Einblick / 19.07.2019 | 10:35:10 Werbung

Investieren wie Warren Buffett

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Value-Investoren wie Warren Buffett verfolgen das Ziel, Anteile an einem guten Unternehmen zu einem günstigen Preis zu erwerben. Ob es sich um ein gutes Unternehmen handelt, beurteilt Buffett anhand verschiedener Kriterien.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Funktionierendes Geschäftsmodell und Burggraben

Damit der Wert eines Unternehmens langfristig steigt, sollten die Ertragsperspektiven natürlich positiv sein. Um diese als Investor besser abschätzen zu können, ist es wichtig, das Geschäftsmodell des Unternehmens zu verstehen. Zugleich sollte das Unternehmen bereits bewiesen haben, dass es in der Lage ist, mit seinem Geschäft Geld zu verdienen und nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften. Ein denkbarer Maßstab für ein bewährtes Geschäftsmodell wäre beispielsweise ein Gewinnwachstum von im Schnitt 7% in den zurückliegenden 10 Jahren. Dabei sollten die Gewinne maximal in zwei Jahren um höchstens 5% zurückgegangen sein.

Eine solche Entwicklung ist umso leichter zu erreichen, je größer die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens sind. Buffett spricht hier von einem Burggraben, der möglichst breit und tief sein soll. Beispiele hierfür sind Technologieführerschaft, starke Marken und/oder eine führende Marktposition, die es der Konkurrenz erschweren, in den Markt einzusteigen und Preisdruck auszuüben.

 

Fundamentale Auswahlkriterien

Darüber hinaus legt Buffett Wert auf eine möglichst hohe Eigenkapitalrendite von 20% oder mehr. Zudem sollte das Geschäft eine hohe Gewinnmarge sowie einen hohen Free Cashflow generieren. Um besser beurteilen zu können, ob die aktuelle oder erwartete Gewinnmarge/Free Cashflow hoch ausfallen, sollten die Kennzahlen mit den Werten der vergangenen Jahre und denen anderer Unternehmen aus der gleichen Branche (Peergroup) verglichen werden.

Gering sollte dagegen die Verschuldung ausfallen. Als Richtlinie kann hier ein Verschuldungsgrad (Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital) von weniger als 50% dienen. Je geringer der Verschuldungsgrad, desto weniger ist das Unternehmen von seinen Kreditgebern abhängig.

 

Trauen Sie dem Vorstand?

Neben den fundamentalen Kriterien achtet Buffett auch auf die Integrität des Managements. Handelt es zum Wohl des Unternehmens und damit auch zum Wohl der Anteilseigner? Anhaltspunkte dafür sind eine offene und ehrliche Kommunikation über die Lage des Unternehmens und der Umgang mit den Gewinnen. Diese sollten zuerst dafür verwendet werden, um neue Entwicklungen voranzutreiben, aus denen sich im Wettbewerb Vorteile ziehen lassen.

 

Qualität im Sonderangebot

Sind die zuvor genannten Kriterien so weit erfüllt, kommt es entscheidend darauf an, dass das Unternehmen mit einem Abschlag zum Fair Value (angemessener Wert) notiert. Ziel ist es, in ein gutes, unter Wert gehandeltes Unternehmen zu investieren. Anschließend wird darauf gewartet, dass der Markt den angemessenen Wert erkennt und die Unterbewertung abbaut. Wird der Fair Value erreicht, wird das Investment verkauft. Bis es so weit ist, können durchaus mehrere Jahre ins Land gehen, weshalb Value-Investoren einen langfristigen Anlagehorizont besitzen sollten.

Allerdings führt auch die Value-Strategie nicht immer zum Erfolg. Manchmal verschlechtert sich das Umfeld für ein Unternehmen nach dem Kauf. Selbst Buffett musste bei seinen Investments schon den einen oder anderen Fehlgriff verkraften. Über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ist er jedoch an vielen Unternehmen beteiligt, wodurch die Risiken gestreut werden.

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