Einblick / 12.10.2018 | 10:53:55 Werbung

Zukunftstrend Smart Home

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Mehr Wohnkomfort und geringere Kosten durch Smart-Home-Geräte
  • Jeder vierte Bundesbürger besitzt mind. ein Smart-Home-Gerät
  • Bis zum Jahr 2022 werden weltweit rund 113 Mrd. US-Dollar Umsatz mit Smart-Home-Geräten prognostiziert
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Smart-Home-Geräte kommen im Massenmarkt an

Die Digitalisierung macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. In Zukunft werden immer mehr Haushaltsgeräte und Anwendungen miteinander vernetzt sein, kommunizieren und interagieren. Zudem können ein Großteil dieser Geräte per Smartphone, Tablet oder über eine zentrale Steuerungseinheit gesteuert werden. Dank dieser Technologie sollen bestimmte Vorgänge voll automatisiert werden und ein höherer Wohnkomfort entstehen. Im Idealfall sollen Smart-Home-Geräte auch einen wichtigen Teil zur Kostenersparnis beitragen, beispielsweise durch eine Senkung der Energiekosten durch eine intelligente Steuerung der Heizung.

 

Die Entwicklung hin zu einem „intelligenten Haus“ ist unter dem Begriff Smart Home derzeit in aller Munde. Deutlich wurde dies beispielsweise auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Dort präsentierten mehr als 40 Aussteller ihre Smart-Home-Systeme und vernetzten Hausautomationslösungen. Aber nicht nur Fachpublikum interessiert sich für die neusten Entwicklungen in diesem Bereich, Smart Home ist inzwischen auch im Massenmarkt angekommen. Während 2016 laut einer Umfrage von Bitkom Research nur rund 60% der Bundesbürger den Begriff Smart Home schon einmal gehört hatten und davon nur 53% wussten, was gemeint ist, sind es 2018 bereits 70% bzw. 71%. Zudem haben bereits 26% der Befragten ein in diese Kategorie fallendes Gerät in ihrem Haushalt im Einsatz.

 

In den deutschen Haushalten am häufigsten vertreten sind derzeit intelligente Beleuchtungen, Video-Überwachungssysteme und Sprachassistenten. Vor allem letztgenannte Anwendung boomt seit 2017. Den Anfang machte Amazon mit seinem bekannten Lautsprecherassistenten Alexa. Mittels einfacher Sprachbefehle konnten User Musik abspielen lassen, die Wettervorhersage abfragen oder bei dem Online-Shopping-Riesen einkaufen. Inzwischen können über die Sprachassistenten auch Lampen gedimmt und Heizungen geregelt werden und vieles mehr. Täglich kommen zahlreiche neue Anwendungen bzw. Skills hinzu. Neben Amazon sind in diesem Markt auch andere bekannte IT-Konzerne vertreten, wie beispielsweise Google, Apple und Microsoft.

 

Smart-Home-Markt wächst massiv

In Zukunft werden laut einer Studie des international tätigen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens International Data Corporation (IDC) die intelligenten Lautsprecher die am schnellsten wachsende Produktgruppe im Bereich Smart Home sein. Bis zum Jahr 2022 rechnen die Marktbeobachter mit einer weltweiten jährlichen Wachstumsrate von 39,1%. Insgesamt soll der Smart-Home-Markt in den nächsten vier Jahren auf 1,3 Mrd. Geräte anwachsen, was einem Wachstum von fast 21% pro Jahr entspricht. Ebenfalls sehr optimistisch sind die Prognosen von Statista. Demnach soll der weltweite Umsatz mit Smart-Home-Produkten bis zum Jahr 2022 auf fast 113 Mrd. US-Dollar ansteigen - zum Vergleich: im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 33 Mrd. US-Dollar.

 

Um diese Ergebnisse zu erreichen, muss allerdings die Akzeptanz gegenüber Smart Home innerhalb der Bevölkerung noch steigen. Vor allem der Umgang mit den eigenen Daten beschäftigt viele Menschen. Groß ist die Sorge, dass beispielsweise Sprachassistenten das Privatleben ausspionieren und die gewonnenen Daten Dritten zur Verfügung stellen. Ein weiteres Risiko sind Hackerangriffe. Niemand will, dass Fremde von außen die Oberhand über Heizung, Musikanlage oder im schlimmsten Fall Sicherheitsanlage gewinnen können. Ferner stellt die Kompatibilität der einzelnen Geräte untereinander häufig noch ein Problem dar.

 

Sollten die Unternehmen auf absehbare Zeit diese Probleme lösen und das Vertrauen der Nutzer gewinnen, dürfte sich Smart Home zu dem prognostizierten Milliardenmarkt entwickeln. Welche Unternehmen hiervon profitieren könnten, erfahren Sie in unserer neuen Rubrik Zukunftstrends auf dzbank-derivate.de.

 

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