Einblick / 16.08.2019 | 11:00:10 Werbung

HelloFresh: Schwarze Zahlen und neue Kunden

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Immer mehr Menschen legen Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Ein Unternehmen, das von diesem Trend langfristig profitieren könnte, ist der Kochboxenversender HelloFresh.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Das erste profitable Quartal

HelloFresh wurde vor rund acht Jahren gegründet und wird seit November 2017 im Frankfurter Prime Standard gehandelt. Von Anfang an galt das Geschäft mit den Kochboxen als schwierig. Aufgrund der hohen Marketingkosten zur Gewinnung neuer Kunden war es fraglich, wann und ob Unternehmen dieser Branche schwarze Zahlen schreiben würden. Diese Woche überraschte HelloFresh alle Kritiker und Zweifler mit starken Quartalszahlen und hohem Kundenwachstum.

Von April bis Juni erzielte der Berliner Kochboxenversender einen Umsatz von 437 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Zuwachs von 37%. Einen wichtigen Anteil steuerte mit einem Plus von 31% das Geschäft in den USA bei. Mit einem Gewinn von 18,3 Mio. Euro beim bereinigten EBITDA wies HelloFresh das erste profitable Quartal auf Gruppenebene aus. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal des letzten Jahres erwirtschaftete das Unternehmen noch ein Minus von 3,9 Mio. Euro. Besonders positiv fällt das Kundenwachstum aus. Innerhalb eines Jahres konnte die Anzahl der Kunden weltweit um rund 30% auf 2,4 Mio. gesteigert werden. Der gute Verlauf des ersten Halbjahres bewog auch das Management dazu, die Zahlen für das Gesamtjahr auf den oberen Bereich der ursprünglichen Prognose zu verengen.

 

Selber kochen liegt im Trend

Noch nie war die Auswahl an Lebensmitteln so groß wie heute. In den Supermärkten sind die Regale voll mit Fertiggerichten, dem sogenannten Convenience Food. Vor allem, wenn es schnell gehen soll, ist diese Form der Essenszubereitung praktisch. In letzter Zeit sind Convenience-Produkte allerdings immer mehr in Verruf gekommen - zu viel Zucker, zu viel Geschmacksverstärker, zu wenig gesunde Inhaltsstoffe. Mit regionalen und möglichst naturbelassenen Zutaten selber kochen erfreut sich daher immer größerer Beliebtheit. Mittel- bis langfristig dürfte sich dieser Trend fortsetzen. So zeigt beispielsweise die aktuelle Debatte um die Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln, beispielsweise per Ampelsystem, dass Verbraucher durchaus wissen wollen, was in den Lebensmitteln enthalten ist.

Viele Menschen, die sich gerne gesunder ernähren würden, haben allerdings ein Problem: zu wenig Zeit. Neben Arbeit, Familie, Freunden und Hobby kommen Einkaufen und Kochen häufig zu kurz. Kochboxen können daher ein attraktives Angebot sein. Kochboxen werden meist von Ernährungsberatern und Köchen zusammengestellt. Großer Wert wird neben dem Geschmack dabei auf die Qualität der Zutaten und eine ausgewogene Zusammensetzung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen gelegt.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten auf HelloFresh im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

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