Einblick / 26.04.2019 | 10:46:38 Werbung

Jumia-Börsengang lässt Rocket Internet jubeln

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Aktienkurs von Jumia verdreifacht sich wenige Tage nach Börsendebüt
  • Rocket Internet hält über 20% an afrikanischem Online-Händler
  • Rocket Internet verfügt über 2 Mrd. Euro liquide Mittel
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Auch 2019 wagte schon so manches Unternehmen den Schritt an die Börse. Besondere Aufmerksamkeit fiel dabei den IPOs des Online-Fahrdienstvermittlers Lyft sowie dem sozialen Netz Pinterest zu. Für viele deutsche Anleger deutlich interessanter war allerdings ein ganz anderer Börsengang: Anfang April feierte das afrikanische Online-Versandportal Jumia Technologies sein Börsendebüt an der Wall Street. Zu den Hauptaktionären des Online-Händlers gehört die deutsche Start-up-Schmiede Rocket Internet.

 

Rocket Internet profitiert von Börsengang

Jumia gilt als das erste „Einhorn Afrikas“, das heißt, es ist das erste Start-up des afrikanischen Kontinents, das eine Bewertung von mehr als 1 Mrd. US-Dollar erreicht hat. Im Rahmen des IPOs vor wenigen Tagen konnte das Unternehmen Emissionserlöse in Höhe von 196 Mio. US-Dollar erzielen. Bereits am ersten Handelstag stieg der Aktienkurs um mehr als 50% über den Ausgabepreis an. In den darauffolgenden Tagen konnte sich der Wert des Unternehmens sogar verdreifachen. Mit einem Anteil von rund 20% gehört Rocket Internet zu den größten Anteilseignern und freute sich dementsprechend über den gelungenen Börsengang.

 

Aber auch ansonsten läuft das Geschäft von Rocket Internet gut. 2018 konnten die Berliner einen Konzernumsatz in Höhe von 45 Mio. Euro erzielen. Gleichzeitig stieg der Gewinn auf 196 Mio. Euro - im Vorjahr musste das Unternehmen noch einen Verlust von 6 Mio. Euro verbuchen. Der Gewinn pro Aktie betrug im vergangenen Jahr 1,28 Euro. 2018 brachte Rocket Internet die beiden Beteiligungen Westwing und Home24 an die Börse. Zusammen mit HelloFresh und DeliveryHero konnten bis dato somit vier Unternehmen erfolgreich platziert werden.

 

Kasse prall gefüllt für weitere Beteiligungen

Konzernchef Oliver Samwer verkündet im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dass er und sein Unternehmen im laufenden Jahr mehr Unternehmen aufbauen möchten als 2018. Zudem sind weitere Börsengänge denkbar. Nachdem Jumia inzwischen börsennotiert ist, ist der Online-Modehändler Global Fashion Group ein weiterer heißer Kandidat. Das in Russland, im Nahen Osten und im ostasiatischen Raum tätige Unternehmen sollte eigentlich schon im ersten Quartal an die Börse gebracht werden. Warum das IPO auf Eis gelegt wurde, ist aktuell nicht bekannt.

 

Gerüchten nach ist Rocket Internet auch an einer Beteiligung an dem Fernreise-Start-up Flixbus interessiert. Die Kassen für solch eine Investition wären aktuell gut gefüllt. Laut Geschäftsbericht verfügt Rocket Internet über eine Kapitalausstattung mit liquiden Mitteln in Höhe von 2 Mrd. Euro. Bis dato wurde dieses Gerücht weder bestätigt noch dementiert, sicher ist allerdings, dass Flixbus für die weitere Expansion frisches Geld benötigt.

 

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten und Hebelprodukten auf die Rocket Internet SE im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

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