Zins Spezial / 02.10.2020 | 11:57:41 Werbung

Volkswagen: vom Autobauer zum Digitalkonzern

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Vor wenigen Tagen lud der größte Autobauer der Welt zur virtuellen Hauptversammlung. Volkswagen-Chef Herbert Diess kündigte einen weiteren Umbau des Konzerns an.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Elektrifizierung und digitaler Wandel

Als letzter DAX-Konzern hat Volkswagen diesen Mittwoch seine Hauptversammlung abgehalten -pandemiebedingt fand diese online statt. Obwohl die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen hat und die Auslieferungen von PKWs und Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahr teils deutlich rückläufig waren, bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Ziel ist es, in der Summe aller Unternehmensteile profitabel zu bleiben. Des Weiteren halten die Wolfsburger auch an ihren Zukunftsinvestitionen fest. Bis 2024 sollen 33 Mrd. Euro in die E-Mobilität fließen sowie 14 Mrd. Euro in IT und autonomes Fahren. 

Volkswagen will mittelfristig zum führenden Anbieter elektrischer, digitaler Mobilität werden. Vorstand Diess betonte, dass der Umstieg auf elektrische Antriebe verhältnismäßig einfach zu bewältigen ist. Viel weitreichender wird sein, dass das Auto sich zu einem vollvernetzten Mobilitätsdevice entwickelt. Um Auto, Daten, Software und Dienste perfekt zusammenzuführen, muss sich Volkswagen hin zu einem Digitalunternehmen wandeln.

Im Rahmen der Neuausrichtung des Konzerns stellt Volkswagen auch einige Marken auf den Prüfstand. So gibt es Spekulationen, dass sich Diess gerne von dem unprofitablen Supersportwagenhersteller Bugatti trennen würde. Zudem passt die Marke möglicherweise nicht zu dem Image, das sich Volkswagen mit seiner E-Offensive auferlegt hat. Aus diesem Grund könnten auch die Marken Lamborghini und Ducati früher oder später zum Verkauf angeboten werden.

 

Vollgas in die Zukunft

Diess schwor im Rahmen der Hauptversammlung die Aktionäre darauf ein, wie wichtig der digitale Wandel für Volkswagen ist. Der VW-Chef sieht sein Unternehmen für eine mögliche Verschärfung der CO2-Flottenziele besser vorbereitet als der Wettbewerb. Allerdings betonte er auch, dass der Autobauer zur Unterstützung des Green Deals der EU-Kommission die Anstrengungen zum Umbau der Wertschöpfungskette weiter verstärken muss.

Solch entschlossenes Handeln kennt man von Automobilkonzernen eher selten und viele Anleger stehen dem auch skeptisch gegenüber. Von uns aus begrüßen wir die Fokussierung auf E-Mobilität und Digitalisierung. Allerdings verschlingt dieser Umbau auch große Summen an Geld, was sich in den nächsten Jahren negativ auf die Geschäftszahlen auswirken könnte. Langfristig gehen wir aber davon aus, dass dies wichtige und auch richtige Investitionen sind. Ein Risiko stellt nach wie vor die Corona-Pandemie dar. Obwohl sich die Lage in den letzten Monaten wieder normalisiert hat, ist jederzeit ein starker Anstieg der Infektionen denkbar. Ein erneuter Lockdown hätte aller Voraussicht nach schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft und würde Volkswagen stark belasten.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Volkswagen-Bonität von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A3 bzw. BBB+ eingestuft. Beide hatten im Juni respektive März ihre Einschätzung bestätigt, gleichzeitig allerdings den Ausblick auf „negativ“ gesenkt. Anlagen mit diesen Ratings gelten als sichere bzw. durchschnittlich gute Anlage. Bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft könnten jedoch Probleme auftreten.

Positiv bewerten die Ratingagenturen unter anderem die führenden Marktpositionen in den wichtigen Absatzmärkten China und Europa. Zu den Risiken gehören dagegen die Kosten und eventuellen Strafzahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten rund um die Dieselproblematik. Zudem besteht weltweit ein herausforderndes Marktumfeld für die Automobilindustrie. Den negativen Ausblick begründete Moody’s insbesondere mit den potenziell negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung bis in das Jahr 2021 hinein.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,11% p.a. und die Laufzeit beträgt 9,7 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 30.09.2020 bis 15.10.2020. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,11% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 02.10.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 20/30

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Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief
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  • Nächster Kupontermin 25.06.2021
  • Fälligkeitsdatum 25.06.2030
  • Währung des Produktes EUR

News / Volkswagen AG

10.09.2020 | 15:21:58 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation (deutsch)

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation

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DGAP-Ad-hoc: VOLKSWAGEN AG / Schlagwort(e): Sonstiges

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von

Navistar International Corporation

10.09.2020 / 15:21 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar

International Corporation

Wolfsburg, 10. September 2020 - Die TRATON SE ("TRATON") hat dem Board of

Directors des US-amerikanischen Lkw-Herstellers Navistar International

Corporation ("Navistar"), an dem TRATON bereits eine Beteiligung in Höhe von

16,8 % hält, heute mitgeteilt, ihr am 30. Januar 2020 unterbreitetes Angebot

für den Erwerb sämtlicher nicht bereits von TRATON gehaltener Aktien an

Navistar mit einem Angebotspreis von USD 35,00 je Navistar-Aktie, auf USD

43,00 je Navistar-Aktie und somit insgesamt USD 3,6 Mrd. zu erhöhen. Die

Volkswagen AG hat gegenüber TRATON ihre grundsätzliche Bereitschaft

bestätigt, Mittel auch zur Finanzierung des erhöhten Angebots

bereitzustellen. Bei Annahme des Vorschlags würde TRATON alleiniger

Eigentümer von Navistar. Der Vorschlag steht insbesondere unter dem

Vorbehalt, dass sich TRATON und Navistar auf den Abschluss eines

Zusammenschlussvertrages ("Merger Agreement") einigen, eine

zufriedenstellende Due Diligence-Prüfung durchgeführt wird und die Gremien

von TRATON und der Volkswagen AG wie auch das Board of Directors und die

Aktionärsversammlung von Navistar dem Merger Agreement zustimmen.

Helen Beckermann

Leiterin Volkswagen Konzern Investor Relations

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10.09.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: VOLKSWAGEN AG

Berliner Ring 2

38440 Wolfsburg

Deutschland

Telefon: +49 (0)5361 9 - 49015

Fax: +49 (0)5361 9 - 30411

E-Mail: helen.beckermann@volkswagen.de

Internet: www.volkswagenag.com/ir

ISIN: DE0007664039, DE0007664005

WKN: 766403, 766400

Indizes: DAX, Euro Stoxx 50

Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt

(Prime Standard), Hamburg, Hannover, München,

Stuttgart; Freiverkehr in Tradegate Exchange

EQS News ID: 1129987

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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1129987 10.09.2020 CET/CEST

°

02.07.2020 | 19:16:48 (dpa-AFX)
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26.06.2020 | 18:35:30 (dpa-AFX)
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26.06.2020 | 11:31:29 (dpa-AFX)
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25.06.2020 | 18:48:32 (dpa-AFX)
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25.06.2020 | 11:57:07 (dpa-AFX)
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24.06.2020 | 21:53:59 (dpa-AFX)
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