Einblick / 28.06.2019 | 09:13:50 Werbung

Traton: Beim zweiten Anlauf gelingt das Börsendebüt

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Heute brachte Volkswagen seine Nutzfahrzeugsparte Traton an die Börse. Mit 27 Euro pro Aktie lag der Ausgabepreis am unteren Ende der Preisspanne. Insgesamt nehmen die Wolfsburger mit dem Börsengang rund 1,6 Mrd. Euro ein.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Das IPO von Traton ist in Deutschland der bis dato wichtigste Börsengang des Jahres und wird voraussichtlich auch der größte bleiben. Für Anleger, die an der Entwicklung der Traton-Aktie partizipieren wollen, hat die DZ BANK zahlreiche neue Anlageprodukte im Angebot.

 

Einnahmen fließen in Elektromobilität

Ursprünglich wollte VW seine LKW- und Bus-Tochter bereits vor Ostern an die Börse bringen. Aufgrund der schlechten Marktlage sowie der geringen Nachfrage wurde das IPO allerdings abgesagt. Dass die Wolfsburger so schnell einen zweiten Anlauf wagten, war für viele Marktteilnehmer überraschend, vor allem da sich das Umfeld seitdem kaum geändert hat. Nichtsdestotrotz konnte VW 57,5 Mio. Traton-Papiere platzieren - inklusive Mehrzuteilungsoption entspricht dies 11,5% des Kapitals. Der Nutzfahrzeughersteller kommt somit auf eine Marktkapitalisierung von 13,5 Mrd. Euro. Eigentlich hat VW auf eine deutlich höhere Bewertung von rund 24 Mrd. Euro abgezielt, allerdings hielten viele Experten und Börsianer dieses Ziel für sehr ambitioniert.

Die Einnahmen des Börsengangs fließen zu 100% an Volkswagen. Der gemessen an der Anzahl der produzierten PKW größte Automobilkonzern der Welt will die Erlöse vor allem zum Ausbau seiner Elektro-Aktivitäten nutzen. Bis zum Jahr 2028 wollen die Wolfsburger weltweit 22 Mio. E-Autos verkaufen. Zudem investiert der Konzern in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Bis 2025 sollen an 36.000 Standorten entsprechende Ladestationen entstehen.

 

Nachfrage nach Bussen und LKWs wächst

Zu Traton gehören die Nutzfahrzeugherstellermarken MAN, Scania und sowie die brasilianische LKW- und Busmarke Volkswagen Caminhões e Ônibus. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 25,9 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern lag bei 1,5 Mrd. Euro. Im ersten Quartal 2019 konnte Traton den Umsatz um 6,0% auf 6,4 Mrd. Euro steigern. Ebenfalls deutlich verbessert hat sich der operative Gewinn: um 26,8% auf 490 Mio. Euro.

Mit einem Marktanteil von 33% ist Traton Europas größter Hersteller von Nutzfahrzeugen. Allein im vergangenen Jahr lieferte die VW-Tochter rund 210.000 LKW und 22.600 Busse aus. In diesem Jahr scheint sich das Wachstum fortzusetzen. So konnte im ersten Quartal ein Rekordergebnis von insgesamt 57.163 verkauften Fahrzeugen erzielt werden. Verantwortlich hierfür sind unter anderem der nach wie vor hohe bzw. wachsende Anteil an Warentransport über die Straße sowie das starke Wachstum von Bahnkonkurrenten wie Flixbus und BlaBlaBus.

Die DZ BANK hat pünktlich zum Börsengang eine Vielzahl von interessanten Anlage- und Hebelprodukten auf die Traton SE im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

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