Zins Spezial / 16.09.2020 | 10:10:42 Werbung

Volkswagen - die Aufholjagd auf Tesla hat begonnen

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Ereignisreiche Tage in Wolfsburg: Nach einigen Verzögerungen wurden vor kurzem die ersten Modelle des Elektro-Hoffnungsträgers ID.3 ausgeliefert. Zudem gibt es beim Diesel-Skandal positive Nachrichten.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

ID.3 endlich auf der Straße

Vergangene Woche war es endlich so weit. Nach Verzögerungen und Problemen mit der Software konnten die ersten Kunden den neuen ID.3 in Empfang nehmen. Mit dem rein batteriegetriebenen Auto ist Volkswagen nun endgültig im Elektrozeitalter angekommen. Kein anderer deutscher Automobilkonzern hat in den letzten Monaten die E-Mobilität so radikal vorangetrieben wie VW. Ziel ist es, den E-Auto-Vorreiter Tesla bzgl. Technologie und Stückzahl zu überholen. Laut Konzernangaben wurden von der ersten Edition des auf 30.000 Stück limitierten Wagens bisher mehr als 25.000 Stück verkauft. Ab Oktober soll das Serienmodell erhältlich sein.

Volkswagen selbst sieht sich auf einem guten Weg, mittelfristig an Tesla vorbeizuziehen. So sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh erst kürzlich der „Welt am Sonntag“, dass VW bis spätestens 2023 zwischen 900.000 und 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr produzieren will. Zum Vergleich: Ende 2019 wurden laut einer Studie des Chemnitz Automotive Institute (CATI) an 17 Standorten in acht europäischen Ländern rund 276.500 vollelektronische Pkw produziert. Bis 2025 rechnet das Institut mit über 2 Millionen Einheiten. Zudem erwarten die Experten aus Chemnitz, dass bis dahin ca. 40% der in Europa produzierten E-Autos aus dem Volkswagen-Konzern und den angeschlossenen Marken kommen.

 

US-Aufseher verlässt Volkswagen-Konzern

In unseren Augen sind die angestrebten Stückzahlen von VW durchaus ambitioniert. Allerdings begrüßen wir die Entschlossenheit, mit der die Wolfsburger das Thema Elektromobilität angehen. Zudem stimmt uns die steigende Nachfrage nach E-Autos zuversichtlich. Während im laufenden Jahr laut CATI die Nachfrage nach konventionellen Verbrennern in Europa rückläufig war, sind die Neuzulassungen vollelektrischer Pkws im ersten Halbjahr um über 30% gestiegen. Für das Gesamtjahr wird ein Zuwachs von rund 66% prognostiziert. Wenig erfreulich finden wir dagegen die Kritik der Fachpresse an dem ID.3. Demnach lässt die Verarbeitung zu wünschen übrig, und Online-Dienste funktionieren teils nur eingeschränkt. Um Tesla letztendlich den Rang abzulaufen, muss VW diese Probleme in den Griff bekommen.

Positiv zu bewerten sind unserer Meinung nach die jüngsten Entwicklungen im VW-Diesel-Skandal. Der seit 2017 bei Volkswagen installierte US-Aufseher, der den Automobilkonzern überwachen und bei der Aufarbeitung der Affäre helfen sollte, ist mit seinem Mandat fertig. Der amerikanische Kontrolleur bescheinigte dem Unternehmen, aus dem Skandal gelernt zu haben und die nötigen Vorkehrungen, um solch ein Ereignis in Zukunft zu vermeiden, getroffen zu haben. Wir erwarten, dass mehr Transparenz sowie ein größerer Fokus auf Nachhaltigkeit auch von den Investoren langfristig honoriert werden.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Volkswagen-Bonität von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A3 bzw. BBB+ eingestuft. Beide hatten im Juni respektive März ihre Einschätzung bestätigt, gleichzeitig allerdings den Ausblick auf „negativ“ gesenkt. Anlagen mit diesen Ratings gelten als sichere bzw. durchschnittlich gute Anlage. Bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft könnten jedoch Probleme auftreten.

Positiv bewerten die Ratingagenturen unter anderem die führenden Marktpositionen in den wichtigen Absatzmärkten China und Europa. Zu den Risiken gehören dagegen die Kosten und eventuellen Strafzahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten rund um die Dieselproblematik. Zudem besteht weltweit ein herausforderndes Marktumfeld für die Automobilindustrie. Den negativen Ausblick begründete Moody’s insbesondere mit den potenziell negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung bis in das Jahr 2021 hinein.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Volkswagen AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,11% p.a. und die Laufzeit beträgt 9,7 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 15.09.2020 bis 30.09.2020. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Volkswagen AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,11% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Volkswagen AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 16.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 20/30

DD5AS2 /

News / Volkswagen AG

10.09.2020 | 15:21:58 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation (deutsch)

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar International Corporation

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DGAP-Ad-hoc: VOLKSWAGEN AG / Schlagwort(e): Sonstiges

VOLKSWAGEN AG: TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von

Navistar International Corporation

10.09.2020 / 15:21 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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TRATON unterbreitet erhöhten Vorschlag für die Übernahme von Navistar

International Corporation

Wolfsburg, 10. September 2020 - Die TRATON SE ("TRATON") hat dem Board of

Directors des US-amerikanischen Lkw-Herstellers Navistar International

Corporation ("Navistar"), an dem TRATON bereits eine Beteiligung in Höhe von

16,8 % hält, heute mitgeteilt, ihr am 30. Januar 2020 unterbreitetes Angebot

für den Erwerb sämtlicher nicht bereits von TRATON gehaltener Aktien an

Navistar mit einem Angebotspreis von USD 35,00 je Navistar-Aktie, auf USD

43,00 je Navistar-Aktie und somit insgesamt USD 3,6 Mrd. zu erhöhen. Die

Volkswagen AG hat gegenüber TRATON ihre grundsätzliche Bereitschaft

bestätigt, Mittel auch zur Finanzierung des erhöhten Angebots

bereitzustellen. Bei Annahme des Vorschlags würde TRATON alleiniger

Eigentümer von Navistar. Der Vorschlag steht insbesondere unter dem

Vorbehalt, dass sich TRATON und Navistar auf den Abschluss eines

Zusammenschlussvertrages ("Merger Agreement") einigen, eine

zufriedenstellende Due Diligence-Prüfung durchgeführt wird und die Gremien

von TRATON und der Volkswagen AG wie auch das Board of Directors und die

Aktionärsversammlung von Navistar dem Merger Agreement zustimmen.

Helen Beckermann

Leiterin Volkswagen Konzern Investor Relations

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10.09.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: VOLKSWAGEN AG

Berliner Ring 2

38440 Wolfsburg

Deutschland

Telefon: +49 (0)5361 9 - 49015

Fax: +49 (0)5361 9 - 30411

E-Mail: helen.beckermann@volkswagen.de

Internet: www.volkswagenag.com/ir

ISIN: DE0007664039, DE0007664005

WKN: 766403, 766400

Indizes: DAX, Euro Stoxx 50

Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt

(Prime Standard), Hamburg, Hannover, München,

Stuttgart; Freiverkehr in Tradegate Exchange

EQS News ID: 1129987

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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1129987 10.09.2020 CET/CEST

°

02.07.2020 | 19:16:48 (dpa-AFX)
STICHWORT: Die höchsten Tagesverluste von Dax-Aktien - Wirecard dominiert
26.06.2020 | 18:35:30 (dpa-AFX)
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26.06.2020 | 11:31:29 (dpa-AFX)
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25.06.2020 | 18:48:32 (dpa-AFX)
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25.06.2020 | 11:57:07 (dpa-AFX)
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24.06.2020 | 21:53:59 (dpa-AFX)
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