Einblick / 03.11.2017 | 09:13:49 Werbung

Produkte für jeden Geschmack - HelloFresh geht an die Börse

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Im zweiten Anlauf ist HelloFresh der Gang an die Börse gelungen. Gestern feierte der Lebensmittel-Lieferdienst sein Debüt. Bei der Geldanlage ist es wie beim Essen, die Meinungen zu einzelnen Unternehmen bzw. Gerichten gehen häufig weit auseinander. Aus diesem Grund hat die DZ BANK eine Vielzahl von neuen Produkten auf die HelloFresh-Aktie emittiert. So kann jeder Anleger ganz nach seinem Gusto investieren.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

HelloFresh wurde im Jahr 2011 gegründet und sitzt in Berlin. Das noch junge Unternehmen liefert wöchentlich eine sogenannte Kochbox mit Rezepten und den entsprechenden Zutaten an seine Kunden nach Hause. Auf diese Weise soll die Frage „Was koche ich heute?“ sowie das teils lästige und zeitintensive Einkaufen entfallen. Mit über 2.000 Mitarbeitern lieferte HelloFresh im zweiten Quartal 2017 insgesamt 33,7 Millionen Mahlzeiten an die etwa 1,3 Millionen aktiven Kunden aus. Neben Deutschland ist HelloFresh auch in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz und Luxemburg tätig. Mit einem Anteil von nahezu 50% ist das börsennotierte Beteiligungsunternehmen Rocket Internet Hauptaktionär.

 

Börsendebüt geglückt

Bereits 2015 wollte das Berliner Unternehmen an die Börse gehen, doch aufgrund eines schwierigen Marktumfeldes wurde dieser Versuch wieder abgeblasen. Damit der Börsengang beim zweiten Anlauf gelingen konnte, musste HelloFresh einige Preiszugeständnisse machen. Bei dem letztendlich festgelegten Ausgabepreis von 10,25 Euro ist das Unternehmen rund 1,7 Milliarden Euro wert, was unter der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Dezember liegt - damals konnte HelloFresh eine Bewertung von 2 Milliarden Euro erzielen. Nichtsdestotrotz ist der Börsengang ein Erfolg. Die Nachfrage war zumindest am ersten Handelstag groß und der Schlusskurs lag mit 10,68 Euro über dem Ausgabepreis von 10,25 Euro.

 

Wachstum kostet Geld

Für die insgesamt 31 Millionen ausgegebenen Anteilscheine konnten 318 Millionen Euro erlöst werden. Das Geld fließt allein HelloFresh zu und soll weiteres Wachstum finanzieren. Vor allem das Geschäft in den USA will Firmenchef Dominik Richter weiter ausbauen. Ein Großteil des Geldes wird daher voraussichtlich in das Marketing fließen. Allein im ersten Halbjahr 2017 lagen diese Ausgaben bei 123 Millionen Euro.

 

Kosten, die sich auch in den Zahlen bemerkbar machen. In den Monaten Januar bis Juni des laufenden Jahres machte HelloFresh einen Verlust von fast 53 Millionen Euro (EBIT). Dem geringen Anstieg des Verlustes von rund 2 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum steht ein deutliches Plus beim Umsatzwachstum von fast 50% auf 435,4 Millionen Euro entgegen. Laut eigenen Angaben strebt das Unternehmen innerhalb der nächsten 15 Monate an, die Gewinnschwelle im bereinigten EBITDA zu erreichen.

 

Produkte für jeden Geschmack

Deutsche Kunden können bei HelloFresh zwischen drei verschiedenen Kochboxen - Classic Box, Veggie Box und Obst Box - wählen. Somit sollen die wichtigsten Geschmäcker angesprochen werden. Deutlich größer ist die Auswahl der von der DZ BANK aufgelegten Zertifikate auf die Aktie der HelloFresh SE. Aus über 140 Produkten können interessierte Anleger Aktienanleihen, Discount-Zertifikate sowie Long- und Short-Hebelprodukte wählen. Je nach Risikoneigung sowie erwarteter Aktienkursentwicklung dürfte so nahezu jeder Anleger ein für ihn passendes Produkt finden.

 

Eine Übersicht aller Anlageprodukte auf die Aktie der HelloFresh SE finden Sie auf www.dzbank-derivate.de. Einfach den Namen oder die Wertpapierkennnummer des Basiswertes in das Suchfeld eingeben und anschließend „Produkte“ auswählen.

 

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