Einblick / 26.10.2018 | 11:08:16 Werbung

Zukunftstrend Big Data

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Bis 2025 werden 163 Zettabyte Datenvolumen erwartet
  • Big Data setzt in Deutschland über 6 Mrd. Euro um
  • Internet of Things lässt Datenmenge explodieren
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Weltweite Datenmenge wächst rasant

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts! Rund um die Uhr werden heutzutage massenhaft Daten gesammelt - sei es beim Internetsurfen, beim Einkaufen, beim Autofahren oder einfach nur beim Tragen des Smartphones. Inzwischen gibt es so gut wie kaum einen Bereich in unserem Leben, der nicht irgendwie digital erfasst wird. Als Folge wächst die weltweite Datenmenge nahezu exponentiell an. Im Jahr 2011 wurde zum ersten Mal das Volumen von einem Zettabyte (1 mit 21 Nullen) überschritten. Fünf Jahre später, im Jahr 2016, waren es bereits 16 Zettabyte. Bis heute erhöhte sich das weltweite Datenvolumen auf 40 Zettabyte und bis zum Jahr 2025 werden laut einer Studie des IT-Marktbeobachtungshauses IDC rund 163 Zettabyte abgespeichert sein. Die jährliche Wachstumsrate von 2015 bis 2025 liegt bei rund 30%. Dieser Anstieg übersteigt die Möglichkeiten konventioneller IT. Vor allem bei der Speicherung, Analyse und Auswertung dieser Datenmengen stoßen viele Systeme an ihre Grenzen. Der Begriff Big Data umschreibt neben der gigantischen Menge an Daten auch die dazugehörigen IT-Anwendungen und Systeme, wie beispielsweise Datenbanken, Sprachanalysetools oder Visualisierungsmöglichkeiten.

 

Big Data ist ein Wachstumsmarkt. Allein in Deutschland werden nach Berechnungen von IDC im laufenden Jahr mit Hardware, Software und Services für Big-Data-Anwendungen voraussichtlich 6,4 Mrd. Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 10%. Mit 18% auf insgesamt 671 Mio. Euro ist der Bereich Hardware am stärksten gewachsen. In absoluten Zahlen ist mit einem Umsatz von 3,1 Mrd. Euro das Segment Software allerdings deutlich größer. Auf dem zweiten Platz folgen Big-Data-Dienstleistungen mit einem Umsatz für 2018 von rund 2,6 Mrd. Euro. Weltweit wird der Markt übrigens bis zum Jahr 2020 auf über 200 Mrd. US-Dollar geschätzt. Von diesem Wachstum profitieren zahlreiche Unternehmen. Eines der bekanntesten ist Europas größter Software-Hersteller SAP.

 

Big Data gehört die Zukunft

In Zukunft werden Daten und deren Auswertung eine immer größere Rolle spielen. Bereits heute nutzen zahlreiche Unternehmen intelligente Datenanalysen, um ihren Geschäftserfolg zu maximieren. Führend sind hierbei IT-Riesen wie der Online-Händler Amazon. Dank Big Data kann Amazon das Kaufverhalten seiner Kunden bis ins kleinste Detail analysieren und dadurch Werbung optimal ausspielen und Angebote individuell zuschneiden. Ebenso können Unternehmen mit Hilfe von Daten Produktionsprozesse optimieren und Wartungsarbeiten frühzeitig planen.

 

Die Einsatzmöglichkeiten von Big Data sind riesig und auch in ganz neuen Gebieten sind Anwendungen denkbar. So haben beispielsweise Forscher der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (Pennsylvania) den Zusammenhang zwischen dem Stromverbrauch von über 300 Haushalten und den morgendlichen Staus auf dem Highway untersucht. Das Ergebnis war, dass auf Basis des Stromverbrauchs tatsächlich Aussagen über den Verkehr getroffen werden können. Dieses Beispiel verdeutlicht, welche Arten von Anwendungen in Zukunft möglich sein werden. Durch die Analyse eines Systems, z.B. Handynutzung, können dank Big Data Aussagen für ein auf den ersten Blick vollkommen unabhängiges anderes System gemacht werden.

 

Ein anderer Zukunftstrend, der das Wachstum von Big Data massiv vorantreiben wird, ist das Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT). Zahlreiche dieser Geräte werden wieder Daten sammeln, die gespeichert und ausgewertet werden müssen. Je nach Prognose sollen bis zum Jahr 2020 zwischen 20 und 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Allein anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie viel Potenzial in dem Zukunftstrend Big Data steckt.

 

Welche Unternehmen von der massiv wachsenden Datenmenge und deren Verarbeitung profitieren könnten, erfahren Sie in unserer Rubrik Zukunftstrends auf dzbank-derivate.de.

 

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