Einblick / 24.08.2018 | 11:15:29 Werbung

MTU Aero Engines im Höhenflug

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • MTU ist der führende deutsche Triebwerkshersteller
  • Verdopplung der Passagierflugzeuge bis zum Jahr 2036
  • Emissionen sollen massiv reduziert werden
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

In Deutschland zuhause, weltweit tätig

Mit einer Historie von über 80 Jahren kann MTU Aero Engines auf eine lange Tradition und ein bewegtes Leben zurückblicken. So wechselte das Unternehmen beispielsweise seit der Gründung bzw. der Ausgliederung der BMW-Flugmotorenbau GmbH aus der BMW AG am 22. Dezember 1934 mehrmals die Eigentümer - darunter befanden sich so bekannte Namen wie Daimler Benz und MAN. Heute ist MTU der führende deutsche Triebwerkshersteller und mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften global präsent. Insgesamt verfügt der Konzern über 14 Standorte auf der ganzen Welt und beschäftigt ca. 10.000 Mitarbeiter. Bei der Entwicklung und Herstellung von Triebwerken kooperiert MTU zudem mit namhaften Unternehmen der Branche wie beispielsweise GE Aviation, Pratt & Whitney und Rolls Royce. Aktuell setzt sich die Eigentümerstruktur des in München-Allach ansässigen Unternehmens aus rund 93% institutionellen Investoren, 6% Privatanlegern und 1% eigenen Aktien zusammen.

 

Das Geschäftsmodell der MTU teilt sich in drei Bereiche: zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt und Instandhaltung. In der zivilen Luftfahrt sind die Münchener mit ihren Produkten in allen Schub- und Leistungsklassen vertreten, sei es der „kleine“ Privatjet über den Hubschrauber bis hin zum größten Passagierflugzeug der Welt, dem Airbus A380. Laut eigenen Aussagen fliegt jedes dritte Verkehrsflugzeug mit MTU-Technologien. Im militärischen Bereich ist MTU Systempartner für nahezu alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. In der Instandhaltung bzw. im Maintenance-Geschäft ist MTU Aero Engines gemessen am Umsatz der weltweit größte unabhängige Instandhaltungsdienstleister für zivile Triebwerke. Dabei werden nicht nur eigene Triebwerke gewartet, sondern auch Triebwerke der Konkurrenz. Mit fast 50% trägt die zivile Luftfahrt den Löwenanteil zum Gesamtkonzernumsatz von knapp über 5 Mrd. Euro bei, gefolgt von der Instandhaltung mit 45% und dem militärischen Bereich mit 8% (Stand: 31.12.2017).

 

Mehr Leistung, weniger Kraftstoff

Luftfahrt ist ein Wachstumsmarkt. Allein MTU rechnet bis zum Jahr 2036 mit einer Verdopplung der weltweit aktiven Flotte von derzeit rund 23.000 Flugzeugen auf 46.000 Stück. Aufgrund seines Geschäftsmodells gehört MTU mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Profiteuren dieser Entwicklung. Um auch in Zukunft an der Spitze zu stehen, sind allerdings Innovationen und Weiterentwicklungen nötig - denn bekanntlich schläft die Konkurrenz nicht. Aus diesem Grund investierte MTU im vergangenen Geschäftsjahr fast 200 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

 

Im Rahmen einer Selbstverpflichtung gegenüber der europäischen Luftfahrtindustrie und Forschung hat sich MTU sehr ehrgeizige Emissionsziele bis zum Jahr 2050 auferlegt. So soll beispielsweise der CO₂-Ausstoß im Luftverkehr im Vergleich zum Jahr 2000 um 75% reduziert werden. Um diese Vorgaben zu erfüllen, legt MTU besonderes Augenmerk auf die Effizienzsteigerung der Triebwerke, um den Kraftstoffverbrauch und letztendlich auch die Emissionen zu verringern. Möglich werden soll dies unter anderem durch neue Hochtemperaturwerkstoffe und moderne Fertigungstechnologien wie additive Verfahren.

 

Die Digitalisierung von Produkten, Services und Wertschöpfungsketten gewinnt auch bei MTU zunehmend an Bedeutung. So werden beispielsweise in der Forschung und Entwicklung zahlreiche Simulationsverfahren bis hin zum virtuellen Triebwerk eingesetzt. Ziel dieser Verfahren ist die Optimierung von Strukturen und Prozessen, um auf absehbare Zeit weniger Kapital einzusetzen und die Entwicklung neuer Technologien zu beschleunigen. 

 

Mehr über die MTU Aero Engines AG sowie welche Produkte die DZ BANK auf den führenden deutschen Triebwerkshersteller anbietet, finden Sie im Basiswert-Factsheet.

 

> Mehr Einblicke

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 19)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.