Einblick / 15.09.2017 | 09:56:02 Werbung

Traden lernen - mit System: Ein Blick auf die Unternehmen (Teil 2)

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Nach und nach füllt sich das Depot unseres Trading-Events „Traden lernen – mit System“. Vergangene Woche kaufte Profi-Trader Simon Betschinger mit einem Discount-Zertifikat auf die Lufthansa den ersten DAX-Titel ein. Beim MDAX zeigten sich nach wie vor die Aktien von Fraport und KION als sehr trendstabil, weshalb laut Regelwerk keine Depotänderung zulässig war. Anders sah die Lage beim Euro Stoxx 50 aus: Da die ING Groep aus den Top-3 der trendstabilsten Aktien herausfiel, musste sie verkauft werden und durch die Nummer 2 - ASML Holding - ersetzt werden. Der zweite Titel aus dem EuroStoxx 50 ist nach wie vor die LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, welche in Form eines Discount-Zertifikats im Depot vertreten ist.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Begehrte Luxusgüter

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton S.E. ist weltweiter Branchenführer der Luxusgüterindustrie. Der im September 1987 aus der Fusion der Unternehmen Louis Vuitton (Koffer- und Taschenhersteller) und Moët Hennessy (Champagner- und Cognacproduzent) hervorgegangene Konzern beinhaltet heute über 70 Luxusmarken aus den Bereichen Wein & Spirituosen, Mode & Lederwaren, Parfüm & Kosmetik sowie Uhren & Schmuck, die rund um die Welt in nahezu 4.000 Geschäften vertrieben werden. Zu den bekanntesten Marken gehören unter anderem die Cognac-Brennerei Hennessy, das Modehaus Christian Dior, der Kofferhersteller Rimowa, das Parfumhaus Guerlain und die Uhrenmanufaktur TAG Heuer.

 

Über 134.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 37,6 Milliarden Euro. Gegenüber 2015 ist dies ein Plus von 5,4%. Der Jahresüberschuss stieg im selben Zeitraum um 11,4% auf 3,981 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von 7,92 Euro. Das laufende Jahr verlief bis dato ebenfalls sehr positiv. So konnte der französische Luxusgüterkonzern im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 15% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 19,7 Milliarden Euro vermelden.

 

LVMH profitierte dabei von einer anziehenden Nachfrage aus den Schwellenländern. Aufgrund steigender Löhne und einer wachsenden Mittelschicht ändert sich in vielen Regionen das Konsumverhalten und das Interesse an Luxusgütern nimmt deutlich zu. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, vor allem China wird eine immer größere Rolle spielen. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey wird es 2018 mehr Millionäre in der Volksrepublik geben als in jedem anderen Land. Bereits 2016 wurde rund ein Drittel des Umsatzes im globalen Luxusmarkt in China generiert. Dabei wurden pro Haushalt umgerechnet mehr als 9.200 Euro ausgegeben - doppelt so viel wie beispielsweise französische oder italienische Haushalte. Obwohl diese Summe schon beeindruckend ist, wird sie in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Bis zum Jahr 2025 rechnet McKinsey, dass chinesische Käufer 44% des Luxusmarktes ausmachen werden.
 

Hightech fürs Depot

ASML Holding N.V., welche 1984 als ein Joint Venture von Advanced Semiconductor Materials International (ASMI) und Philips gegründet wurde, ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hightech-Systemen für die Halbleiterindustrie. Der Fokus liegt hierbei auf sogenannten Lithographiesystemen. Dieses Verfahren ist eine Schlüsseltechnologie bei der Herstellung mikroelektronischer Bauelemente und Schaltkreise sowie von Mikrosystemen. Dabei wird auf einen lichtempfindlichen Fotolack, welcher auf einem Wafer aufgetragen ist, mittels Belichtung ein Muster übertragen. Später werden die belichteten Stellen aufgelöst, wodurch eine lithographische Maske entsteht. Diese so entstandenen Vertiefungen werden im Anschluss weiterbearbeitet, z.B. mit Material aufgefüllt. ASML ist international tätig und ist an über 70 Standorten in 16 Ländern präsent. Zu den Kunden der niederländischen Firma gehören die weltweit bekanntesten Konzerne der Chipindustrie.

 

Die Geschäfte von ASML laufen gut. In den letzten Jahren konnte die Geschäftsführung ein regelmäßiges Wachstum bei Umsatz und Gewinn vermelden. 2016 ist der Umsatz um rund 8% gegenüber dem Vorjahr auf 6,795 Milliarden Euro gestiegen. Der erzielte Jahresüberschuss ist um 6,1% auf 1,472 Milliarden Euro geklettert - pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von 3,46 Euro. Noch besser scheint es dieses Jahr zu laufen. Im zweiten Quartal haben sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,7 auf 2,1 Milliarden Euro erhöht. Vorstandsvorsitzender Peter Wennink blickt daher optimistisch in die Zukunft und erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg des Nettoumsatzes von rund 25%.



Mehr zu den jeweiligen Unternehmen finden Sie auf der Übersichtsseite der jeweiligen Aktie unter www.dzbank-derivate.de.

 

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