Einblick / 22.09.2017 | 11:27:29 Werbung

Traden lernen - mit System: Ein Blick auf die Unternehmen (Teil 3)

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Seit Anfang dieser Woche ist das Depot unseres Trading-Events „Traden lernen - mit System“ vollständig. Als besonders trendstabil hat sich die Aktie der Allianz SE erwiesen. Profi-Trader Simon Betschinger entschied sich allerdings gegen ein Direktinvestment und kaufte stattdessen, wie angekündigt, ein Hebel-Produkt ein. Der derzeit vorherrschende kurzfristige Aufwärtstrend des DAX sowie die scheinbare Top-Bildung im EUR/USD waren hierfür ausschlaggebend. Zusammen mit der Lufthansa sind nun zwei Unternehmen aus dem deutschen Leitindex vertreten.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Traden lernen - mit System: Ein Blick auf die Unternehmen (Teil 3)

Seit Anfang dieser Woche ist das Depot unseres Trading-Events „Traden lernen - mit System“ vollständig. Als besonders trendstabil hat sich die Aktie der Allianz SE erwiesen. Profi-Trader Simon Betschinger entschied sich allerdings gegen ein Direktinvestment und kaufte stattdessen, wie angekündigt, ein Hebel-Produkt ein. Der derzeit vorherrschende kurzfristige Aufwärtstrend des DAX sowie die scheinbare Top-Bildung im EUR/USD waren hierfür ausschlaggebend. Zusammen mit der Lufthansa sind nun zwei Unternehmen aus dem deutschen Leitindex vertreten.

 

Der Kranich im Steigflug

Die Deutsche Lufthansa AG ist Deutschlands größte Fluggesellschaft. Mit fast 110 Millionen beförderten Passagieren im Jahr 2016 ist sie nach Ryanair die Nummer zwei in Europa. Die Lufthansa ist allerdings nicht nur im Bereich Passagierverkehr tätig. Das in Köln ansässige Unternehmen ist ein weltweit operierender Luftverkehrskonzern mit insgesamt mehr als 550 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften. Neben der Personenbeförderung ist die Lufthansa unter anderem auch in den Geschäftsfeldern Frachtverkehr, Logistik, Technik und Catering führend. Mit zum Lufthansa-Verbund gehören die Fluglinien SWISS, Eurowings, Austrian Airlines, Brussels Airlines, SunExpress und Edelweiss. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften verfügt die Lufthansa über eine Flotte von über 700 Flugzeugen.

 

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Lufthansa Group mit weltweit über 124.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 31,7 Milliarden Euro. Obwohl dies im Vergleich zu 2015 ein leichter Rückgang war, konnte der Jahresüberschuss um fast 5% auf 1,78 Milliarden Euro gesteigert werden. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von 3,81 Euro. Im ersten Halbjahr 2017 erzielte die Lufthansa Group das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens - im Vergleich zum Vorjahr wurde der Umsatz um 1,9 Milliarden Euro auf 17,0 Milliarden Euro gesteigert. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine starke Nachfrage und gesunkene Stückkosten bei den Passagier-Airlines zurückzuführen. Zudem schreibt Lufthansa Cargo bereits ein Jahr früher als erwartet schwarze Zahlen. All dies führte dazu, dass die Ergebnisprognose für 2017 auf „über Vorjahr“ angehoben wurde.

 

Mit großer Spannung wird derzeit die Entscheidung im Übernahmepoker um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin erwartet. Nach der Bundestagswahl, am 25. September, soll bekanntgegeben werden, wer welche Teile von Air Berlin bekommt. Würde die Lufthansa den Zuschlag erhalten, würde sie auf innerdeutschen Strecken eine Art Monopolstellung einnehmen.

 

Steigende Gewinne, steigende Dividenden

In Deutschland ist die Allianz SE unangefochtener Platzhirsch unter den Versicherungskonzernen. Mit über 83 Millionen Kunden in mehr als 70 Ländern gehört sie aber auch international zu den ganz Großen. Neben den klassischen Versicherungsgeschäftsbereichen Schaden- und Unfallversicherung sowie Lebens- und Krankenversicherung ist die Allianz auch unter dem Namen Allianz Global Investors (AGI) im Asset Management tätig.

 

Mit einem Umsatz von 122,4 Milliarden Euro in 2016 lag die Allianz knapp unter dem Ergebnis aus dem vorherigen Jahr. Mit einem Jahresüberschuss von 6,9 Milliarden Euro erzielte der Versicherungskonzern dagegen ein Plus von 4% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Pro Aktie macht dies einen Gewinn von 15,14 Euro. In den letzten Jahren konnte die Allianz kontinuierlich einen wachsenden Gewinn ausweisen. Eine Entwicklung, die sich in einer bis dato nahezu jährlich steigenden Dividende widerspiegelt. Rückläufig ist dagegen der Personalbestand des Münchener Konzerns. Aktuell sind weltweit rund 140.000 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, davon 29.000 in Deutschland. Um Kosten einzusparen, sollen hierzulande insgesamt 1.270 Stellen abgebaut werden. In den letzten Monaten wurden davon rund 570 durch Altersteilzeit abgebaut, die restlichen 700 sollen bis zum Jahr 2020 gestrichen werden.

 

Sehr positiv verlief das erste Halbjahr des laufenden Jahres, mit einem Umsatzanstieg von 2,3% auf 66 Milliarden Euro konnte das Ergebnis aus dem Vorjahr leicht übertroffen werden. Ebenfalls angestiegen ist der Periodenüberschuss und das Ergebnis pro Aktie – um 17% bzw. um 19%. Allerdings sind in diesen Zahlen noch nicht die Auswirkungen der Schäden durch die Hurrikans in der Karibik und den USA sowie das Erdbeben in Mexiko berücksichtigt. Als einer der wichtigsten Sachversicherer in Florida könnte das Ergebnis der Allianz durch die Naturkatastrophen belastet werden.

 

Mehr zu den jeweiligen Unternehmen finden Sie auf der Übersichtsseite der jeweiligen Aktie unter www.dzbank-derivate.de.

 

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