Einblick / 31.10.2018 | 10:45:48 Werbung

Brent: Korrektur im Aufwärtstrend

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • US-Sanktionen gegen den Iran im Fokus
  • Reichen die Reserven der OPEC?
  • Anlageidee: Bonus-Zertifikat mit Cap auf Brent Crude Oil Future LCO
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Korrektur nach Mehrjahreshoch

Der Preis für das Nordseeöl Brent hatte Anfang Oktober mit mehr als 86 US-Dollar je Barrel ein so hohes Niveau erreicht wie seit November 2014 nicht mehr. Das Hoch stellte den Höhepunkt des letzten Aufwärtsimpulses dar, der sich innerhalb der übergeordneten Aufwärtsbewegung seit Juni 2017 gebildet hat. Eine preistreibende Kraft waren hierbei die näher rückenden US-Sanktionen gegen den Iran, insbesondere die Sanktionierung der Erdöltransaktionen mit iranischen Öl-Gesellschaften, die zum 4. November in Kraft treten. Damit dürfte der Iran als bedeutender Ölproduzent ausfallen, was nach unserer Einschätzung entsprechende Versorgungsängste geschürt haben dürfte.

 

Von dem am 3. Oktober markierten Mehrjahreshoch bei 86,74 US-Dollar ist der Brent-Preis zuletzt wieder zurückgekommen. Zum einen hatte Saudi-Arabien mehrfach zugesichert, die Angebotsausfälle durch das ausbleibende iranische Öl zu kompensieren. Zum anderen hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine globalen Wachstumsprognosen gesenkt. Und auch wichtige „Öl-Institutionen“ wie die Internationale Energieagentur (IEA) und das Erdölkartell OPEC reduzierten ihre Schätzungen zum weltweiten Nachfragewachstum. Der Rückgang des Brent-Preises seit dem Mehrjahreshoch beträgt inzwischen mehr als 13%, sodass aus unserer Sicht von einer deutlichen Korrektur gesprochen werden kann.

 

Die Perspektive: Zwei Schlüsselfaktoren dürften Brent beeinflussen

Bislang bewerten wir den jüngsten Abwärtsimpuls aber lediglich als Verschnaufpause in einem intakten übergeordneten Aufwärtstrend. Gleichzeitig sehen wir zwei Schlüsselfaktoren, die den Preis für das Nordseeöl in den nächsten Monaten beeinflussen dürften. Eine wichtige Frage ist, wie groß die Export-Ausfälle des Iran sein werden. Denn nicht alle Länder werden sich an die US-Sanktionen halten. Entsprechend groß ist die Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Auswirkungen auf den weltweiten Ölmarkt. Ebenfalls ein großes Fragezeichen ist bezüglich der Reservekapazitäten der OPEC vorhanden. Reichen sie tatsächlich aus, die „Iran-Lücke“ zu schließen?

 

Die weitere Preisentwicklung in den nächsten Monaten könnte daher maßgeblich von diesen beiden Fragen geprägt sein. Sollten sich hier die Befürchtungen eines knappen Angebots verdichten, wäre dies sicherlich eine preistreibende Kraft. Nicht außer Acht lassen sollte man jedoch auch andere Faktoren, die ebenfalls den Brent-Preis stützen könnten. Dazu gehören die geopolitischen Konfliktherde Libyen und Nigeria. Ein potenziell belastender Faktor für den Brent-Preis wären weitere Hinweise auf eine sich abkühlende Weltkonjunktur.

 

Charttechnisch betrachtet stellen aus unserer Sicht das Zwischentief von August dieses Jahres bei 70,30 US-Dollar sowie das Zwischenhoch von Januar dieses Jahres bei 69,32 US-Dollar eine potenzielle Unterstützungszone dar. Spätestens hier sollte das aktuelle Korrekturpotenzial ausgereizt sein. Unterstützt wird unsere Annahme durch das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung seit Juni 2017, das bei rund 69 US-Dollar und damit innerhalb der Unterstützungszone liegt.

 

Die Anlageidee: Bonus-Zertifikat mit Cap auf Brent

Die DZ BANK hat eine Vielzahl an Produkten auf den Basiswert Brent Crude Oil Future LCO emittiert. Neben Hebelprodukten wie Endlos-Turbos und Mini-Futures stehen auch verschiedene Anlageprodukte wie z.B. Bonus-Zertifikate mit Cap als Anlagemöglichkeit zur Verfügung.

 

Ein Beispiel ist ein Bonus-Zertifikat mit Cap, das eine feste Laufzeit hat und am 01.11.2019 (Rückzahlungstermin) fällig wird. Das Produkt ist mit einer Barriere von 67,00 US-Dollar, einem Cap bei 97,60 US-Dollar und einem Bonusbetrag von 97,60 Euro ausgestattet. Die Höhe der Rückzahlung hängt davon ab, ob der Basiswert während der Beobachtungstage immer über der festgelegten Barriere notiert. Die Rückzahlung ist auf einen Höchstbetrag begrenzt.

 

Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt jeder Kurs des Brent Crude Oil Future LCO vom 11.10.2018 bis zum 25.10.2019 an der Intercontinental Exchange (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 67,00 US-Dollar, erhält der Anleger den Bonusbetrag von 97,60 Euro.

2. Liegt der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Barriere, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag in Euro, der dem Referenzpreis (Settlement Price des Brent Crude Oil Future LCO am 25.10.2019, wie er von der Intercontinental Exchange berechnet wird) multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00 EUR pro US-Dollar) entspricht. Der Rückzahlungsbetrag ist jedoch auf den Höchstbetrag von 97,60 Euro begrenzt. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Bonus-Zertifikates mit Cap liegt.

Das Produkt ist währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit keine Auswirkungen auf die Höhe des in Euro zahlbaren Rückzahlungsbetrags.

 

Das vorliegend beschriebene Bonus-Zertifikat mit Cap richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Basiswert Brent Crude Oil Future LCO während der Beobachtungstage (11.10.2018 bis 25.10.2019) immer über der Barriere von 67,00 US-Dollar liegen wird. Anleger erhalten während der Laufzeit keine sonstigen Erträge aus dem Basiswert.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 31.10.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Sie können das von der DZ BANK für dieses Zertifikat erstellte Basisinformationsblatt in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abrufen. Dies ist so lange möglich, wie das Zertifikat für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de (Rubrik Produkte)) veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

 

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News / Brent Crude Future Contract

12.12.2018 | 13:18:49 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen weiter

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch an ihre Gewinne vom Vortag angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 61,14 US-Dollar. Das waren 94 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 91 Cent auf 52,56 Dollar.

Anzeichen einer Entspannung zwischen den USA und China sorgten am Rohölmarkt weiter für Auftrieb. Zum einen wolle China die Zölle auf amerikanische Autos deutlich senken, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstagabend berichtet. Zum anderen deutete US-Präsident Donald Trump an, in den Fall der in Kanada festgehaltenen Huawei-Finanzchefin eingreifen zu wollen, soweit dies mit Fortschritten im Handelsstreit verbunden sei.

Am Nachmittag rückt am Erdölmarkt die Entwicklung der US-Ölreserven wieder stärker in den Fokus. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der amerikanischen Regierung zur Entwicklung der Lagerbestände an Rohöl auf dem Programm. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Ölreserven in der vergangenen Woche gesunken sind. Es wäre der zweite Rückgang in Folge./bgf/jkr/fba

12.12.2018 | 13:11:03 (dpa-AFX)
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