Einblick / 10.11.2017 | 10:52:41 Werbung

Ein Blick auf die Unternehmen: MTU Aero Engines

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Das erste Wertpapier, das Profi-Trader Simon Betschinger im Rahmen des Trading-Events „Traden lernen - mit System“ in das Depot gekauft hatte, war die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport. Doch vergangene Woche musste die Aktie, trotz einer beeindruckenden Performance seit dem Kauf, das Depot verlassen. Das Tradingsystem kennt hier keine Gnade und geht rein regelbasiert vor. So wird unter anderem auch verhindert, dass sich Anleger in eine Aktie verlieben und diese möglicherweise zu lange halten. Wie es der Zufall bzw. unser Trendfolge-Konzept will, bleiben wir der Luftfahrt treu: neu im Depot ist die Aktie der MTU Aero Engines AG.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Die Ausgliederung der BMW-Flugmotorenbau GmbH aus der BMW AG am 22. Dezember 1934 ist das Gründungsdatum des heute unter dem Namen MTU (Motoren- und Turbinen-Union) Aero Engines AG bekannten Unternehmens. MTU ist der führende deutsche Hersteller von Triebwerksmodulen und -komponenten sowie von kompletten Flugzeugtriebwerken und Industriegasturbinen. In den 14 Standorten auf der ganzen Welt beschäftigt der Konzern rund 9.000 Mitarbeiter. Der Hauptsitz der MTU Aero Engines AG ist in München.

 

Führend in der Luftfahrtindustrie

Das Geschäftsmodell der MTU fußt auf drei Standbeinen: dem zivilen Triebwerksgeschäft (ca. 50% Umsatzanteil), dem militärischen Bereich (ca. 10% Umsatzanteil) und der zivilen Instandhaltung (ca. 40% Umsatzanteil). Die Bandbreite der hergestellten Produkte erstreckt sich von Großraumflugzeugen wie dem neuen Airbus A380 oder der Boeing 747 bis hin zu Helikoptern. Im Militärbereich gilt MTU auf nationaler Ebene als Systempartner für fast alle Flugtriebwerke der Bundeswehr. Auch an Antrieben für die Militärmaschinen Tornado, Eurofighter/Typhoon und den Militärtransporter A400M ist MTU beteiligt.

 

Technologisch führend sind die Münchner bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern und Turbinenzwischengehäusen. National und international ist die MTU in zahlreiche Technologieprogramme involviert und kooperiert mit bekannten Unternehmen der Branche wie beispielsweise GE Aviation, Pratt & Whitney und Rolls Royce. Zudem ist der Konzern mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Unternehmensbeteiligungen weltweit in vielen wichtigen Märkten und Regionen vertreten.

 

Setzt sich der Höhenflug fort?

Mit einem Umsatz von 4,73 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 503,0 Millionen Euro konnte die MTU Aero Engines AG im vergangenen Jahr neue Rekordwerte erzielen. 2017 könnte dieses Ergebnis noch einmal getoppt werden. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete der Triebwerksbauer ein Umsatzplus von 10% auf 3,75 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 14% auf 393,8 Millionen Euro. Einen großen Beitrag zu diesem Ergebnissprung lieferte der Bereich der zivilen Instandhaltung - in den letzten drei Quartalen wuchs dort der Umsatz um 26% auf 1,73 Milliarden Euro.

 

Basierend auf diesen Zahlen hob Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler die Ergebnisprognose für das laufende Jahr an. So rechnet das Unternehmen inzwischen mit einem EBIT von rund 600 Millionen Euro und einem Gewinn nach Steuern von ungefähr 420 Millionen Euro. Davor lagen die Prognosen bei etwa 560 Millionen Euro bzw. 390 Millionen Euro.

 

In Zukunft will die MTU von der zunehmenden Digitalisierung profitieren. So soll sich die Entwicklung von Flugzeugen und Triebwerken vermehrt in die digitale Welt verlagern. Durch den dadurch entstehenden Wegfall von aufwändigen und kostspieligen Versuchsaufbauten und Validierungstests sollen Geld und Zeit eingespart werden. Zudem soll die Automatisierung einzelner Fertigungslinien fortgeführt werden. Ebenfalls bedeutend könnte in naher Zukunft die Produktion von Bauteilen mit Hilfe von 3D-Druckern sein. Bereits heute gehört MTU in diesem Bereich zu den Top Ten der Patentinhaber.

 

Mehr Informationen über die MTU Aero Engines AG finden Sie auf der Übersichtsseite der Aktie.

 

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