Expertenlounge / 19.04.2017 | 10:37:43 Werbung

Aluminium im Aufwärtstrend

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Aluminium zählt zu den Rohstoffen, die im bisherigen Jahresverlauf eine sehr positive Preisentwicklung zeigten. Das Industriemetall setzte damit die Aufwärtsbewegung fort, die sich seit dem im November 2015 bei 1.424 US-Dollar gebildeten Mehrjahrestief geformt hat. Anfang April wurde dabei mit 1.962 US-Dollar ein so hohes Niveau markiert wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Setzt sich die steigende Tendenz fort? Oder ist die jüngste Schwäche der Beginn einer größeren Korrektur?

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

In unserer modernen Welt ist Aluminium nach Eisen/Stahl das weltweit am meisten verwendete Industriemetall. Allerdings tritt das Metall, das in der Erdkruste am häufigsten ist, kaum gediegen, also in reiner Form auf, sondern ist wegen seiner Reaktionsfreudigkeit meist chemisch gebunden. Die Gewinnung und Erzeugung von reinem Aluminium ist daher sehr aufwendig, weshalb es im Vergleich zu anderen Metallen in der Menschheitsgeschichte erst seit kurzem in größerem Maße genutzt wird. Als erster bekannter Aluminiumgegenstand gilt die Gürtelschnalle eines chinesischen Generals, die vor etwa 1.700 Jahren gefertigt wurde. Weitere mehr als 1.500 Jahre vergingen, bis es Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa gelang, Aluminium synthetisch herzustellen. Seinerzeit war das Leichtmetall sogar teurer als Gold. Mit der Verbesserung der Herstellungsprozesse ab Mitte des 19. Jahrhunderts ließ sich das Metall dann in großen Mengen industriell produzieren, was dazu führte, dass die Preise deutlich sanken. Damit wurde der Grundstein für den Aufstieg von Aluminium als wichtiges Industriemetall gelegt, das aus unserer heutigen Zeit kaum noch wegzudenken ist.

 

Stabil und leicht

Korrosionsbeständig, leicht verformbar, relativ weich, aber trotzdem zäh bei geringem Gewicht - das sind einige der Eigenschaften, weshalb Aluminium trotz vergleichsweise hoher Herstellungskosten so begehrt ist. Aluminium wird insbesondere dort eingesetzt, wo es darum geht, maximale Stabilität bei geringem Gewicht zu erzielen, wie dem Bau von Flugzeugen und zunehmend von Fahrzeugen. Verwendet wird es außerdem in Baumaterialien sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Wegen seiner hervorragenden Leitfähigkeit von elektrischem Strom dient es ferner als Leitermaterial, beispielsweise in Erdkabeln und Stromschienen, aber auch in der Elektronikindustrie. Andere typische Anwendungen von Aluminium sind Getränke- und Konservendosen sowie Aluminiumfolie.

 

Chinesen geben den Ton an

Wirtschaftlich wichtiges Ausgangsmaterial für die Herrscher des Industriemetalls ist das Aluminiumerz Bauxit, dessen wichtigste Förderländer Australien, China und Brasilien sind. China ist zudem der weltweit größte Hersteller von Primäraluminium. Von den 2016 weltweit produzierten 58,89 Mio. Tonnen entfielen mit 31,64 Mio. Tonnen fast 54% auf das Reich der Mitte. Die Chinesen sind zudem der weltweit größte Verbraucher. Die Preisentwicklung von Aluminium auf dem Weltmarkt hängt daher sehr stark von den Chinesen ab. Die in China aufgebauten großen Produktionskapazitäten hatten dabei in den vergangenen Jahren zu einem weltweiten Überangebot an Aluminium geführt, was den Preis drückte.

 

Defizit könnte sich ausweiten

In der jüngsten Vergangenheit zeigte der Aluminiumkurs allerdings wieder aufwärts. Seit dem Mehrjahrestief im November 2015 kletterte der Preis um fast 38% und hatte sich der Marke von 2.000 US-Dollar genähert. Zu den Gründen für die positive Entwicklung gehören unserer Ansicht nach die generell solide Nachfrage nach Industriemetallen in China, aber auch weltweit. Zudem gehen die Marktforscher der CRU Group davon aus, dass sich die weltweite Lücke (ohne China) zwischen Angebot und Nachfrage 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 194.000 auf 821.000 Tonnen ausgeweitet haben dürfte und in diesem Jahr weiter auf bis zu 1,3 Mio. Tonnen steigen könnte. Darüber hinaus wird seit einiger Zeit darüber spekuliert, dass die Aluminiumproduktion im Reich der Mitte gedrosselt werden könnte, um die Luftverschmutzung während der winterlichen Heizperiode (November bis März) zu verringern. Anfang März hat die chinesische Umweltbehörde dann eine entsprechende Anordnung erlassen. Sollten die Umweltauflagen konsequent umgesetzt werden, könnte dies in den nächsten Jahren zu einer Verknappung des Angebots auf dem Weltmarkt führen.

 

Korrektur bietet Einstiegschance

Unserer Ansicht nach sind die potenziell preistreibenden fundamentalen Faktoren inzwischen allerdings mehr als ausreichend im aktuellen Kursniveau eingepreist, weshalb die jüngste Korrektur nicht überrascht. Dabei wurde die Ende März überwundene Marke bei 1.920 US-Dollar (Mehrjahreshoch von Mai 2015) wieder unterschritten. Sie stellt somit erneut eine potenzielle Hürde dar. Rücksetzer wie zuletzt gab es in den vergangenen Monaten immer mal wieder, die jedoch nicht nachhaltig an der übergeordneten Aufwärtsbewegung rüttelten. Ist dies auch diesmal der Fall? Wir gehen mittelfristig von einer anhaltend positiven Kursentwicklung bei Aluminium aus. Der zuletzt etwas zurückgekommene Preis bzw. eventuelle weitere Rückgänge innerhalb der aktuellen Korrektur könnten daher eine Gelegenheit bieten, sich auf der Long-Seite zu positionieren. Bei einem Einstieg auf dem aktuellen Kursniveau halten wir dabei einen Stopp-Loss knapp unterhalb des Korrekturtiefs von Anfang März bei 1.847 US-Dollar für sinnvoll.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Aluminium-Future die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Industriemetalls gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 1.721,605 US-Dollar) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 18.04.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 1.773,672 open end: Basiswert Aluminium Future

DGQ4VS / DE000DGQ4VS9 //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.09. 22.09., Brief 22.09. 22.09.
DGQ4VS DE000DGQ4VS9 // Quelle: DZ BANK: Geld 22.09. 22.09., Brief 22.09. 22.09.
3,30
Geld in EUR
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Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 2.153,85 USD
Quelle: LME London, 21.09.
  • Basispreis 1.773,672 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 17,65%
  • Knock-Out-Barriere 1.773,672 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 17,65%
  • Hebel 5,40x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,01
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

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