Einblick / 21.07.2017 | 10:12:34 Werbung

Traden lernen - mit System: Volatilität als Entscheidungskriterium

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Im Rahmen unseres Trading-Events „Traden lernen - mit System“ hat Profi-Trader Simon Betschinger vergangene Woche die erste Aktie für das 100.000-Euro-Realgeld-Depot erworben. Der Kauf erfolgte auf Basis eines strengen Regelwerks. Auf diese Weise sollen menschliche Emotionen wie Angst, Zweifel oder Euphorie komplett vermieden werden. Neben den letzte Woche vorgestellten gleitenden Durchschnitten spielt auch die Volatilität eine wichtige Rolle bei der Einzeltitelselektion.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Märkte in Bewegung

„Die Märkte sind momentan sehr volatil“ oder „Die Volatilität ist aktuell sehr hoch“ - Sätze, die jeder Anleger vermutlich schon mindestens einmal gehört hat. Doch was meinen Börsianer eigentlich, wenn sie von Volatilität sprechen, und was könnte dies für die eigenen Anlageentscheidungen bedeuten?

 

Der Begriff Volatilität leitet sich von dem lateinischen „volatilis“ ab, was so viel heißt wie „fliegend“ oder „flüchtig“. Rückschlüsse auf die Bedeutung bzw. Funktion an den Finanzmärkten können daraus allerdings nur sehr schwer gezogen werden. Dort ist die Volatilität ein Maß für die Schwankungsbreite des Preises eines Basiswertes, wie z.B. einer Aktie oder eines Index, innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls. Dieser Zeitraum kann frei gewählt werden, üblich sind allerdings zwölf Monate. Je stärker sich ein Wertpapier in diesem Beobachtungszeitraum um seinen Durchschnittswert nach oben und unten bewegt, umso höher ist die Volatilität. Wertpapiere mit einer geringen Schwankungsbreite weisen dagegen eine niedrige Volatilität aus. Neben der Schwankungsanfälligkeit gibt die Volatilität auch Auskunft über das vermeintliche Risiko einer Investition. So implizieren Wertpapiere mit einer hohen Volatilität in der Regel ein höheres Risiko.

 

An der Börse wird zwischen zwei Arten der Volatilität unterschieden - zwischen der historischen und der impliziten Volatilität. Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite von Wertpapierpreisen in der Vergangenheit bemisst, versucht die implizite Volatilität die in der Zukunft erwarteten Schwankungen darzustellen. Die implizite Volatilität  lässt sich aus aktuellen Optionspreisen ableiten, die historische Variante wird dagegen aus den Kursschwankungen der Vergangenheit berechnet. In unserem Trading-Event „Traden lernen - mit System“ wird die historische Volatilität betrachtet.

 

Hohes Risiko, hohe Rendite?

Angeblich gehen bei der Geldanlage eine hohe Rendite und ein hohes Risiko Hand in Hand. Demnach müssten Aktien mit einer hohen Volatilität eine hohe Rendite erzielen und umgekehrt. Dass dies nicht der Fall sein muss, soll unser Trading-Event verdeutlichen. Mittels des Indikators „Trendstabilität“ werden Aktien herausgefiltert, die ein starkes Trendverhalten aufweisen, aber trotzdem eine geringe Volatilität haben. Für die Berechnung des Indikators wird die Steigung der 260-Tage-Linie durch die Volatilität der Tagesrenditen der letzten 260 Tage dividiert. Je geringer die Volatilität ist, desto höher wird der Indikatorwert. Ziel ist es, Aktien zu finden, deren Trends stabil sind und voraussichtlich weiter anhalten werden.

 

Letzte Woche erwies sich die Aktie der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport als trendstabilster Wert. Seien Sie gespannt, welcher Titel es nächsten Montag in das Depot unseres Trading-Events schafft. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

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