Einblick / 12.04.2019 | 10:34:14 Werbung

bauma verspricht gute Geschäfte

Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

  • bauma ist die flächenmäßig größte Messe der Welt
  • Baumaschinenhersteller hoffen auf zahlreiche lukrative Aufträge
  • Interessante Anlageprodukte auf Bauer und Wacker Neuson
Steffen Droemert
Autor Steffen Droemert

Wirtschaftsjournalist bei menthamedia, wo er u. a. die Bereiche Technische Analyse und strukturierte Produkte betreut.

Groß, größer, bauma

Vom 8. bis 14. April hat in München die bauma ihre Pforten geöffnet. Die nur alle drei Jahre stattfindende Baumaschinenmesse ist eine Veranstaltung der Superlative. Mit einer Gesamtfläche von 614.000 m², mehr als 3.700 Ausstellern und rund 600.000 Besuchern gilt sie als größte Messe der Welt. Doch nicht nur die reine Größe ist bemerkenswert, auch die Aussteller wissen zu beeindrucken. Neben gigantischen Baumaschinen mit meterhohen Rädern und riesigen Baggerschaufeln hinterlassen die Messestände bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck. So präsentiert sich beispielsweise der Kranhersteller Liebherr auf einem Stand von 14.000 m² - dies entspricht der Fläche von zwei Fußballfeldern. Der Aufbau des Stands inkl. einem eigenen Gebäude beginnt bereits ein halbes Jahr vorher und dürfte in die Millionen gehen. Aber auch andere Unternehmen lassen sich nicht lumpen. Allein der größte Baumaschinenhersteller der Welt - Caterpillar - nimmt nahezu eine ganze Halle für sich in Anspruch.

Eine Messe dieser Größenordnung geht an der Stadt und dem Umland nicht spurlos vorüber. Während der bauma sind nahezu alle Hotelzimmer in München und im Umkreis ausgebucht. Zudem explodieren in diesem Zeitraum die Zimmerpreise. Dem Vergleichsportal Check24 nach kostet im April ein Zimmer in einem Zwei-Sterne-Hotel durchschnittlich 150 Euro - während der bauma liegt der Durchschnittspreis dagegen bei 510 Euro. Neben den Hotels profitieren unter anderem auch Taxiunternehmen, Restaurants, Handwerker und Einzelhandel. Laut einer IFO-Studie aus dem Jahr 2016 spülen die Aktivitäten rund um die bauma zusätzliche Umsätze von ca. 3,6 Mrd. Euro in die Kassen.

 

Bauer und Wacker Neuson stellen auf der bauma aus

All diese Kosten und Mühen lohnen sich nur, wenn während der Messe oder im Nachgang lukrative Aufträge winken. Normalerweise halten sich die Unternehmen diesbezüglich bedeckt, doch 2016 berichtete Caterpillar, dass sie während der bauma 2.500 Maschinen im Wert von 300 Mio. Euro verkaufen konnten. Ebenfalls auf gute Geschäfte - wenn auch ein paar Nummern kleiner - hoffen die beiden börsengelisteten deutschen Baumaschinenhersteller Bauer und Wacker Neuson.

Die auf Spezialtiefbau spezialisierte Bauer AG beschäftigt derzeit mehr als 11.000 Mitarbeiter in rund 70 Ländern weltweit. Das in Schrobenhausen in Bayern ansässige Unternehmen erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres eine Gesamtkonzernleistung von 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um rund 10%. Das EBIT verringerte sich im selben Zeitraum um 10 Mio. Euro auf 56,8 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich dagegen erheblich. Insgesamt konnte Bauer hier ein Plus von 90,7% auf 13,1 Mio. Euro verbuchen. Ausschlaggebend hierfür waren die im Vergleich zu 2017 deutlich geringer ausfallenden Währungseffekte. Wie das gesamte Jahr 2018 verlief und wie die Aussichten für 2019 sind, verkündet das Unternehmen nächsten Montag im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts.

Während sich die Aktionäre von Bauer noch das Wochenende gedulden müssen, hat Wacker Neuson bereits Mitte März die Zahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Der Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 11,3% auf 1,7 Mrd. Euro steigern. Mit einem Zuwachs von 22% konnte das in München ansässige Unternehmen zudem ein deutliches Plus beim EBIT erzielen. Insgesamt wurden 159,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Für das laufende Jahr gibt sich die Geschäftsführung optimistisch. So sind laut eigenen Aussagen die Auftragsbücher gut gefüllt und die Umsetzung der neuen Konzernstrategie „Strategie 2022“ läuft planmäßig.

 

Sowohl für Bauer als auch für Wacker Neuson bietet die DZ BANK interessante Anlage- und Hebelprodukte an. Dazu einfach den Namen oder die Wertpapierkennnummer des Basiswertes in das Suchfeld eingeben und anschließend „Produkte“ auswählen. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf die einzelnen Basiswerte emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

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