Einblick / 18.01.2019 | 10:17:59 Werbung

Borussia Dortmund auf Meisterschaftskurs

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2017/2018
  • Verkauf von Pulisic bringt 64 Mio. Euro
  • Bis 2025 werden 500 Mio. Euro Umsatz angestrebt
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Die Fußball-Bundesliga startet in die Rückrunde. Mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern München konnte die Borussia Dortmund die Hinrunde für sich entscheiden. Statistisch gesehen hat der BVB gute Chancen, auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Denn jedes Mal, wenn der Verein auf Platz 1 überwinterte, ging die Meisterschale nach Dortmund. Aber nicht nur fußballerisch will die Mannschaft ganz nach oben, auch wirtschaftlich hat die Vereinsführung große Ziele - beide Entwicklungen spiegeln sich im aktuellen Börsenkurs wider.

 

Millionentransfers steigern Ergebnis

Als die Borussia im Jahr 2000 an die Börse ging, erwirtschaftete der Verein einen Umsatz von knapp 100 Mio. Euro. Heute, 18 Jahre später, liegt dieser deutlich höher. Im Geschäftsjahr 2017/2018 (1.07.2017 - 30.06.2018) konnte ein Rekordumsatz in Höhe von 539,9 Mio. Euro erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um fast 32% oder 130 Mio. Euro. Rund 222 Mio. Euro entfallen dabei auf Transfererlöse. Die Verkäufe von Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang nach Spanien und England spülten zur Freude der Aktionäre viel Geld in die Kasse. So fiel das Konzernergebnis mit 28,5 Mio. Euro rund 20 Mio. Euro höher aus als im Jahr zuvor. Rückläufig waren dagegen die Erlöse durch Merchandising. Konnte 2016/2017 noch ein Umsatz von 39,5 Mio. Euro mit dem Verkauf von Fanartikeln erwirtschaftet werden, waren es im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich 29,5 Mio. Euro. Verantwortlich hierfür waren unter anderem das frühe Ausscheiden in der Gruppenphase der Champions League sowie das schlechte Abschneiden in der Bundesliga.

 

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 konnte Dortmund einen Umsatz von 132,8 Mio. Euro erlösen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um 92 Mio. Euro. Diese Entwicklung lässt sich durch die hohen Transfererlöse aus der vorherigen Saison erklären. Transferbereinigt stieg der Umsatz leicht um 2,8%. Die fehlenden Verkäufe sind auch im Konzernjahresüberschuss zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist dieser um rund 50 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro gefallen.

 

Prognoseerhöhung dank Pulisic-Verkauf

Das Ergebnis im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres könnte wieder deutlich höher ausfallen. Der Grund hierfür ist der Wechsel des Spielers Christian Pulisic von Borussia Dortmund zum FC Chelsea. Beide Vereine einigten sich auf eine Ablösesumme in Höhe von 64 Mio. Euro. Der 20-jährige Rechtsaußen, welcher 2015 ablösefrei zur Jugendmannschaft des BVB kam, konnte seinen Marktwert somit deutlich erhöhen. Das Besondere: Der FC Chelsea leiht Pulisic bis zum Saisonende unentgeltlich an Dortmund aus. Das heißt, das junge Talent steht weiter in den Reihen der Schwarz-Gelben und könnte somit eine wichtige Stütze beim Kampf um die Meisterschaft sein.

 

Der jüngste Transfer bewog die Geschäftsführung, die Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich zu erhöhen. Ob in den nächsten Monaten weitere Verkäufe folgen, ist fraglich, aber auf Sicht der nächsten Jahre ist mit weiteren Millionen-Deals zu rechnen. So wird beispielsweise der 18-jährige Jadon Sancho laut transfermarkt.de bereits heute auf einen Marktwert von 70 Mio. Euro taxiert. Der vor zwei Jahren für knapp 8 Mio. eingekaufte Stürmer zählt somit zu den derzeit teuersten Bundesligaspielern. Sanchos Vertrag bei der Borussia läuft bis Mitte 2022.

 

Unabhängig von zukünftigen Transfers hat sich die Vereinsführung ambitionierte Ziele gesteckt. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz ohne Transfererlöse auf rund 500 Mio. Euro gesteigert werden. Sollte die sportliche Leistung mit den wirtschaftlichen Zielen Schritt halten, könnte die Aktie der Borussia unseres Erachtens mittel- bis langfristig weiteres Aufwärtspotenzial bieten.

 

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