Einblick / 22.03.2019 | 12:14:10 Werbung

Munich Re steigt in der Trendstabilitäts-Rangliste

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Deutliches Gewinnwachstum in 2018
  • Boeing-Absturz belastet Q1 mit rund 100 Mio. Euro
  • Gewinn soll um 200 Mio. Euro gesteigert werden
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Langsam, aber sicher steigt die Investitionsquote bei unserem Trading-Event „Besser Traden mit System“ wieder. Aktuell befinden sich jeweils zwei Werte aus dem EURO STOXX 50 und dem MDAX im Depot. Nur der DAX hinkt ein wenig hinterher - derzeit steht die Marktampel für den deutschen Leitindex noch auf Rot. Doch dies kann sich bis zum nächsten Umschichtungstermin ändern. Ein Wert, der sich in der Trendstabilitätsrangliste langsam nach oben kämpft, ist die Aktie der Münchener Rückversicherungs AG bzw. Munich Re.

 

Munich Re erzielt gutes Ergebnis

Diesen Mittwoch veröffentlichte die Munich Re das gesamte Zahlenwerk für 2018. Demnach erzielte der Versicherungskonzern in den zwölf Monaten einen operativen Gewinn von 3,7 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 200%. Noch beeindruckender fiel das Plus beim Konzernergebnis aus: Wurden 2017 nur 392 Mio. Euro verdient, waren es 2018 fast 2,3 Mrd. Euro. Der Gewinn pro Aktie beträgt 15,53 Euro. Das gute Ergebnis soll sich auch für die Aktionäre auszahlen. So will die Geschäftsführung der Hauptversammlung eine deutliche Steigerung der Dividende auf 9,25 Euro (Vorjahr: 8,60 Euro) pro Anteilschein vorschlagen.

Auf der Bilanzpressekonferenz äußerte sich der Finanzvorstand des Versicherungsriesen auch zu dem jüngsten Flugzeugabsturz in Äthiopien. Denn sowohl den Flugzeugbauer Boeing als auch die Fluggesellschaft Ethiopian zählt die Munich Re zu ihren Kunden. Laut Vorstand Christoph Jurecka sollen der Absturz des Flugzeuges und die dazugehörigen Folgen das Ergebnis des ersten Quartals mit 100 bis 120 Mio. Euro belasten. Trotz dieses schrecklichen Ereignisses sollen die ersten drei Monate des laufenden Jahres im Rahmen der Erwartungen verlaufen sein.

 

Positiver Ausblick für 2019

Nach der deutlichen Gewinnsteigerung im vergangenen Jahr plant die Munich Re, 2019 noch eine Schippe draufzulegen. So strebt der Konzern für das laufende Jahr einen Gewinnanstieg von 200 Mio. Euro auf insgesamt rund 2,5 Mrd. Euro an. Davon werden rund 2,1 Mrd. Euro im Geschäftsfeld Rückversicherung und rund 400 Mio. Euro bei der Erstversicherungstochter ERGO erwartet. Mittelfristig - bis zum Jahr 2020 - soll der Gewinn auf 2,8 Mrd. Euro gesteigert werden.

Das Plus soll allerdings nicht durch höhere Einnahmen, sondern überwiegend durch eine Reduzierung der Kosten sowie durch steigende Erträge bei den Kapitalanlagen erzielt werden. So soll unter anderem bis zum Jahr 2021 der Umbau von ERGO abgeschlossen sein. Bis dato wurden von den Kosteneinsparungen in Höhe von 279 Mio. Euro bereits 174 Mio. Euro realisiert. Zudem haben inzwischen 1240 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen - insgesamt sollen 2100 Stellen abgebaut werden.

 

Neue Aktienrückkäufe angekündigt

Wie in den vergangenen Jahren hat die Munich Re auch für 2019/20 ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis zur Hauptversammlung im nächsten Jahr sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. Euro eingezogen werden. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies ungefähr einer Summe von 4,6 Mio. Aktien oder rund 3% des Grundkapitals. 

Trotz der erfreulichen Geschäftsentwicklung und des positiven Ausblicks besteht vor allem bei Versicherungsunternehmen natürlich immer das Risiko, dass außerplanmäßige Ereignisse, wie beispielsweise Naturkatastrophen oder Unfälle, das Ergebnis negativ beeinflussen.

 

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten und Hebelprodukten auf die Münchener Rückversicherungs AG im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

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