Einblick / 23.11.2018 | 11:00:12 Werbung

Insider schlagen bei Siemens zu

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Insiderkäufe haben im November zugenommen
  • Vorstand und Aufsichtsrat kaufen für über 6 Mio. Euro Siemens-Aktien
  • Umstrukturierung soll für Wachstum sorgen
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Insider kaufen trotz fallender Kurse

Seit einigen Wochen kennen die Börsen mehr oder weniger nur eine Richtung - gen Süden. Rund um den Globus schwächeln zahlreiche Aktienindizes und entfernen sich immer weiter von ihren alten Höchstständen. Die Bewegungen sind zuweilen so heftig, dass der Eindruck entstehen könnte, Anleger und Investoren müssten auf Teufel komm raus verkaufen. Doch nicht alle Aktionäre wollen sich von ihren Papieren trennen. Ganz im Gegenteil, Insider wie beispielsweise Vorstände und Aufsichtsräte haben die jüngsten Kursrückgänge teils genutzt, um ihre Anteile aufzustocken.

 

Insidertransaktionen können eine hohe Aussagekraft haben. Verkauft beispielsweise ein Vorstand einen nennenswerten Aktienbestand seines Unternehmens trotz guter Zahlen und eines scheinbar stabilen Aufwärtstrends, ist Vorsicht geboten. Normalerweise kann solch ein Insider die zukünftige Entwicklung des Unternehmens besser einschätzen als ein außenstehender Anleger. Anders sieht die Lage natürlich bei Käufen aus. Kauft ein Insider bei fallenden Kursen, blickt er optimistisch in die Zukunft und sieht das Unternehmen als unterbewertet an. In den letzten Wochen war genau dies zu beobachten. Trotz rückläufiger Kurse und einiger Unsicherheiten griffen den Unternehmen nahestehende Personen zu und kauften in teils großem Stil deutsche Aktien. Im DAX sticht im November bis dato ein Unternehmen mit besonders hohen Käufen heraus: Siemens.

 

Vorstand und Aufsichtsrat blicken optimistisch in die Zukunft

Bei Deutschlands bekanntem Technologiekonzern Siemens haben Mitte November Vorstände und Aufsichtsrat zusammen Aktien im Wert von über 6 Mio. Euro erworben. Allein Vorständin Lisa Davis, welche die Kraftwerksparte verantwortet, hat für rund 2,6 Mio. Euro nachgekauft. Aber auch der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hat seinen Bestand an Siemens-Aktien um über 1 Mio. Euro aufgestockt.

 

Dabei fielen die jüngst veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal und das Geschäftsjahr 2018  - bei Siemens endet das Jahr zum 30. September - eher gemischt aus. Auf das gesamte Jahr gesehen konnte Siemens einen Anstieg der Auftragseingänge um 8% verbuchen. Gleichzeitig nahmen die Umsatzerlöse um 2% zu. Mit 6,1 Mrd. Euro blieb der Gewinn nach Steuern dagegen nahezu unverändert. Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2018 bei 7,12 Euro. Belastet wurde das Ergebnis von einem deutlichen Gewinnrückgang in der Kraftwerksparte. Insgesamt wurden die selbstgesteckten Ziele für das abgelaufene Jahr erreicht.

 

Für 2019 erwartet die Geschäftsführung ein weiterhin günstiges Marktumfeld und ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse. Für eine positive Überraschung könnte eventuell der voranschreitende Umbau des Konzerns sorgen. Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser plant, die Konglomeratsstruktur weiter abzubauen. Der ehemalige Mischkonzern soll in Zukunft aus drei operativen und ausgelagerten Geschäftsbereichen bestehen, an denen Siemens einen Großteil der Anteile hält. Bis dato wurden die Medizintechnik und die Windkraftsparte an die Börse gebracht. Für die Bahntechnik ist eine Fusion mit dem französischen Konkurrenten Alstom beabsichtigt. Hier steht jedoch noch die Zustimmung der EU-Kommission aus.  Die Kraftwerksparte soll dagegen im Konzern verbleiben. Allerdings sind hier Kosteneinsparungen, Personalabbau und Neustrukturierungen geplant. Weiteren Rückenwind könnte die Siemens-Aktie durch ein bis zum November 2021 laufendes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro erhalten.

 

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten auf die Siemens AG im Angebot. Dazu einfach den Namen oder die Wertpapierkennnummer des Basiswertes in das Suchfeld eingeben und anschließend „Produkte“ auswählen. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung zu Siemens und ihrer Risikobereitschaft passt.

 

> Mehr Einblicke

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 25)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.