Einblick / 21.02.2020 | 10:15:04 Werbung

Puma: Coronavirus und Supersportjahr

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Bei Puma läuft es derzeit rund! Nach einem Rekordjahr soll 2020 noch eins draufgesetzt werden. Während das Coronavirus das Ergebnis belasten könnte, sollen Fußball-EM und Olympische Spiele die Verkäufe ankurbeln.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Rekordjahr freut Aktionäre

2019 waren die Schuhe, Shirts und Hosen von Puma sehr gefragt. Die Marke mit der springenden Raubkatze erzielte ein Rekordergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 18,4% auf insgesamt 5,5 Mrd. Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 30,5% auf 440 Mio. Euro zu. Gleichzeitig verbesserte sich das Konzernergebnis um 40% auf 262 Mio. Euro. Dementsprechend erhöhte sich auch das Ergebnis pro Aktie von 1,25 Euro im Jahr 2018 auf 1,76 Euro. Zudem können sich die Aktionäre voraussichtlich auf eine höhere Dividende freuen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine um 15 Cent erhöhte Dividende auf 0,50 Euro pro Aktie vorschlagen.

Einen großen Beitrag zu dem sehr guten Ergebnis leistete die Region Asien/Pazifik - besonders beliebt waren Puma-Artikel in China und Indien. Insgesamt kletterte der Umsatz in der Region um 26% auf 1,56 Mrd. Euro. Dies entspricht rund 28% des weltweiten Umsatzes. Fast die Hälfte des Gesamtumsatzes machen nach wie vor die Schuhe aus, dicht gefolgt von den Textilien, welche das stärkste Wachstum ausweisen.



Wachstum trotz Coronavirus

Während China im vergangenen Jahr ein wichtiger Absatzmarkt für Puma war, könnte die Volksrepublik dieses Jahr die Achillessehne des Sportartikelherstellers sein. Durch den Ausbruch des Coronavirus ist der Geschäftsbetrieb dort stark beeinträchtigt. Durch die Abschottung ganzer Städte und Regionen sowie die Schließung zahlreicher Geschäfte ist der Absatzmarkt stark eingebrochen. Zudem bezieht Puma rund ein Fünftel seiner Produkte aus China. Geschlossene Fabriken und vorübergehend stillgelegte Transportwege könnten zu Verzögerungen in der Lieferkette führen.

Trotz Coronavirus ist der Vorstandsvorsitzende Bjørn Gulden optimistisch für das laufende Jahr. Währungsbereinigt erwartet er einen Umsatzanstieg von rund 10% und ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite zwischen 500 Mio. und 520 Mio. Euro. Für neuen Schwung könnten 2020 die beiden sportlichen Großveranstaltungen Fußball-EM und Olympische Sommerspiele in Tokio sorgen. Vor allem im Fußball haben die Herzogenauracher ihr Engagement in den letzten Monaten stark ausgebaut. So konnte mit Manchester City einer der größten und bekanntesten Vereine der Welt gewonnen werden. Zudem sponsert Puma mit Italien einen der Geheimfavoriten auf den EM-Titel. Aber auch bei den Olympischen Spielen könnte der Sportartikelhersteller ganz oben auf dem Siegerpodest stehen. Ein heißer Kandidat auf eine Medaille ist beispielsweise der neu unter Vertrag genommene 400-Meter-Weltmeister im Hürdenlauf, Karsten Warholm.

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