Einblick / 25.09.2019 | 11:54:00 Werbung

TeamViewer: eine Erfolgsgeschichte geht an die Börse

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Am heutigen Handelstag wagte das schwäbische Software-Unternehmen TeamViewer den Sprung auf das Parkett. Mit einem Erlös von rund 2,2 Mrd. Euro ist dies der größte Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dotcom-Blase.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Der Milliardenkonzern aus der Provinz

Das 2005 gegründete Unternehmen TeamViewer GmbH wurde berühmt durch seine gleichnamige Fernwartungssoftware. Die in Göppingen ansässige Software-Schmiede gilt als deutsche Erfolgsgeschichte. Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit und abseits des Start-up-Trubels in Berlin stieg das Unternehmen zu einem Global Player auf. Die Software des Unternehmens wurde nach eigenen Angaben seit der Gründung über 2 Mrd. Mal installiert und ist derzeit auf mehr als 340 Mio. Geräten pro Jahr aktiv. TeamViewer hat Kunden in rund 180 Ländern weltweit und beschäftigt ca. 800 Mitarbeiter.

Bereits 2009 wurde die TeamViewer GmbH an die luxemburgische GFI Software S.A. verkauft, welche ihrerseits das Unternehmen fünf Jahre später für 870 Mio. Euro an die britische Beteiligungsgesellschaft Permira veräußerte. Mit dem heutigen Börsengang trennt sich Permira von einem großen Anteil und macht Kasse - insgesamt erlöst der Investor rund 2,2 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach den Aktien des schwäbischen Softwareherstellers war groß und die Emission vielfach überzeichnet. Der Ausgabepreis der Aktien lag mit 26,25 Euro in der Nähe des oberen Endes der Preisspanne (23,50 bis 27,50 Euro). Legt man die Zahlen des IPOs zugrunde, wird TeamViewer derzeit mit rund 5,25 Mrd. Euro bewertet.

 

Wachstum dank Megatrends?

TeamViewer vertreibt seine Software als Abonnentenmodell. Aktuell beträgt die Anzahl der zahlenden User mehr als 360.000. Im Geschäftsjahr 2018 konnte das Unternehmen einen abgerechneten Umsatz von 230 Mio. Euro erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Plus von 25%. Dieses Jahr soll das Wachstum noch stärker ausfallen. Laut den Presseinformationen zum Börsengang erwartet die Unternehmensführung für 2019 einen Anstieg der Umsätze von 35% bis 39% auf 310 bis 320 Mio. Euro. TeamViewer gilt als profitabel. Das von Unternehmensseite angegebene, um bestimmte einmalige Posten bereinigte EBITDA (Cash EBITDA) lag 2018 bei 121 Mio. Euro und soll 2019 auf 177 bis 183 Mio. Euro ansteigen.

In Zukunft soll das Wachstum des Unternehmens nicht nur durch die bekannten Desktop- und Mobile-Lösungen erfolgen. Reichlich Potenzial für Fernwartungsanwendungen könnte beispielsweise auch der Megatrend Internet of Things (Internet der Dinge) bieten. Dank den Tools von TeamViewer könnten Probleme an Maschinen oder Systemen identifiziert, analysiert und ohne den Einsatz eines Technikers aus der Ferne behoben werden.

Die DZ BANK hat zum Börsengang eine Vielzahl von interessanten Anlage- und Hebelprodukten auf die TeamViewer AG im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

> Mehr Einblicke

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 20)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.