Einblick / 15.02.2019 | 11:46:46 Werbung

Kering: Fokus auf Luxus

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Luxusgütermarkt ist nahezu konjunkturunabhängig
  • Starkes Wachstum im vergangenen Jahr
  • Zahlreiche neue Anlageprodukte im Angebot der DZ BANK
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Weltweit kühlt sich das Wirtschaftswachstum ab. Erst kürzlich hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das laufende Jahr reduziert. Statt ursprünglich 3,7% rechnen die Experten jetzt nur noch mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,5%. Obwohl sich wahrscheinlich kein Unternehmen eine schwächelnde Weltwirtschaft wünscht, gibt es durchaus Branchen, die relativ resistent gegen solche Entwicklungen sind. So sind beispielsweise Luxusgüterunternehmen weniger von der Konjunktur abhängig. Denn Luxusgüter werden vor allem von Bevölkerungsschichten, die über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügen oder aufgrund ihrer finanziellen Gesamtsituation in der Lage sind, sich hochpreisige Konsumartikel leisten zu können, nachgefragt. Mehr zu dem Thema „Luxusgüter“ finden Sie übrigens auch in unserer Rubrik „Zukunftstrends“.

 

Kering trotzt der schwächelnden Konjunktur

Einer der weltweit größten Luxusgüterkonzerne ist das französische Unternehmen Kering. Zu den bekanntesten Marken der in Paris ansässigen Holding gehören unter anderem Gucci, Alexander McQueen, Brioni und Saint Laurent. Im vergangenen Jahr beschäftigte Kering rund um den Globus über 30.000 Mitarbeiter.

 

Mitte dieser Woche veröffentlichte Kering die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018. Laut dem Vorstandsvorsitzenden François-Henri Pinault war das vergangene Jahr ausgezeichnet und das Unternehmen hat sich besser entwickelt als die Branche. In einem insgesamt günstigen, aber immer komplexer werdenden Umfeld erzielte Kering im Vergleich zu 2017 ein Umsatzwachstum von 26,3% auf insgesamt 13,7 Mrd. Euro.  Verantwortlich für diese Steigerung waren vor allem die beiden Modelabels Gucci und Saint Laurent. Der Jahresüberschuss fiel mit 3,7 Mrd. Euro mehr als doppelt so hoch aus wie 2017. Einen ähnlich hohen Zuwachs hat Kering beim Gewinn pro Aktie vorzuweisen. Von 14,17 Euro Gewinn pro Aktie im Jahr 2017 ist der Gewinn 2018 auf 29,49 Euro pro Aktie gestiegen. Bei all diesen Zahlen müssen allerdings die Erlöse, welche durch die Trennungen von den Marken Puma, Volcom und Stella McCartney erzielt wurden, berücksichtigt werden.  Allein die Abspaltung von Puma brachte einen Kapitalgewinn in Höhe von 1,1 Mrd. Euro.

 

Fokussierung auf Luxus

Seit der Trennung von Puma und Volcom fokussiert sich Kering wieder auf das Luxussegment. Zwar dürfte Kering dadurch einiges an Umsatz verlieren, aber im Verhältnis zu den Erlösen sollte der Gewinn des verbleibenden Geschäfts höher ausfallen. Denn im Vergleich zu Sportartikeln sind Luxusgüter deutlich profitabler. Zudem sollte sich die operative Marge verbessern.

 

Der Ausblick von Kering für das laufende Jahr fiel zurückhaltend aus und enthielt einige Unwägbarkeiten. So wies die Unternehmensführung unter anderem auf die geopolitischen Unsicherheiten, die nationale Handelspolitik und die Wechselkursschwankungen hin. Nichtsdestotrotz soll auch 2019 der Filialausbau vorangetrieben werden und der Umsatz gesteigert werden. Ob die Ziele erreicht werden, dürfte neben dem Online-Handel vor allem vom Chinageschäft abhängig sein. Aufgrund der aktuell schwächelnden chinesischen Wirtschaft ist es fraglich, ob die Nachfrage nach Luxusgütern auf dem hohen Niveau der Vorjahre bleibt.

 

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten und Hebelprodukten auf Kering S.A. im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

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