Einblick / 19.02.2020 | 10:05:37 Werbung

Carl Zeiss Meditec: Wachstum dank Megatrend Gesundheit

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Die Gesundheit ist ein hohes Gut und will gepflegt werden. Zudem wollen wir auch im fortgeschrittenen Alter fit sein und jung aussehen. Unternehmen wie Carl Zeiss Meditec partizipieren an diesem Trend.

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Riesenmarkt Augenheilkunde

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für Gesundheit massiv angestiegen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft spielen körperliche und geistige Fitness eine zunehmend größere Rolle - neue gesunde Ernährungs- und Sporttrends sprießen wie Pilze aus dem Boden. Aber auch medizinische Eingriffe erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So verzeichnen beispielsweise Augenlaserkorrekturen bei Fehlsichtigkeit ein deutliches Wachstum. Aber auch Krankheitsbilder wie Grauer Star, Grüner Star und andere Netzhauterkrankungen, welche mit zunehmenden Alter verstärkt auftreten, können mit Laserstrahlen behandelt werden. Bis 2025 prognostizieren Analysten von Calibre Research, dass der weltweite Markt für Augenlaser rund 50,91 Mrd. US-Dollar erreichen wird.

Der Bereich der Augenheilkunde wird auch Ophthalmologie genannt und ist ein wichtiger Geschäftsbereich von Carl Zeiss Meditec. Allein im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 steigerte sich der Umsatz in diesem Bereich um 12,5% auf 269,4 Mio. Euro. Insgesamt erwirtschaftete Carl Zeiss Meditec in den letzten drei Monaten einen Konzernumsatz von 369,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 14,2% gegenüber der Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte in diesem Zeitraum um 18,1% auf 56,8 Mio. Euro.

 

Demografie und Emerging Markets sorgen für Wachstum

Trotz des starken Wachstums hielt sich die Konzernführung bzgl. dem Ausblick für das laufende Jahr etwas zurück. So prognostiziert das in Jena ansässige Unternehmen ein Umsatzplus mindestens in Höhe des für die Branche zu erwartenden Marktwachstums, welches aus heutiger Sicht einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich entspricht.

Das auf die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten spezialisierte Unternehmen profitierte in der Vergangenheit unter anderem von der demografischen Entwicklung in den Industrieländern. In Zukunft dürften allerdings die Emerging Markets eine immer gewichtigere Rolle spielen. Bereits heute verzeichnen die beiden Geschäftsbereiche Ophthalmologie und Mikrochirurgie ein starkes Wachstum in diesen Märkten. In der Asien-Pazifik-Region wurde im ersten Quartal ein Umsatzplus von 16,9% auf 150 Mio. Euro erzielt. Den größten Anteil steuerten China und Südkorea bei. Verantwortlich für diese Entwicklung in den Schwellenländern sind unter anderem steigende Einkommen, eine größer werdende Mittelschicht und ein ebenfalls zunehmendes Gesundheitsbewusstsein.

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