Einblick / 06.09.2019 | 09:48:45 Werbung

Indexänderungen: Auf- und Absteiger der DAX-Familie

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Ende September findet in den deutschen Aktienindizes DAX, MDAX und SDAX wieder ein großes Stühlerücken statt. Nach 31 Jahren DAX-Zugehörigkeit muss thyssenkrupp seinen Platz für MTU Aero Engines freimachen.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Eine Ära geht zu Ende

Der 1. Juli 1988 war der Geburtstag des DAX.  Zu den Gründungsmitgliedern des Index zählte damals  der Essener Stahlkonzern Thyssen. Über 31 Jahre später, am 23. September 2019, muss das 1999 mit Krupp fusionierte Unternehmen den deutschen Leitindex verlassen. Aufgrund seiner Kursschwäche und eines geringen Handelsumsatzes erfüllte thyssenkrupp Ende August nicht mehr die Anforderungen für eine Mitgliedschaft im DAX und muss in den MDAX absteigen. Nachfolger wird der Münchener Triebwerkshersteller MTU Aero Engines.

thyssenkrupp-Vorstandschef Guido Kerkhoff bedauert den Abstieg, zeigt sich aber unter Anbetracht der jüngsten Kursentwicklungen der eigenen Aktie durchaus verständnisvoll. Um den Mischkonzern zukunftsfähig zu machen, will Kerkhoff thyssenkrupp neu aufstellen und profitabler machen. Als einer der ersten Schritte soll die Aufzugsparte veräußert werden. In Zukunft soll bei thyssenkrupp der Fokus auf das Werkstoffgeschäft und die Stahlproduktion gelegt werden. Deutlich runder läuft es dagegen bei dem neuen DAX-Mitglied MTU Aero Engines. Der Triebwerkshersteller profitiert von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen. Erst vor wenigen Wochen hat MTU die Ergebnis- und Cashflow-Prognose für das laufende Jahr erhöht.

 

Wechsel in der zweiten und dritten Reihe

Nicht nur im DAX gibt es Veränderungen, auch im MDAX und SDAX finden sich Auf- und Absteiger. So muss beispielsweise der Autozulieferer Norma Group vom MDAX in den SDAX wechseln. Wie die gesamte Autoindustrie leidet auch Norma unter der aktuell schwächelnden Konjunktur und der schleppenden Nachfrage nach Automobilen. Ein Opfer des rasant wachsenden Online-Handels ist dagegen der MDAX-Absteiger Deutsche Euroshop - im ersten Halbjahr konnte der Spezialist für Investments in Shopping-Center kein nennenswertes Ergebniswachstum verkünden. Ersetzt werden die beiden Unternehmen durch den Veranstalter und Tickethändler CTS Eventim sowie den Software-Konzern Compugroup. Vor allem CTS Eventim verdient mit Veranstaltungen und dem Verkauf von Tickets prächtig und konnte jüngst starke Quartalszahlen vorlegen.

Im SDAX gibt es nur einen Wechsel: Der Maschinenbauer Aumann muss für die Volkswagen-Tochter Traton Platz machen. Ähnlich wie die Norma Group litt auch Aumann in den vergangenen Wochen unter der sich verschlechternden Wirtschaftslage und dem sich verschärfenden Handelskonflikt. Obwohl auch bei Traton die Kursentwicklung seit dem IPO nicht gerade zufriedenstellend ist, gelingt dem Nutzfahrzeughersteller aufgrund seiner Größe der Sprung in den SDAX.

Für alle genannten Unternehmen hat die DZ BANK eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf die Basiswerte emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

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