Einblick / 11.10.2019 | 10:08:44 Werbung

Profitiert CropEnergies vom Klimapaket?

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Mit dem Verkauf von Bioethanol hat CropEnergies im ersten Halbjahr prächtig verdient. In Zukunft könnte die Bedeutung von alternativen Kraftstoffen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes deutlich zunehmen.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Zweites Quartal mit Rekordumsatz

CropEnergies wurde im Jahr 2006 gegründet und gehört zur Südzucker-Gruppe. Das in Mannheim ansässige Unternehmen ist mit einer Produktion von 1,3 Mio. Kubikmeter Ethanol pro Jahr einer der führenden Hersteller des alternativen Kraftstoffes in Europa. Neben Ethanol produziert CropEnergies zudem hochreinen Neutralalkohol für verschiedene Industriezweige. Zusätzlich werden aus den nicht fermentierbaren Resten der verwendeten Rohstoffe jährlich über 1 Mio. Tonnen Lebens- und Futtermittel hergestellt. Den größten Beitrag zum Unternehmensergebnis liefert die Ethanolproduktion.

Sehr gut lief das Geschäft im zweiten Quartal. Mit einem Umsatz von 244,9 Mio. Euro konnte CropEnergies den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte vermelden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterten die Umsätze um fast 22% nach oben. Einen noch stärkeren Anstieg weist das EBITDA aus. Trotz höherer Preise bei den Rohstoffen konnte das Ergebnis auf 39,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Insgesamt liegt der Halbjahresüberschuss bei 31,8 Mio. Euro, was einem Ergebnis pro Aktie von 0,36 Euro entspricht. Im ersten Halbjahr 2018 lag das Ergebnis pro Aktie bei 0,08 Euro. Aufgrund der gestiegenen Erlöse für Ethanol hat CropEnergies kürzlich seine Prognose für das laufende Jahr nach oben angepasst. So erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 820 bis 860 Mio. Euro (Vorjahr: 779 Mio. Euro) und ein EBITDA von 90 bis 120 Mio. Euro (Vorjahr: 72 Mio. Euro).

 

Bioethanol reduziert CO2-Ausstoß

Auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris haben sich 197 Staaten dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen. Mit dem kürzlich von der Bundesregierung ausgearbeiteten und diese Woche vom Kabinett abgesegneten Klimapaket soll dieses Vorhaben realisiert werden. Das vorrangige Ziel des Maßnahmenkatalogs ist die konkrete Kohlendioxid-Emissionsminderung bis zum Jahr 2030. Um dies zu erreichen, soll unter anderem für die Sektoren Verkehr und Wärme eine CO2-Bepreisung eingeführt werden. Dies wird mittel- bis langfristig zu einer Preissteigerung von konventionellen Kraftstoffen führen. Eine vermehrte Nutzung von Biokraftstoffen, wie beispielsweise Ethanol, reduziert den fossilen Anteil und sollte somit auch die Kosten senken. Obwohl die Bundesregierung Benzinersatz auf Basis von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen nicht zusätzlich unterstützen wird, könnte CropEnergies von einer steigenden Nachfrage nach alternativen Treibstoffen profitieren.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Hebelprodukten auf CropEnergies im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

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