Einblick / 15.03.2019 | 11:37:15 Werbung

Profiteure des Brexits

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Finanzplatz Frankfurt gewinnt an Bedeutung
  • Flucht in Renten führt zu günstigen Hypothekarkrediten
  • Immobilienunternehmen dominieren Trendstabilitätsranglisten
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Der Brexit gehört derzeit sicherlich zu den bestimmenden Themen in den Medien. Meist wird in der Berichterstattung allerdings nur über die Nachteile und die Verlierer eines Austritts Großbritanniens aus der EU gesprochen - doch wo es Verlierer gibt, müsste es doch auch den einen oder anderen Gewinner geben? Vor allem Immobilienunternehmen scheinen von einem Brexit zu profitieren.

 

Banken ziehen nach Frankfurt

Mit die größten Auswirkungen des Brexits sind seit dem Referendum am 23. Juni 2016 sicherlich in Frankfurt am Main zu beobachten. Aufgrund des drohenden Abschieds Großbritanniens haben in den letzten Jahren zahlreiche in London ansässige Banken und Finanzdienstleister nach Standort-Alternativen Ausschau gehalten. Denn um weiter Geschäfte in Kontinentaleuropa zu tätigen, benötigen die Geldhäuser eine Niederlassung innerhalb der EU. Ein Großteil der Institute hat sich daher für die deutsche Finanzmetropole entschieden. Laut Bafin haben mehr als 45 Banken inzwischen ihre Präsenz nach Deutschland verlegt. Neben den Niederlassungen wird auch viel Geschäft in die EU übertragen. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY erwartet mindestens 900 Mrd. Euro an Vermögenswerten, die Banken an Finanzplätze innerhalb der EU verlagern werden. Der Großteil dieser Summe dürfte voraussichtlich auf Frankfurt entfallen.

Unter anderem hat der Zuzug tausender gut verdienender Banker in Frankfurt zu einem Anstieg der Immobilienpreise geführt. Laut einer Studie von immowelt.de stieg in der Mainmetropole der Kaufpreis pro Quadratmeter seit 2016 durchschnittlich von 3.720 Euro auf 4.430 Euro - dies entspricht einer Steigerung von 19%. Im selben Zeitraum kletterten die Mietpreise um 11% auf 13,90 Euro pro Quadratmeter. Zudem benötigen die „neuen“ Banken Arbeitsplätze, was zu einer verstärkten Bauaktivität in der größten Stadt Hessens geführt hat. Von diesen Entwicklungen profitieren vor allem im Raum Frankfurt ansässige Makler, Immobilienunternehmen und Baugesellschaften.

 

Immobilienunternehmen profitieren von niedrigen Zinsen

Aber auch im Rest Deutschlands hat der Brexit Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Aufgrund der andauernden Brexit-Querelen flüchteten in den letzten Monaten vermehrt Investoren in deutsche Bundesanleihen und Pfandbriefe. Auf Sicht von einem Jahr ist beispielsweise die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen von fast 0,6% auf unter 0,1% gefallen - eine Entwicklung, die letztendlich auch die Zinssätze der Hypothekarkredite drückt.

Der boomende Immobilienmarkt spiegelt sich derzeit auch in der Kursentwicklung zahlreicher börsengelisteter Immobilienunternehmen wider. Allein in den Trendstabilitäts-Ranglisten unseres Trading-Events „Besser traden mit System“ befinden sich mit Vonovia, Tag Immobilien, Deutsche Wohnen, Aroundtown und Grand City Properties fünf Immobilienunternehmen auf den vorderen Plätzen.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten auf die genannten Unternehmen im Angebot. Dazu einfach den Namen oder die Wertpapierkennnummer des Basiswertes in das Suchfeld eingeben und anschließend „Produkte“ auswählen. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf die einzelnen Basiswerte emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

> Mehr Einblicke

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 23)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.