Zins Spezial / 04.09.2020 | 08:21:50 Werbung

Volkswagen will mit neuen Modellen durchstarten

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Im ersten Halbjahr 2020 wurde die Geschäftsentwicklung bei Volkswagen stark von der Corona-Krise beeinträchtigt. Angesichts der Nachfrageerholung im Juni sowie der forcierten Modelloffensive blickt der Autobauer aber zuversichtlicher auf die zweite Jahreshälfte.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

VW setzt auf Modelloffensive

Die Corona-Krise hat im Zeitraum Januar bis Juni 2020 zu deutlichen Einschnitten in den Konzernkennzahlen geführt. So sanken beispielsweise die Auslieferungen um 26,7%. Daraus resultierte ein Umsatzeinbruch von 35,5% auf rund 29 Mrd. Euro. Gleichzeitig rutschte Volkswagen in die roten Zahlen. Laut Vorstand konnten die negativen Auswirkungen der Krise jedoch durch die eingeleiteten Gegenmaßnahmen verringert werden. Positiv bewerten wir, dass schnell an der Kostenschraube gedreht wurde und u.a. die Ausgaben für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung deutlich sanken. Gleichzeitig passte man die Produktion konsequent an die rückläufige Nachfrage an, wodurch die Vorräte signifikant abgebaut wurden, was unseres Erachtens ebenfalls ein sinnvoller Schritt war.

Trotz der Herausforderungen in den vergangenen Monaten hat sich Volkswagen eigenen Angaben zufolge gut gehalten. Der Konzern sieht sich weiterhin robust aufgestellt und strebt für das Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis an. Rückenwind erhofft man sich in der zweiten Jahreshälfte durch die Modelloffensive, die dann ihre volle Kraft entfalten soll. Das Unternehmen hatte auch während der Corona-Krise sein Produktportfolio konsequent ausgebaut. In allen Segmenten wurden zahlreiche neue Modelle vorgestellt. Der Schwerpunkt lag dabei auf batterieelektrischen Fahrzeugen sowie den Plug-in-Hybriden.

 

Modularer E-Antriebsbaukasten soll Entwicklung beschleunigen

Seit Juni können Kunden den neue ID.3 bestellen. Nach Verzögerungen bei der Software-Ausstattung sollen die ersten Exemplare nun ab Mitte September ausgeliefert werden. Der ID.3 ist das erste Modell, das auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) basiert. Mit diesem soll die Entwicklung von E-Autos beschleunigt werden, um damit die Elektromobilitätsoffensive des Konzerns voranzutreiben. Die Plattform fußt auf einer einheitlichen Technik, und durch die Verwendung gleicher Teile in großen Produktionsmengen lassen sich Kosten sparen. Die Strategie ist aus unserer Sicht sinnvoll und zielführend. In Zwickau startete zuletzt mit dem SUV ID.4 die Produktion des zweiten Modells der neuen Elektro-Serie. Beide Modelle bilden die Basis für weitere Fahrzeuge in den nächsten Jahren. Der Konzern will bis 2024 etwa 33 Mrd. Euro in die E-Mobilität investieren, ein Drittel davon in die Kernmarke Volkswagen. Dazu gehört der Aufbau von Produktionskapazitäten in weiteren VW-Werken in Deutschland, den USA und China.

Volkswagen setzt aber nicht nur auf reine E-Modelle. Das Unternehmen will auch weiterhin mit effizienten Verbrennungsmotoren punkten. Dazu gehören u.a. der neue Tiguan und die neue Arteon-Familie. In den nächsten Monaten soll zudem die Marke Golf mit der Einführung zahlreicher Plug-in-Hybriden den Elektrifizierungskurs vorantreiben. Als Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung sehen wir jedoch, dass die Markterholung nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen regional sehr unterschiedlich und zum Teil recht schleppend erfolgen dürfte. Deshalb sind auch im nächsten Jahr Ergebnisbelastungen nicht auszuschließen.

 

Langfrist-Ratings bestätigt

Derzeit wird die Volkswagen-Bonität von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A3 bzw. BBB+ eingestuft. Beide hatten im Juni respektive März ihre Einschätzung bestätigt, gleichzeitig allerdings den Ausblick auf „negativ“ gesenkt. Als positive Aspekte führen die Ratingagenturen unter anderem die führenden Marktpositionen in den wichtigen Absatzmärkten China und Europa an. Zu den Risiken gehören die Kosten und eventuellen Strafzahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten rund um die Dieselproblematik. Zudem besteht weltweit ein herausforderndes Marktumfeld für die Automobilindustrie. Den negativen Ausblick begründete Moody’s insbesondere mit den potenziell negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung bis in das Jahr 2021 hinein.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,10% p.a. und die Laufzeit beträgt 7,3 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 31.08.2020 bis 15.09.2020. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,10% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 04.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 20/27

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Quelle: DZ BANK: Geld 17.09., Brief
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  • Nächster Kupontermin 23.12.2020
  • Fälligkeitsdatum 23.12.2027
  • Währung des Produktes EUR

News / Volkswagen AG

10.09.2020 | 15:21:58 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation (deutsch)

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation

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DGAP-Ad-hoc: VOLKSWAGEN AG / Schlagwort(e): Sonstiges

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von

Navistar International Corporation

10.09.2020 / 15:21 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar

International Corporation

Wolfsburg, 10. September 2020 - Die TRATON SE ("TRATON") hat dem Board of

Directors des US-amerikanischen Lkw-Herstellers Navistar International

Corporation ("Navistar"), an dem TRATON bereits eine Beteiligung in Höhe von

16,8 % hält, heute mitgeteilt, ihr am 30. Januar 2020 unterbreitetes Angebot

für den Erwerb sämtlicher nicht bereits von TRATON gehaltener Aktien an

Navistar mit einem Angebotspreis von USD 35,00 je Navistar-Aktie, auf USD

43,00 je Navistar-Aktie und somit insgesamt USD 3,6 Mrd. zu erhöhen. Die

Volkswagen AG hat gegenüber TRATON ihre grundsätzliche Bereitschaft

bestätigt, Mittel auch zur Finanzierung des erhöhten Angebots

bereitzustellen. Bei Annahme des Vorschlags würde TRATON alleiniger

Eigentümer von Navistar. Der Vorschlag steht insbesondere unter dem

Vorbehalt, dass sich TRATON und Navistar auf den Abschluss eines

Zusammenschlussvertrages ("Merger Agreement") einigen, eine

zufriedenstellende Due Diligence-Prüfung durchgeführt wird und die Gremien

von TRATON und der Volkswagen AG wie auch das Board of Directors und die

Aktionärsversammlung von Navistar dem Merger Agreement zustimmen.

Helen Beckermann

Leiterin Volkswagen Konzern Investor Relations

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10.09.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: VOLKSWAGEN AG

Berliner Ring 2

38440 Wolfsburg

Deutschland

Telefon: +49 (0)5361 9 - 49015

Fax: +49 (0)5361 9 - 30411

E-Mail: helen.beckermann@volkswagen.de

Internet: www.volkswagenag.com/ir

ISIN: DE0007664039, DE0007664005

WKN: 766403, 766400

Indizes: DAX, Euro Stoxx 50

Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt

(Prime Standard), Hamburg, Hannover, München,

Stuttgart; Freiverkehr in Tradegate Exchange

EQS News ID: 1129987

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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1129987 10.09.2020 CET/CEST

°

02.07.2020 | 19:16:48 (dpa-AFX)
STICHWORT: Die höchsten Tagesverluste von Dax-Aktien - Wirecard dominiert
26.06.2020 | 18:35:30 (dpa-AFX)
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26.06.2020 | 11:31:29 (dpa-AFX)
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25.06.2020 | 18:48:32 (dpa-AFX)
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24.06.2020 | 21:53:59 (dpa-AFX)
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