Einblick / 24.05.2019 | 10:50:36 Werbung

Fahrt frei für E-Scooter

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Bundeskabinett stimmt Vorgaben für die Zulassung von E-Scootern zu
  • Weltweit werden bis 2030 Umsätze in Höhe von 500 Mrd. US-Dollar prognostiziert
  • Volkswagen steigt in das E-Scooter-Geschäft ein
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Nach dem Bundesrat hat diese Woche auch das Bundeskabinett den Vorgaben für die Zulassung von E-Scootern zugestimmt. Diese Vorgaben sollen nun in eine Verordnung übernommen werden, welche voraussichtlich im Laufe des Juni in Kraft tritt. Erst nach diesem Schritt ist eine finale Zulassung möglich. Wann die elektrischen Tretroller dann wirklich auf deutschen Straßen unterwegs sein werden, ist noch unbekannt.

 

Das nächste große Ding

Auch wenn es in Deutschland noch etwas dauert, andere Länder sind bei der Frage der Zulassung schon deutlich weiter und in so mancher Großstadt gehören die Roller inzwischen zum alltäglichen Straßenbild. Der Markt für die Scooter boomt und so mancher Experte sieht in dem neuen Fortbewegungsmittel nichts anderes als eine Revolution der Mobilität. So titelte beispielsweise vor kurzem Spiegel Online „Der E-Scooter ist das iPhone der Mobilität“.

Obwohl hierzulande die Mehrheit der Menschen noch nie mit einem E-Scooter gefahren ist, scheint das Interesse groß zu sein. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov können sich 36% der Befragten vorstellen, in den nächsten Jahren einen eigenen Roller zu kaufen. Daraus errechnet sich allein in Deutschland ein Marktpotenzial von 24,1 Millionen Stück. Noch größeres Potenzial könnte der weltweite E-Tretroller-Verleih-Markt haben - zumindest sehen dies bekannte Venture-Capital-Investoren so. Obwohl die beiden US-E-Mobility-Sharing-Dienste Lime und Bird erst 2017 gegründet wurden, sammelten sie innerhalb weniger Monate zusammen fast 1 Mrd. US-Dollar an Investorengeldern ein. Die beiden in Kalifornien ansässigen Start-ups gehören derzeit zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen weltweit. Das Beratungsunternehmen McKinsey rechnet in dem Bereich Mikromobilität bis zum Jahr 2030 in Europa mit bis zu 150 Mrd. US-Dollar Umsatz und weltweit mit 500 Mrd. US-Dollar.

 

Zukunft Mikromobilität

In Anbetracht dieses Marktvolumens ist es nicht verwunderlich, dass auch deutsche Firmen ein Stück des Kuchens abhaben wollen. Neben zahlreichen Start-ups versuchen vor allem die großen Automobilkonzerne, einen Fuß in den Markt zu bringen. So setzt beispielsweise Volkswagen auf eine Kooperation mit dem chinesischen Roller-Hersteller Niu. Bereits vor einem Jahr wurde auf dem Autosalon in Genf der gemeinsam entwickelte E-Scooter „Streetmate“ vorgestellt. Laut VW soll der Roller eine Spitzengeschwindigkeit von 45 Stundenkilometer und eine Reichweite von 60 Kilometer haben.

Neben der Entwicklung und dem Vertrieb von E-Scootern plant VW laut Handelsblatt auch den Einstieg in den Verleih der elektrischen Roller. Angeblich lassen die Wolfsburger bereits Scooter mit dem Logo ihrer Sharing-Plattform We Share bekleben. Ob an diesem Gerücht wirklich etwas dran ist, wurde bis dato allerdings nicht bestätigt. Sicher ist allerdings, dass Volkswagen und auch andere deutsche Automobilkonzerne den Markt für Mikromobilität genau beobachten und an verschiedenen Konzepten arbeiten.

 

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