von rund 7,2% zum Kurs der FMC-Aktie notiert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap (obere Preisgrenze) bei 88,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten: Liegt der Schlusskurs (Referenzpreis) von FMC am 18.04.2019 auf oder über dem Cap von 88,00 Euro, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 88,00 Euro. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap von 88,00 Euro, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

 

Der Anleger erhält während der Laufzeit keine sonstigen Erträge aus dem Basiswert. Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der FMC-Aktie am 18.04.2019 auf oder über 88,00 Euro liegen wird.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Basiswert: Als Basiswert bezeichnet man das Finanzinstrument, z.B. eine Aktie oder ein Aktienindex, das einem Zertifikat zugrunde liegt.

Discount-Zertifikat: Ein Discount-Zertifikat gibt dem Anleger die Möglichkeit, den Basiswert, auf den sich das Produkt bezieht, mit einem Preisabschlag (Discount) zum aktuellen Kurs des Basiswerts zu erwerben. Das Discount-Zertifikat repliziert den Kauf des entsprechenden Basiswertes und den gleichzeitigen Verkauf einer Kaufoption (Call-Option) auf den Basiswert. Durch diesen verkauften Call wird eine Prämie eingenommen, die dem Discount entspricht. Je höher die Prämie, umso höher ist der Discount. Die Kursentwicklung des dem Discount-Zertifikat zugrunde liegenden Basiswertes ist der ausschlaggebende Einflussfaktor auf die Wertentwicklung des Zertifikates.

Cap: Der Cap stellt die Höchstgrenze dar, bis zu der das Zertifikat an Kursbewegungen des Basiswerts partizipiert.

 

Stand: 16.05.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 7)

Discount 88 2019/04: Basiswert Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Discount 88 2019/04: Basiswert Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

DD572D / //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.08., Brief 21.08.
DD572D // Quelle: DZ BANK: Geld 21.08., Brief 21.08.
81,14 EUR
Geld in EUR
81,19 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 85,64 EUR
Quelle : Xetra, 21.08.
  • Max Rendite 8,39%
  • Max Rendite in % p.a. 12,48% p.a.
  • Discount in % 5,20%
  • Cap 88,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 2,76%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

10.08.2018 | 17:30:48 (dpa-AFX)
DGAP-DD: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (deutsch)

DGAP-DD: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA deutsch

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Meldung und öffentliche Bekanntgabe der Geschäfte von Personen, die

Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie in enger Beziehung zu ihnen stehenden

Personen

10.08.2018 / 17:29

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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1. Angaben zu den Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie zu den in

enger Beziehung zu ihnen stehenden Personen

a) Name

Titel:

Vorname: Kent

Nachname(n): Wanzek

2. Grund der Meldung

a) Position / Status

Position: Vorstand

b) Erstmeldung

3. Angaben zum Emittenten, zum Teilnehmer am Markt für Emissionszertifikate,

zur Versteigerungsplattform, zum Versteigerer oder zur Auktionsaufsicht

a) Name

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

b) LEI

549300CP8NY40UP89Q40

4. Angaben zum Geschäft/zu den Geschäften

a) Beschreibung des Finanzinstruments, Art des Instruments, Kennung

Art: Aktie

ISIN: DE0005785802

b) Art des Geschäfts

Ausübung von Aktienoptionen auf Fresenius Medical Care-Aktien aus dem

Aktienoptionsplan und Verkauf von Aktien (Cash Settlement)

Geschäft i.R. eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms

c) Preis(e) und Volumen

Preis(e) Volumen

84,20535 EUR 1572534,91 EUR

84,20535 EUR 786225,35 EUR

84,20535 EUR 786309,56 EUR

84,20535 EUR 2096713,22 EUR

d) Aggregierte Informationen

Preis Aggregiertes Volumen

84,20535 EUR 5241783,04 EUR

e) Datum des Geschäfts

2018-08-09; UTC+2

f) Ort des Geschäfts

Außerhalb eines Handelsplatzes

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10.08.2018 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Else-Kröner-Straße 1

61352 Bad Homburg

Deutschland

Internet: www.freseniusmedicalcare.com

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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44157 10.08.2018

°

09.08.2018 | 17:30:08 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (deutsch)
07.08.2018 | 17:45:10 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (deutsch)
06.08.2018 | 09:28:03 (dpa-AFX)
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02.08.2018 | 05:59:48 (dpa-AFX)
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31.07.2018 | 15:54:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Fresenius und FMC verdienen trotz Euro-Stärke mehr - Aktien verlieren
31.07.2018 | 12:58:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Fresenius und FMC verdienen trotz Euro-Stärke mehr - Aktien verlieren

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