Einblick / 18.10.2019 | 10:41:22 Werbung

Die Weltwirtschaft schwächelt - wie reagiert die Börse?

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet die Weltwirtschaft. Erst diese Woche hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose nach unten korrigiert. Vor allem Deutschland soll zu den Hauptleidtragenden gehören.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Handelsstreit belastet Wirtschaftswachstum

Vergangenen Dienstag senkte der IWF bereits zum vierten Mal in Folge seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr. So soll die Weltwirtschaft in 2019 nur noch um 3% wachsen - im Juli wurde noch mit einem Anstieg von 3,2% gerechnet. Dem IWF nach handelt es sich hierbei um das niedrigste Wachstum seit der Weltwirtschaftskrise vor rund zehn Jahren. Die gute Nachricht: bereits im nächsten Jahr soll es wieder besser aussehen. Zwar hat auch für 2020 der IWF seine Prognose gesenkt, aber unter dem Strich wird ein Wachstum von 3,4% erwartet. Auslöser für die sich abkühlende Konjunktur ist in erster Linie der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Laut der neuen IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kostet der Streit zwischen den beiden Supermächten bis 2020 rund 700 Mrd. US-Dollar bzw. 0,8% der globalen Wirtschaftsleistung.

Zu den Hauptleidtragenden soll, aufgrund der stark exportorientierten Wirtschaft, Deutschland gehören. Allein für das laufende Jahr prognostiziert der IWF lediglich ein Wachstum von 0,5%. Im Vergleich zum Juli hat sich die Schätzung somit noch einmal halbiert. Für 2020 wird dagegen ein Plus von 1,2% vorhergesagt. Überraschenderweise blickt die Bundesregierung noch pessimistischer in die Zukunft. So erwartet Wirtschaftsminister Peter Altmaier für das nächste Jahr nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,0%. Positiv ist dafür, dass laut Bundesregierung Deutschland zumindest keine Rezession droht.

 

Auswirkungen auf die Börse

Obwohl die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft alles andere als berauschend sind, muss dies nicht automatisch heißen, dass auch die Börsen auf Talfahrt gehen. Denn oftmals gilt: schlechte Wirtschaftsjahre sind gute Börsenjahre - und andersrum. Beispielhaft hierfür kann das letzte Jahr herangezogen werden. Obwohl in Deutschland die Wirtschaft auf Basis des Bruttoinlandsprodukts um 1,5% gewachsen ist, beendete der DAX das Jahr mit einem Verlust von fast 20%. Schuld an diesem Phänomen ist, dass Wirtschafts- und Börsenzyklus häufig nicht synchron verlaufen. In der Regel wird an der Börse meist die Zukunft gehandelt und die wirtschaftliche Entwicklung vorweggenommen. Anleger sollten allerdings beachten, dass historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

Unabhängig davon, wie Sie die weiteren Kursentwicklungen an den Börsen einschätzen, bei der DZ BANK finden Sie eine Vielzahl von interessanten Anlage- und Hebelprodukten im Angebot. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

> Mehr Einblicke

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 34)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.