Zins Spezial / 04.12.2020 | 11:36:18 Werbung

Volkswagen - E-Mobilität für die Massen

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Jüngst hat Volkswagen den ID.2 angekündigt. Mit einem Preis von rund 20.000 Euro in der Basisversion wäre der kleine E-Flitzer relativ günstig. Elektromobilität könnte somit auch für die breite Masse interessant werden.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Volkswagen kündigt ID.2 für 2023 an

Elektroautos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, allerdings gehören viele Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse an und sind dementsprechend hochpreisig. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern. Bereits im Sommer hatte Tesla angekündigt, in etwa drei Jahren ein Auto für erschwingliche 25.000 US-Dollar anzubieten. Zu einem ähnlichen Zeitpunkt kommt womöglich auch der VW ID.2 auf den Markt. Der elektrische Kleinwagen, vergleichbar mit dem Polo, soll frühestens 2023 erhältlich sein und in der Basisversion rund 20.000 Euro kosten. Genauere Zeit- und Preisangaben sind aktuell noch nicht bekannt.

Mit dem ID.2, der den Preis des in diesem Jahr erschienenen ID.3 nochmals deutlich unterschreiten wird, zielen die Wolfsburger auf den breiten Massenmarkt ab. Im Gegensatz zu den anderen E-Modellen soll der ID.2 anfangs nicht in Europa gebaut werden. Voraussichtlich wird der Kleinwagen in Kooperation mit dem chinesischen Partner JAC in China gefertigt. Erst ungefähr zwei Jahre später soll auch in Europa, genauer gesagt im spanischen Seat-Werk bei Barcelona, die Produktion anlaufen.

Wir begrüßen den Plan, auf absehbare Zeit ein erschwingliches Elektroauto auf den Markt zu bringen. Allerdings werden Käufer aufgrund des niedrigen Preises auch Abstriche machen müssen. Um die Kosten für den ID.2 niedrig zu halten, wird wahrscheinlich eine abgespeckte Batterie-Variante zum Einsatz kommen. Dies hätte nach aktuellem Stand der Technik zur Folge, dass die Reichweite auf ca. 200 Kilometer begrenzt ist. Spannend wird es daher, zu beobachten, welche Batterietechnologie bei Teslas günstigstem Modell zum Einsatz kommt und welche Reichweite damit erzielt werden kann.

 

Konzernführung vs. Betriebsrat

In der Volkswagen-Konzernzentrale in Wolfsburg tobt aktuell ein Machtkampf - auf der einen Seite Vorstandsvorsitzender Herbert Diess und auf der anderen Seite Betriebsratschef Bernd Osterloh. Mit seinen Reformplänen und seinem Führungsstil eckt Diess immer wieder bei den Arbeitnehmervertretern an. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, dass die Planungen unrealistisch sind und somit starker Druck auf viele VW-Mitarbeiter ausgeübt wird. Diess beschuldigt dagegen den Betriebsrat, dass sie mit ihrer Blockadehaltung die Transformation zum E-Mobilitätskonzern unnötig verzögern.

Der 62-jährige Manager verlangt nun vom Aufsichtsrat, dass dieser ihm das Vertrauen für seinen Kurs ausspricht und seinen bis 2023 laufenden Vertrag vorzeitig verlängert. Doch das achtköpfige Präsidium lässt sich derzeit zu keiner Entscheidung drängen. Mit Sorge beobachten wir das Treiben, das am Markt zu Unsicherheit führt. Sollte es zu keinem Kompromiss zwischen Konzernführung und Betriebsrat kommen, droht das Ende der Ära Diess. Unserer Meinung nach wäre dies ein Rückschlag für Volkswagen auf dem Weg zu einem weltweit führenden E-Mobilitätsanbieter, vor allem da auch Elektro-Vorstand Thomas Ulbrich den Konzern verlassen wird. Ulbrich verantwortet die Modelle ID.3 und ID.4 sowie das Werk in Zwickau.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Volkswagen-Bonität von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A3 bzw. BBB+ sowie einem negativen Ausblick eingestuft. Anlagen mit diesen Ratings gelten als sichere bzw. durchschnittlich gute Anlage. Bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft könnten jedoch Probleme auftreten.

Positiv bewerten die Ratingagenturen das robuste Portfolio von Marken mit hohem Wiedererkennungswert sowie die etablierten Marktpositionen in Westeuropa und China. Moody’s weist  unter anderem explizit auf das erhebliche Engagement der Gruppe auf dem chinesischen Markt hin und erwartet, dass sich dieser in den nächsten zwei Jahren besser entwickeln wird als die globalen Automobilmärkte. Zu den Risiken gehören dagegen die verbleibenden Rechts- und Sanierungskosten im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten rund um die Dieselproblematik. Zudem befürchten die Agenturen, dass die Emissionskrise nach wie vor Auswirkungen auf die allgemeine Reputation und Glaubwürdigkeit des Konzerns haben könnte. Ebenfalls kritisch betrachtet wird das wettbewerbsintensive Umfeld in der Automobilbranche, welches sich voraussichtlich weiter verschärft, wodurch VW stärkeren Gegenwind als derzeit erfahren könnte.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,00% p.a. und die Laufzeit beträgt 8,1 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 27.11.2020 bis 22.12.2020. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,00% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 04.12.2020
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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 20/28

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Quelle: DZ BANK: Geld 22.01., Brief
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  • Zinslaufbeginn 22.12.2020
  • Nächster Kupontermin 27.12.2021
  • Fälligkeitsdatum 27.12.2028
  • Währung des Produktes EUR

News / Volkswagen AG

22.01.2021 | 14:45:19 (dpa-AFX)
VW-Tochter Traton mit Gewinneinbruch 2020 - Zeichen aber weiter auf Erholung

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Volkswagen <DE0007664039>-Nutzfahrzeugholding Traton <DE000TRAT0N7> hat das Corona-Jahr 2020 wie erwartet mit großen Einbußen abgeschlossen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sei laut vorläufiger Zahlen um fast 93 Prozent auf 135 Millionen Euro eingebrochen, teilte der Konzern am Freitag in München mit. Mit 22,6 Milliarden Euro erlöste Traton zudem knapp 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Netto-Mittelzufluss reduzierte sich um gut drei Viertel auf 650 Millionen Euro. Der Vorstand betonte die "beispiellosen andauernden Covid-19 Herausforderungen" im vergangenen Jahr. Traton-Chef Matthias Gründler verwies darauf, dass Werke für mehrere Wochen hötten schließen mussten und das Unternehmen entsprechend Rückgänge beim Absatz habe hinnehmen müssen.

Dennoch: "Die Geschäftserholung in der zweiten Jahreshälfte stimmt uns optimistisch für 2021." Spätestens am 22. März will der Konzern die finalen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlichen. Gründler hatte bereits im November von einer deutlichen Geschäftserholung gesprochen, nachdem der Markt im zweiten Quartal wegen wegen der Corona-Krise noch eingebrochen war./ngu/mis

22.01.2021 | 11:03:10 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: VOLKSWAGEN AG: Volkswagen AG veröffentlicht vorläufige Eckdaten für das Geschäftsjahr 2020 (deutsch)
12.01.2021 | 09:09:38 (dpa-AFX)
Porsche bei Verkaufszahlen nach Aufholjagd knapp unter Vorjahr
10.09.2020 | 15:21:58 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation (deutsch)

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