Einblick / 20.09.2019 | 09:48:17 Werbung

Rocket Internet vermeldet Gewinnsprung

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Rocket Internet hat diese Woche hervorragende Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Trotz dieser positiven Entwicklung könnte sich die Start-up-Schmiede mittel- bis langfristig von der Börse verabschieden.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

500-Millionen-Euro-Marke geknackt

Kaum einen Grund zu klagen hat derzeit Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer. Bei dem vor zwölf Jahren mit seinen Brüdern gegründeten Unternehmen läuft es derzeit richtig rund. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33% auf 32 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn hat sich im selben Zeitraum beinahe verdoppelt - von 297 Mio. Euro auf 548 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie liegt nach Ablauf des ersten Halbjahres 2019 bei 3,65 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ebenfalls fast eine Verdopplung. Sollte das zweite Halbjahr ähnlich verlaufen, könnte Rocket Internet zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Gewinn von über 1 Mrd. Euro erzielen.

Rund 320 Mio. Euro erwirtschaftete Rocket Internet in den letzten Monaten mit dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen. So haben die Berliner beispielsweise alle ihre Anteile an HelloFresh und Westwing veräußert. Zudem wurden die Engagements in Home24 und Delivery Hero deutlich heruntergefahren. Die wichtigsten börsengelisteten Beteiligungen, wie die Global Fashion Group, Jumia und Home24, entwickelten sich zuletzt positiv und verbuchten von Januar bis Juli überwiegend Umsatzanstiege. 

 

Abschied von der Börse?

Das positive Ergebnis wurde nach der Veröffentlichung mit steigenden Kursen von Seiten der Anleger honoriert. Nichtsdestotrotz sieht Oliver Samwer die Zukunft von Rocket Internet möglicherweise nicht an der Börse. Laut Insiderinformationen plant der 47-jährige Internet-Unternehmer, den Company Builder von der Börse zu nehmen. Angeblich werden derzeit mehrere Optionen geprüft. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass Rocket Internet eigene Aktien zurückkauft und sich somit der Anteil von Samwer auf mindestens 75% erhöht, wodurch er die Gesellschaft kontrolliert. Aktuell hält er 44% des Unternehmens. Ob dieser Schritt im Laufe der nächsten Monate tatsächlich erfolgt und die anderen Anteilsinhaber verkaufen, gilt es abzuwarten. Die Kassen von Rocket Internet sind prall gefüllt und ein Aktienrückkaufprogramm ist daher durchaus denkbar. Laut dem Halbjahresbericht verfügt das Unternehmen derzeit über liquide Mittel in Höhe von 3 Mrd. Euro.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten auf Rocket Internet im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

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