Einblick / 07.09.2018 | 10:16:59 Werbung

Neue Trends auf der IFA

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Zahlreiche Innovationen in den Bereichen Gebrauchs- und Unterhaltungselektronik
  • Künstliche Intelligenz zieht in den Alltag ein
  • Fernseh- und Smartphonehersteller setzen auf bessere Bildqualität
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Die IFA, früher Internationale Funkausstellung, ist eine der ältesten Industriemessen Deutschlands und laut eigener Aussage die global führende Messe für Consumer und Home Electronics. Jedes Jahr findet die IFA im Sommer in Berlin statt und bietet Herstellern von Gebrauchs- und Unterhaltungselektronik die Gelegenheit, ihre Produkte einem breiten Publikum vorzustellen. Dieses Jahr präsentierten rund 1.800 Aussteller aus über 100 Ländern auf fast 160.000 Quadratmetern vermieteter Fläche mehr Innovationen denn je.

 

Das intelligente Heim

Einer der Top-Trends der diesjährigen IFA ist Künstliche Intelligenz. Geht es nach den Herstellern, ist in Zukunft kaum noch ein Gerät ohne diese Technologie denkbar. Vor allem KI-Assistenten, wie beispielsweise smarte Lautsprecher oder Sprachassistenten in Smartphones, werden in den nächsten Jahren vermehrt in den Alltag Einzug halten. Bis dato führend in diesem Bereich ist der weltgrößte Onlinehändler Amazon mit seinem sprachgesteuerten Lautsprecher Alexa. Doch die Konkurrenz schläft nicht und entwickelt ebenfalls zahlreiche Sprachassistenten, die immer mehr Funktionen beinhalten. So ist es voraussichtlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die gute alte Fernbedienung ausgedient hat und sämtliche Unterhaltungselektronik - vom Fernseher bis hin zum Radio - per Sprachbefehl gesteuert wird.

 

Neben Unterhaltungselektronik werden auch Haushaltsgeräte immer intelligenter. Dank der Vernetzung der Geräte untereinander werden in diesem Bereich viele Neuerungen möglich. In einem intelligenten Haus bzw. Smart Home werden nur die Räume beheizt, in denen man sich aufhält, beim Verlassen des Hauses werden alle Geräte ausgeschaltet oder sie lassen sich einzeln per App steuern. Während diese Funktionen allerdings schon seit Jahren durch die Medien geistern und überwiegend auch schon Realität sind, sind in Zukunft auch deutlich komplexere Vernetzungen denkbar. So könnte beispielsweise die Fitnessuhr nach einer Nacht mit wenig Schlaf die Kaffeemaschine morgens beauftragen, stärkeren Kaffee zu brühen, oder Einkaufs- und Kochvorschläge werden automatisch anhand des täglichen Bewegungspensums gemacht. Die möglichen Anwendungen sind nahezu unendlich, doch wichtig wird vor allem sein, dass diese den Nutzern einen Mehrwert liefern, erst dann werden die neuen Technologien auch von der breiten Masse akzeptiert. Bis dato ist dies noch nicht der Fall: Von den jährlich rund 17 Millionen verkauften Großgeräten wie Waschmaschinen, Geschirrspüler und Elektroherde gehörten 2017 nur rund 500.000 Geräte in die Kategorie Smart Home. Anhand dieser Zahlen wird allerdings auch deutlich, wie groß das Potenzial dahinter ist. Hausgerätehersteller wie Siemens und Philips könnten letztendlich zu den Profiteuren gehören.

 

Bilder werden immer schärfer

Die Hersteller von Fernsehern, Smartphones und Computern nutzen die IFA ebenfalls, um ihre neusten Entwicklungen zu präsentieren. Bei Fernsehern geht der Trend ganz klar zu immer dünneren Geräten. Die neue Generation von Fernsehern lässt sich somit platzsparend und möglichst unauffällig an der Wand anbringen. Zudem wird die Auflösung der Bildschirme immer höher. Samsung präsentierte beispielsweise Geräte, die das Bild in einer 8K-Auflösung darstellen können. Im Vergleich zu HD-Geräten ist die Darstellung bei 8K 16 Mal schärfer. Während Samsung hierfür die LED-Technologie anwendet, setzen andere Hersteller, wie beispielsweise LG, Philips und Sony, auf OLED. Da bei OLED die Bildpunkte selbst leuchten, ist im Gegensatz zu LED keine Hintergrundbeleuchtung notwendig, was eine noch dünnere Bauweise ermöglicht. So wurde auf der IFA ein hauchdünner Fernseher mit einer Dicke von nicht einmal drei Millimetern vorgestellt.

 

Apropos Bildqualität: Auch bei Smartphones spielt dieser Punkt eine große Rolle. Vor allem asiatische Mittelklasse-Hersteller präsentierten auf der IFA ihre neusten grafikstarken Modelle. Mit den neuen Mehrfachkameras kann inzwischen eine Bildqualität erreicht werden, die bis dato nur Oberklasse-Handys vorbehalten war.

 

Bei vielen Themen, die auf der IFA vorgestellt wurden, handelt es sich um sogenannte Zukunftstrends, die unser Leben schon heute beeinflussen und in Zukunft maßgeblich prägen können. Einen Überblick, welche Trends aktuell besonders interessant sind und welche Unternehmen diese bedienen, finden Sie auf dzbank-derivate.de in der Rubrik Zukunftstrends.

 

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