Einblick / 14.12.2018 | 10:54:22 Werbung

Zukunftstrend 5G

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • 26.000-mal schneller als UMTS
  • Grundvoraussetzung für viele Zukunftstrends
  • Nokia profitiert von Netzausbau
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Autonome Fahrzeuge, Internet der Dinge, Smart Home und Virtual Reality sind faszinierende Technologien, die wir in dieser Rubrik bereits näher vorgestellt haben. Grundvoraussetzung für diese Zukunftstrends ist eine schnelle Datenverbindung. Die nächste Generation des Mobilfunknetzes - 5G - soll dies Realität werden lassen.

 

5G: Das Mobilfunknetz der Zukunft

5G ist nach GSM, UMTS (3G) und LTE (4G) die nächste Entwicklungsstufe des Mobilfunknetzes. Obwohl die Einführung von 4G gerade einmal acht Jahre zurückliegt und wir heute noch nicht alle Möglichkeiten dieses Übertragungsstandards nutzen, soll 5G alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.  Die Vorteile von 5G sind größere Datenübertragungsraten, höhere Geschwindigkeiten und geringerer Energieverbrauch. Konkret heißt das, in Zukunft können bis zu 10 GB an Daten innerhalb einer Sekunde übertragen werden - bei LTE oder 4G waren maximal 1 GB pro Sekunde möglich und bei UMTS waren es gerade einmal 0,38 MB pro Sekunde. Die Reaktionszeit oder auch Latenz soll von der Anforderung eines Datenpakets bis zu dessen Empfang eine Millisekunde betragen. Zum Vergleich: bei schnellen Festnetz-Anschlüssen beträgt diese im Moment rund 10 Millisekunden. Mit 5G wird somit Echtzeit-Internet Realität. Zudem werden sich dank eines geringeren Energieverbrauchs die Akkulaufzeiten von mobilen Endgeräten verlängern.

 

Bis der deutsche Handynutzer in den Genuss dieser Technologie kommt, wird allerdings noch ein wenig Zeit vergehen. So ist geplant, im ersten Quartal 2019 die notwendigen Funklizenzen zu versteigern. Ebenfalls 2019 sollen die ersten 5G-fähigen Smartphones erhältlich sein. Bis zum Jahr 2023 sollen laut einer Studie des schwedischen Telekommunikationsunternehmens Ericsson weltweit rund 1 Milliarde Menschen 5G nutzen. Anders als die bisherigen Mobilfunkstandards wird 5G vermehrt in der Industrie eingesetzt werden. Ziel ist die Errichtung eines universellen Netzes, mit dem die Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen ermöglicht wird. Für Zukunftstrends wie das Internet der Dinge oder Virtual Reality könnte 5G ein wichtiger Wachstumstreiber sein. Zudem werden im Laufe der Jahre zahlreiche neue Geschäftsmodelle das Licht der Welt erblicken, welche ohne 5G nicht denkbar wären.

 

Das Comeback von Nokia?

Bis Endkunden von der 5G-Technologie profitieren, wird also noch das ein oder andere Jahr vergehen, doch die ersten Geschäfte mit dem schnellen neuen Netz beginnen schon deutlich früher. War Nokia bis vor kurzem als ehemaliger Handy-Weltmarktführer bekannt, der den Anschluss an die Smartphone-Ära verpasst hat, könnten die Finnen schon bald zu den großen Profiteuren des 5G-Mobilfunkstandards gehören. So hat sich der Netzwerkausrüster eine neue Struktur gegeben und die Geschäftsbereiche Mobilfunk und Festnetz zu einer Sparte „Access Networks“ verschmolzen. Nokia erhofft sich davon eine bessere Positionierung für die zukünftige 5G-Welt.

 

Positiv für Nokia sind die derzeitigen Probleme des chinesischen Telekommunikationsausrüsters Huawei. So hat erst kürzlich das japanische Unternehmen Softbank entschieden, auf Huawei als Zulieferer zu verzichten und bei Investitionen in das bestehende 4G- und zukünftige 5G-Netz auf die beiden europäischen Konzerne Ericsson und Nokia zu setzen. Den bis dato größten 5G-Auftrag hat Nokia von der Telekom-Tochter T-Mobile US erhalten. Die Finnen sollen in den nächsten Jahren für rund 3,5 Milliarden US-Dollar Hardware, Software und Dienstleistungen für den Aufbau des Netzes liefern. Insgesamt halten sich allerdings noch viele Telekommunikationskonzerne mit ihren Bestellungen zurück. Sind aber die Versteigerungen der Funklizenzen erst einmal über die Bühne gegangen, könnte alles ganz schnell gehen.

 

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten auf Nokia im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung zu Nokia und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

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