Zins Spezial / 18.12.2019 | 08:50:10 Werbung

Volkswagen investiert in China

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Fast jedes fünfte Auto, das in China verkauft wird, stammt von einer Marke des Volkswagen-Konzerns. Mit Investitionen in Milliardenhöhe soll der Anteil in den nächsten Jahren noch gesteigert werden.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

E-Offensive in China

China ist der größte Einzelmarkt für Volkswagen. Trotz einem sinkenden Gesamtmarkt konnten allein im November die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% auf 419.700 Fahrzeuge gesteigert werden. Weltweit wurden im letzten Monat 988.800 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Plus von über 5%. Obwohl die Automobilbranche derzeit mit heftigem Gegenwind zu kämpfen hat, liegen die Wolfsburger nach den ersten elf Monaten des laufenden Jahres leicht über dem Vorjahresniveau. Die Konzernspitze rechnet daher mit einem insgesamt erfolgreichen Abschneiden für 2019.

Zusammen mit seinen chinesischen Partnern plant die Volkswagen Group China, im nächsten Jahr über 4 Mrd. Euro in China zu investieren. Ungefähr 40% dieser Summe sollen in den Ausbau der Elektromobilität fließen. In den nächsten Jahren wird mehr Geld in E-Autos als in Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb gesteckt. Volkswagen setzt seine E-Offensive somit auch in China radikal um und will seinen Marktanteil weiter ausbauen. Aktuell bietet die Volkswagen Group China bereits 14 elektrifizierte Fahrzeugversionen an. Bis 2025 soll das Angebot auf 30 Modelle gesteigert werden. Zudem plant der Konzern, in ca. fünf Jahren rund 1,5 Millionen E-Autos an Kunden auszuliefern.

 

China zieht andere Antriebsformen in Betracht

Die Investitionen von Volkswagen in China mit dem Ziel, Marktanteile zu gewinnen, begrüßen wir. Doch während die Wolfsburger sich voll und ganz auf die Elektromobilität fokussieren, sieht die chinesische Regierung andere alternative Antriebsformen als weitere Option. Zudem stoppt China Ende 2020 seine Subventionen für E-Autos.

Da in China ein Großteil des Stroms aus wenig umweltfreundlichen Kohlekraftwerken gewonnen wird, könnte laut Plänen der Regierung ab 2025 nicht mehr der Kraftstoffverbrauch für den Flottenverbrauch der Hersteller maßgeblich sein, sondern die tatsächlich für den Betrieb anfallenden CO2-Emissionen. Wasserstoff- und Methanolantriebe wären dann im Vorteil. Sollten diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden, könnte sich dies unserer Meinung nach negativ auf die Wachstumsstrategie von Volkswagen auswirken.

 

Stabiler Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von Volkswagen von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A3 bzw. BBB+ und einem stabilen Ausblick eingestuft. Positiv bewerten die Ratingagenturen unter anderem die führende Marktposition in Europa sowie den wachsenden Marktanteil in China. Risiken werden dagegen in der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte ausgemacht. Laut Standard & Poor’s ist die E-Offensive dem sogenannten Marktakzeptanzrisiko ausgesetzt. Sollte die Nachfrage nach den E-Autos hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte dies aufgrund der großen Investitionen zu geringeren Renditen führen. Zudem befürchten die Agenturen, dass die Emissionskrise nach wie vor Auswirkungen auf die allgemeine Reputation und Glaubwürdigkeit des Konzerns auf dem globalen Pkw-Markt haben könnte.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,00% p.a. und die Laufzeit beträgt 7 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 11.12.2019 bis 27.12.2019.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,00% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 18.12.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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1,00% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 19/26

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Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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  • Zinslaufbeginn 30.12.2019
  • Nächster Kupontermin 23.12.2020
  • Fälligkeitsdatum 23.12.2026
  • Währung des Produktes EUR

News / Volkswagen AG

14.01.2020 | 12:16:59 (dpa-AFX)
Umrüstung von 5,3 Millionen Diesel mit neuer Software geschafft

BERLIN (dpa-AFX) - Die von den deutschen Autobauern zugesagte Umrüstung von 5,3 Millionen älteren Diesel-Fahrzeugen mit einer besseren Abgas-Software ist nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums geschafft - allerdings mit etwa einem Jahr Verspätung. Dadurch wird der Schadstoffausstoß zudem stärker verringert als zunächst angestrebt, wie das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mitteilte. Laut Untersuchungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) würden die Stickoxid-Emissionen (NOx) im Realbetrieb nunmehr um bis zu 60 Prozent gesenkt.

Beim "Dieselgipfel" von Politik und Branche 2017 hatten die deutschen Autobauer Software-Updates bei 5,3 Millionen Wagen zugesagt - allerdings schon bis Ende 2018. Sie hatten damit eine Senkung des Schadstoffausstoßes um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent angepeilt.

Darüber hinaus war im Sommer 2018 angekündigt geworden, dass eine Million Diesel zusätzlich neue Software bekommen sollen - also insgesamt 6,3 Millionen Fahrzeuge. Genaue Zahlen zu diesen Autos nannte das Ministerium nicht. Das KBA und die Industrie arbeiteten nun "mit Hochdruck" an der Freigabe der zusätzlichen Updates./sam/hoe/ted/DP/jha

02.01.2020 | 10:30:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Dieselklagen: VW und Verbraucherschützer starten Vergleichsgespräche
02.01.2020 | 10:09:43 (dpa-AFX)
Dieselklagen: VW und Verbraucherschützer starten Vergleichsgespräche
11.12.2019 | 11:05:05 (dpa-AFX)
Marke Volkswagen liefert im November mehr Fahrzeuge aus
12.09.2019 | 13:01:18 (dpa-AFX)
Ministerium: Keine neuen Abschalteinrichtungen bei VW festgestellt

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