Einblick / 01.09.2017 | 12:10:24 Werbung

Traden lernen - mit System: Ein Blick auf die Unternehmen

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Aktuell befinden sich im Realgeld-Depot unseres Trading-Events „Traden lernen - mit System“ vier verschiedene Unternehmen - zwei aus dem MDAX und zwei aus dem Euro Stoxx 50. Da die Auswahl streng regelbasiert auf Basis von technischen Indikatoren erfolgt, ist eine nähere Betrachtung der jeweiligen Unternehmen nicht zwingend nötig. Nichtsdestotrotz wollen wir diese Woche einen genaueren Blick auf die beiden MDAX-Titel Fraport AG und KION GROUP AG werfen.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Was die Unternehmen machen und wie sie fundamental aufgestellt sind, spielt bei unserem Trendfolge-Portfoliokonzept keine Rolle - lediglich die Kennzahl der Trendstabilität ist ausschlaggebend. Allerdings kann es auch nicht schaden, die ausgewählten Titel näher kennenzulernen, selbst unseren Profi-Trader Simon Betschinger übermannt ab und zu die Neugierde, wie auf seinem Blog nachzulesen ist.

 

Von Frankfurt in die Welt

1924 unter dem Namen „Südwestdeutsche Luftverkehrs AG“ gegründet, gehört die Fraport AG (von Frankfurt Airport) zu den ältesten und traditionsreichsten Unternehmen im MDAX. 2001 wurde das Unternehmen durch einen Börsengang teilprivatisiert. Heute sind die größten Aktionäre mit knapp über 31% und genau 20% das Land Hessen und die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (Stand: 15. Januar 2017).

 

Was ursprünglich die Betreibergesellschaft des alten Frankfurter Flughafens am Rebstockgelände war, ist heute ein international führender Airport-Konzern. Rund um den Globus ist die Fraport AG an mehr als 35 Standorten mit Beteiligungen und Tochtergesellschaften tätig. An ihrem Sitz in Frankfurt am Main stellt die Fraport AG als Eigentümerin des Geländes den Fluggesellschaften sowie anderen Nutzern ihre Einrichtungen zur Verfügung. Zudem bietet sie noch eine Vielzahl von Dienstleistungen an. Neben Fracht- und Passagiertransport, Flugzeugabfertigung und Vorfeldregie zählen dazu die Gepäckförderanlage und die zwischen den beiden Terminals verkehrende Hochbahn „Sky Line“.

 

Über 22.000 Beschäftigte erwirtschafteten im vergangenen Jahr bei 2,59 Milliarden Euro Umsatz einen Jahresüberschuss von 375,4  Millionen Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 4,07 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Wachstum von fast 36%. Der Ausblick für das laufende Jahr fällt optimistisch aus. So setzt der Flughafenbetreiber auch 2017 auf steigende Passagierzahlen und positive Beiträge von Zukäufen.

 

Wer sich näher für die Fraport AG interessiert, findet auf der entsprechenden Übersichtsseite auf dzbank-derivate.de weitere fundamentale Kennzahlen und Informationen.

 

Weltmarktführer im Stapeln

Das zweite Unternehmen aus dem MDAX ist die KION GROUP AG. Der Konzern mit dem exotisch klingenden Namen - laut Unternehmensseite stammt das Wort Kion aus der Sprache der Massai und bedeutet so viel wie „Führung übernehmen“ - ist einer der weltweit größten Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und damit verbundenen Dienstleistungen sowie Supply-Chain-Lösungen. Eigenen Angaben nach optimiert die KION GROUP in über 100 Ländern mit ihren Logistik-Lösungen den Material- und Informationsfluss in Fabriken, Lagerhäusern und Vertriebszentren. Zudem ist das Unternehmen nach Toyota der zweitgrößte Hersteller von sogenannten Flurförderfahrzeugen.

 

Die KION GROUP ist ein verhältnismäßig junges Unternehmen. Im August 2006 gliederte die aus dem DAX bekannte Linde AG ihre Staplersparte aus in die KION GROUP GmbH. Wenige Monate später wurde diese an die US-amerikanischen Finanzunternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Goldman Sachs (GS) verkauft. Mitte 2013 feierte die KION GROUP ihr Börsendebüt und ging in den freien Handel. Im Anschluss veräußerten nach und nach KKR und GS ihre Anteile. Heute ist mit 43,3% der chinesische Motorenhersteller Weichai Power der größte Einzelaktionär - 56,6% der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 31. Juni 2017).

 

2016 waren rund 30.000 Mitarbeiter für die KION GROUP tätig. Insgesamt erwirtschafteten sie einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss lag im vergangenen Jahr bei 245,5 Millionen Euro, oder 2,38 Euro pro Aktie. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund 8%. Auch in diesem Jahr soll das Unternehmen weiter wachsen. So rechnet die Konzernführung aufgrund der guten Auftragslage mit einem deutlichen Umsatzwachstum auf 7,5 bis 7,95 Milliarden Euro.

 

Mehr Details zur KION GROUP AG finden Sie wieder auf der entsprechenden Übersichtsseite. Zudem erstellt unser Tool „theScreener“ mittels mathematischer Algorithmen automatisch aktuelle Ratings mit Chancen- und Risikobewertungen zur besseren Einschätzung der jeweiligen Aktie.

 

> Zum Archiv

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 15)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.